Suchprofi Google sucht verzweifelt seine gestohlenen Gbikes

Die von Google auf dem Campus in Mountain View bereitgestellten Fahr­räder gehen weg wie warme Semmeln. Die eigentlich nur für Google-Mitarbeiter gedachten Fahrräder werden von den Bewohnern der Klein­stadt quasi als öffentliches Verkehrsmittel betrachtet und einfach mit­ge­nommen. In manchen Wochen sollen bis zu 250 Räder vom Campus verschwinden.
Google, Fahrrad, gbike
Google
Wie Google dem Wall Street Journal gegenüber mitteilte, arbeite man an Lösungen, um entwendete Fahrräder wieder zurückzubekommen. Mittlerweile finden sich die bunten Gbikes überall in der ganzen Stadt und vor allem an Orten wie Schulen und Gaststätten. Manche der Google-Fahrräder werden aber auch aus der Stadt gebracht. So wurden etwa Exemplare der bunten Gbikes auch schon beim Burning Man Festival in der Wüste von Nevada gesichtet. Neues GBike 2012Das bunte GBike von Google

Google zahlt, die Stadt radelt

Unter den Bewohnern von Mountain View habe sich offenbar eine Mitnahme-Mentalität ent­wic­kelt, so das WSJ. Viele Anwohner be­trach­te­ten die Gbikes mittlerweile als All­ge­mein­gut und sähen die Mitnahme deshalb nicht als Dieb­stahl an.

Unter manchen Be­woh­nern gebe es aber auch so etwas wie ein Racheverhalten dafür, dass Google die Stadt durch seine Prä­senz in den letzten 15 Jahren quasi über­nom­men hat. So ist etwa der Fall eines Mannes bekannt, der "geliehene" Google-Fahr­rä­der in seiner Garage hortet, um Google zu schaden. In einem an­de­ren Fall nutzt eine Frau die Gbikes, um gegen die von Google betriebenen Buslinien zu pro­tes­tie­ren, welche Mitarbeiter aus dem Ein­zugs­ge­biet von San Francisco zu ihrem Ar­beits­platz auf dem Campus bringen.

Mit einem neuen Team von 30 Mitarbeitern nimmt sich Google des Problems mittlerweile an. Diese haben den ganzen Tag nichts anderes zu tun, als in der Stadt abgestellte Fahrräder einzusammeln und auf den Campus zu­rück­zu­brin­gen. An rund einem Drittel der Fahrräder wurden darüber hinaus bereits GPS-Tracker angebracht, um die Fahrräder besser orten zu können. Auch über Schlösser, die nur von Google-Mitarbeitern per Smartphone entriegelbar seien, wird mittlerweile nachgedacht.
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Interessante Artikel & Testberichte
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!