Für 20 Dollar Aufpreis deaktiviert Dell jetzt die unsichere Intel ME
Beim Computerkonzern Dell sind jetzt die ersten Notebooks zu bekommen, bei denen die Intel Management Engine (Intel ME) von Haus aus deaktiviert ist. Wer bereit ist, einen Aufpreis von etwas mehr als 20 Dollar zu bezahlen, kann einen Rechner bekommen, bei dem das meist unnütze und unsichere Feature deaktiviert wurde.
In den letzten Wochen haben bereits mehrere Hardware-Anbieter Systeme ins Angebot genommen, bei denen die Intel ME blockiert ist und somit zwar nicht mehr verwendet werden, aber eben auch keinen Schaden mehr anrichten kann. Allerdings handelte es sich dabei um kleine Firmen wie zum Beispiel System76, einen Anbieter von Linux-Notebooks, die wirtschaftlich schlicht zu klein sind, um irgendeine Bedeutung für die Situation auf dem PC-Markt zu haben.
Da ist es schon ein deutlich anderes Zeichen, wenn Dell Geräte anbietet, bei denen Techniker dafür gesorgt haben, dass die Intel ME nicht mehr funktioniert. Aktuell können nun drei Modelle bestellt werden, bei denen die Option "Intel vPro™ - ME Inoperable, Custom Order" gegen eine Gebühr von 20,95 Dollar gebucht werden kann.
Die Intel ME ist quasi ein kleines Zusatz-System, das in Firmenumgebungen eine Fernwartung der Rechner ermöglicht. Es arbeitet komplett unabhängig vom eigentlichen Rechner und ist auch ansprechbar, wenn ein Notebook ausgeschaltet ist. Intel hat das Werkzeug seit einigen Generationen fest in seine Prozessoren der Core i-Serie eingebaut.
Und das stellt sich nun als Problem heraus. Aufgrund der weitgehenden Abschottung der proprietären Technologie dauerte es zwar etwas, aber inzwischen wurden Sicherheitslücken in dem Feature entdeckt. Sicherheits-Technologien des Betriebssystems schützen den Nutzer hier letztlich nicht, da die Intel ME eben völlig unabhängig arbeitet. Und auch Patches lassen sich nur schwierig einspielen, da das Sicherheitskonzept eigentlich vorsah, dass Änderungen nicht vorgenommen werden können, um Manipulationen zu vermeiden. Gegen die Schwachstellen werden von Intel nun zwar Patches entwickelt - es wird aber dauern, bis diese in Zusammenarbeit mit den einzelnen Hardware-Herstellern so aufbereitet sind, dass sie Wirkung entfalten können.
Intel-SA-00086 Detection Tool Intels Test-Tool für den ME-Bug
In den letzten Wochen haben bereits mehrere Hardware-Anbieter Systeme ins Angebot genommen, bei denen die Intel ME blockiert ist und somit zwar nicht mehr verwendet werden, aber eben auch keinen Schaden mehr anrichten kann. Allerdings handelte es sich dabei um kleine Firmen wie zum Beispiel System76, einen Anbieter von Linux-Notebooks, die wirtschaftlich schlicht zu klein sind, um irgendeine Bedeutung für die Situation auf dem PC-Markt zu haben.
Da ist es schon ein deutlich anderes Zeichen, wenn Dell Geräte anbietet, bei denen Techniker dafür gesorgt haben, dass die Intel ME nicht mehr funktioniert. Aktuell können nun drei Modelle bestellt werden, bei denen die Option "Intel vPro™ - ME Inoperable, Custom Order" gegen eine Gebühr von 20,95 Dollar gebucht werden kann.
Die Intel ME ist quasi ein kleines Zusatz-System, das in Firmenumgebungen eine Fernwartung der Rechner ermöglicht. Es arbeitet komplett unabhängig vom eigentlichen Rechner und ist auch ansprechbar, wenn ein Notebook ausgeschaltet ist. Intel hat das Werkzeug seit einigen Generationen fest in seine Prozessoren der Core i-Serie eingebaut.
Und das stellt sich nun als Problem heraus. Aufgrund der weitgehenden Abschottung der proprietären Technologie dauerte es zwar etwas, aber inzwischen wurden Sicherheitslücken in dem Feature entdeckt. Sicherheits-Technologien des Betriebssystems schützen den Nutzer hier letztlich nicht, da die Intel ME eben völlig unabhängig arbeitet. Und auch Patches lassen sich nur schwierig einspielen, da das Sicherheitskonzept eigentlich vorsah, dass Änderungen nicht vorgenommen werden können, um Manipulationen zu vermeiden. Gegen die Schwachstellen werden von Intel nun zwar Patches entwickelt - es wird aber dauern, bis diese in Zusammenarbeit mit den einzelnen Hardware-Herstellern so aufbereitet sind, dass sie Wirkung entfalten können.
Intel-SA-00086 Detection Tool Intels Test-Tool für den ME-Bug
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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Christian Kahle
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