Geht ein Licht auf: Ex-Apple-Entwickler stellt beeindruckendes UI vor

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Seine Idee als eine Spielerei zu bezeichnen, ist wohl nicht zu weit gegriffen, trotzdem ist das Konzept zu einer neuen Benutzerinterface-Darstellung durchaus beeindruckend. Der ehemalige Apple-Ingenieur Bob Burrough hat mit dem "Project Erasmus" eine 3D-Darstellung für Smartphone-UIs entwickelt, die das Umgebungslicht auf die Oberfläche bringt.

Ein Benutzerinterface, das sich an das Umgebungslicht anpasst

Die Zeiten, in denen sich Entwickler darum bemühten, Gegenstände im Benutzerinterface möglichst realitätsnah darstellen zu wollen, sind schon länger vorbei. Der ehemalige Apple-Mitarbeiter Bob Burrough - sieben Jahre Topentwickler für iPhone und iPad - bemüht sich mit seinem "Project Erasmus" jetzt aber darum, dass sich ein Stück der echten Welt im Benutzerinterface von Smartphones widerspiegeln kann. Wie in dem oben verlinkten Video zu sehen ist, hat Burrough einen Weg entwickelt, das Umgebungslicht in Echtzeit auf das Benutzerinterface zu übertragen. Interface-Elemente sollen sich durch diese Darstellung weitaus realistischer anfühlen - was in der simplen Demonstrations-Anwendung durchaus beeindruckend gelingt.

Aktuell setzt Burrough neben der eigens entwickelten "Project Erasmus"-Software dabei aber auch noch auf ein Hardware-Element, um den Effekt zu realisieren. Beim genutzten iPhone wurde die Frontkamera mit einem aufsteckbaren Weitwinkelobjektiv versehen, damit eine noch weitreichendere Erfassung der Umgebung möglich wird. Die Software überträgt diese Daten dann dank Echtzeit-Rendering auf die UI-Elemente, was für eine Darstellung wie bei physischen Objekten sorgt - die Diskussion, ob eine solche Darstellung in Software-Interfaces überhaupt Sinn ergibt und "schön" ist, sei an dieser Stelle einfach mal hinten angestellt.

Aktuell nur Konzept

Die in dem Video gezeigten Ergebnisse, die mit "Project Erasmus" erzielt werden können, zeigen auf jeden Fall das Potenzial auf, das die Übertragung von Umgebungsbedingungen auf Benutzerinterfaces bietet. Burrough formuliert aktuell aber nicht, was er mit dem Projekt im nächsten Schritt vorhat. Darüber hinaus müsste für ein echtes Produkt jetzt noch der Code für gewöhnliche Selfie-Kameras angepasst werden. "Project Erasmus" bleibt vorerst also eine interessante Idee ohne klare Zukunft.
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Sieht interessant aus. Vielleicht auch ein gutes Konzept zur Unterstützung in der Game/Film Industrie.
 
Da ich dem Flat Design nie etwas abgewinnen konnte, wünsche ich mir den guten alten Skeuomorphismus zurück. Mit dieser Technik wäre dann eine zusätzliche Realitätsebene möglich, was ich sehr begrüßen würde. Es ist eins dieser kleinen Details, die zu Anfang super fancy und hip sind, einem nach kurzer Gewöhnungsphase aber gar nicht mehr auffallen - erst dann wieder, wenn sie fehlen.
Ich find´s toll und hätte es gern.
 
Hm, ich finde es jetzt nicht so berauschend. Der Aufwand (mehr Akkuverbrauch, entsprechende Kamera, ...) rechtfertigt für mich nicht den Nutzen.
 
@Thomas Höllriegl: Seh ich auch so. Überflüssiger Akkufresser.
 
Kennt noch jemand den Lautstärkeregler unter iOS6? Der griff auch auf Gyroskopdaten zu und passte die Reflexion dem Betrachtungswinkel an. Damals, als Apple noch detailverliebt war.
 
@snoopers: was meinst du? ich habe n telefon mit ios6 und da bewegt sich nichts bzw reflektiert
 
@vumsi: http://www.handy-tests.net/32332-die-kleinen-aenderungen-lautstaerke-regler-des-ios-6-musik-players-mit-glanz-effekt/
 
@freakedenough: danke dafür =) das wusste ich ja mal überhaupt ned!
 
Wieder eins dieser Sachen, bei denen sich der geneigte Nutzer fragt, warum nach 10 Jahren Akkuentwicklung kürzere Laufzeiten als früher gegeben sind.
 
Irgendwo muss man ja mit der Leistung hin da die CPU und GPU immer schneller werden :P
Aber hat schon was, macht bei einem guten Design bestimmt gut was her.
 
Ich würde diese Funktion ausschalten. Das Ding soll einfach nur funktionieren und ohne Klickibunti oder Spielerei einfachst zu bedienen sein.
 
@SweetFalke: schwarz weiß ist unnatürlich
 
@SweetFalke: Kein Klickibunti? Dann bist du bei Apple falsch.
 
Also, mich nervt schon die automatische Helligkeitsanpassung beim Handy, daher immer deaktiviert.
Und auf dieses feature kann ich daher noch eher verzichten.
 
Totaler Stuß! Braucht keiner. Freu emich doch, wenn ich möglichst viel Information auf dem kleinen Screen unterbringen/ablesen kann. Dann kommt einer und programmiert da wieder Pseudo-Strukturen rein und überblendet die Schaltflächen wieder, damit das Display ja auch extra schlecht lesbar ist. Als ob die nach wie vor störenden Spiegelungen durch Lichteinfall nicht schon genug wären, baut er noch zusätzliche dazu.
Ganz toll!
Wie nennen die das bei Apple dann? Liquid Retina Firlefanz UI ?
Kann mir schon vorstellen, wie Phil Schiller dann auf der Bühne steht und seinen Jüngern erklärt, dass sie ohne diesen Kack und die Animojis gar nicht mehr leben können. Zack, wird's iPhone gleich nochmal 100 EUR teurer. Ha, ha!
 
Nunja man muss sehen es ist nur eine Idee, ob das so kommt wage ich zu bezweifeln, viel mehr könnte ich mir vorstellen dass man das Konzept benutzen könnte um bestimmte Sachen auf dem Display auf diese Art hervor zu heben bzw. besser sichtbar zu machen. Das jedoch bedarf noch einige Anpassungen. Außerdem könnte man ja den Effekt so anpassen sage ich mal dass es eben nicht wirklich GPU- und oder CPU-Last benötigt. Ich finde es eine gute Idee für andere Projekte auf Applebasis. :)
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