Gigantisch: Video zeigt, wie das größte Teleskop in der Wüste wächst

Mit dem Extremely Large Telescope (ELT) verfolgt die Eu­ro­pä­i­sche Südsternwarte (ESO) eines der ehrgeizigsten Te­les­kop-Pro­jek­te der Welt. Jetzt zeigt ein Video den Fort­schritt auf der gi­gan­ti­schen Bau­stel­le auf ei­nem Berg­gip­fel in der Ata­ca­ma­wüs­te von Chile.

Ein Hauptspiegel von 39 Metern Durchmessern, nach dem vollen Aufbau in der Mitte der 2020er-Jahre das größte optische Infrarot-Teleskop der Welt: Das ELT schickt sich an, die nächste Revolution in der Erforschung des Kosmos mit bodengestützten Methoden loszutreten. Jetzt zeigen die Konstrukteure stolz in einem Video den großen Fortschritt, den man auf und abseits des Cerro Armazones, einem Berggipfel in der chilenischen Atacamawüste, bisher erreichen konnte.

Wie die Aufnahmen zeigen, werden bis zu 70 Tonnen schwere Stahlelemente im Basislager vormontiert und dann mit ferngesteuerten Transportplattformen zum Standort des Teleskops transportiert. Die Bergspitze, ursprünglich auf 3064 Meter, wurde dafür großflächig abgetragen und zu einem Plateau verbreitert, was den höchsten Punkt des Cerro Armazones auf 3046 Meter schrumpfen lässt.

Einmal dort angekommen, werden die Bauteile mit großen Kränen auf die Grundkonstruktion gesetzt und miteinander verbunden. Alle Stahlaufbauten sitzen dabei auf einem speziellen Trolley-Aufbau, der es wiederum ermöglichen wird, die fertige Kuppel mit einem Gewicht von 6100 Tonnen auf einem gigantischen Schienensystem zu drehen. Bis zum Ende des Jahres soll der gesamte Stahlaufbau fertiggestellt sein.

ESO: Extremely Large TelescopeESO: Extremely Large TelescopeESO: Extremely Large TelescopeESO: Extremely Large TelescopeESO: Extremely Large TelescopeESO: Extremely Large Telescope
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Vor allem auch im Vergleich mit dem Vorgänger Very Large Telescope (VLT) bedeutet das ELT einen großen Sprung. Das VLT hat einen Hautspiegel mit 8,2 Metern Durchmesser, das ELT kommt auf genau 39 Meter. Das ELT wird außerdem eine Auflösung von 4 Millibogensekunden haben, was etwa 15 Mal besser ist als die Auflösung des VLT.
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