PopuPiano im Test: Mobiles Keyboard mit Lern-Features

Beim PopuPiano Smart Portable Piano handelt es sich um einen mobilen Midi-Controller. Bei jenem steht die App-Anbindung über Bluetooth oder Kabel stark im Vordergrund. Die Anwendung bietet Spiele und Kurse an, um sich das Klavierspielen und -lernen gamifiziert anzueignen. Die Tasten sind Anschlag-sensibel und reagieren auf bspw. festeren Anschlag mit einem lauteren Ton. Laut Hersteller eignet sich das portable Piano für Anfänger sowie für Profis. Damit die LEDs gut zur Geltung kommen, hat sich unser Kollege Timm Mohn für die schwarze Variante entschieden. In Schwarz ist auch das Drumpad gehalten, das optional angesteckt werden kann. Die beiden Geräte werden über Pogo-Pins miteinander verbunden. In der Praxis kann sich die Verbindung als stabil beweisen. Das Drumpad ist nicht für jede Übung in der App notwendig.

Das Herzstück des PopuPiano Smart Portable Piano stellt die App dar. Die kostenlose Anwendung ist leider nur in Englisch verfügbar und spricht leider gar kein Deutsch. Das ist auch der Fall, wenn man als Region Deutschland einstellt. Zusätzlich gesellen sich gelegentlich chinesische Zeichen in den englischen Text. Es wäre wünschenswert, wenn im Laufe der Zeit zumindest die geschriebenen Texte übersetzt werden. Die App dient als Zentrale für alle Hersteller-eigenen Instrumente. Das Klavier ist neben der Gitarre und Ukulele eins davon. Bevor es mit dem Klavierspielen losgehen kann, müssen zunächst 42 Megabyte App-Daten nachgeladen werden.
PopuPiano Smart Portable Piano PopuPiano Smart Portable Piano PopuPiano Smart Portable Piano
Die Verbindung zu den Popu-Servern ist schnell und die Anwendungsdaten werden zügig heruntergeladen. Zu Beginn jeder Piano-Session wird das smarte Piano über Bluetooth verbunden. Die jeweiligen Schritte sind gut bebildert, sodass man auch ohne Englischkenntnisse weiß, wo man zu klicken hat. Beim ersten Mal startet ein kleines Intro-Video. Fortan hat man die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Spiel-Modi zu wählen. Dazu gehört Pop-Hits, das Freispiel, Explore und AIGC. Das Spielen des Pianos lernt man im Modus "Game & Course". Wählt man die Kurse aus, kann man Schritt für Schritt die Noten und Bedienung des Smart Portable Piano erlernen. Die Lerneinheiten bestehen stets aus einem Video, einem Probelauf und einem kleinen Musikstück. Die Videos können stets übersprungen werden.

Mangelhafte Übersetzung

Gerade am Anfang sind es durchaus einige Videos, deren Anzahl nimmt aber nach der ersten Einführung ab. Teilweise wirken die Texte etwas eigensinnig: "Believe that you can play like a Piano, too" dürfte wohl direkt aus Google Translate stammen und von keinem Korrektor abgesegnet worden sein. Angefangen wird mit dem Erlernen der Tonsilben "Do", "Re", "Mi" etc. Spätestens ab der ersten Einführung "Do" ist man mittendrin im Lernen. Das Piano zeigt an, welche Taste als nächstes gespielt werden muss. Bei langsamen Stücken ist das noch eine gute Orientierungshilfe. Geht es allerdings schneller zur Sache, hat man meist keine Zeit mehr, um sich den Hinweis anzuschauen. Auf dem Bildschirm wird aber in der Ferne auch angezeigt, welche Taste als Nächstes zu drücken ist.

Auch wenn der Anfang vielleicht recht langsam und gemütlich wirkt, werden die Lektionen schnell anspruchsvoller und folglich auch die korrekten Tastenanschläge zu einer immer größer werdenden Herausforderung. Die Einheiten sind übersichtlich und können somit auch mal im Alltag eingeschoben werden. Hakt es mal, lässt sich eine Übung auch einfach noch mal machen. Unschön wirkt der Umstand, dass vor jeder Lektion, auch, wenn man sie gerade erst durchgearbeitet hat, die Inhalte neu heruntergeladen werden müssen. Eventuell soll so Smartphone-Speicherplatz geschont werden. Eine Offline-Spielvariante, ohne ständiges Nachladen der Übungen, wäre aber durchaus wünschenswert. Ohne Internet funktioniert die Hersteller-eigene App überhaupt nicht.

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Auf der Rückseite befindet sich ein USB-C-Port. Es handelt sich dabei gleichzeitig auch um den einzigen Port am ganzen Piano. Im Lieferumfang ist ein passendes USB-A- auf USB-C-Kabel vorhanden. Mit jenem kann das Gadget aufgeladen werden. Im Inneren befindet sich ein 2.200 mAh Akku. Grüne LEDs visualisieren den aktuellen Stand der Ladung. Leuchten alle Tasten grün, ist der Akku vollständig aufgeladen. Je nachdem, wie leer der Akku ist, kann eine vollständige Ladung bis zu 1,5 Stunden dauern. Ein Netzteil liegt nicht bei.

Das Smart Portable Piano kann via USB-C- auf USB-C-Kabel mit einem Tablet verbunden werden. Da es sich bei dem Gadget um einen herkömmlichen Midi-Controller handelt, kann das Piano mit jeder Android- oder iOS-App verwendet werden. Dies kann nötig sein, wenn man bspw. kein Englisch versteht. Simply Piano spricht Deutsch, ist allerdings weniger gamifiziert als die Hersteller-eigene App. Durch das Spielen von Noten kommt bei Simply Piano weniger das Gefühl von Guitar-Hero auf. Eine der Stärken des smarten Pianos liegt in seiner Größe: Mit 35 x 8 x 2 cm ist es kompakt genug, um auch im Hotel, Zug oder Auto gespielt zu werden. Der Hersteller spricht eine Altersempfehlung ab 10 Jahren aus. Es kann allerdings schon deutlich früher verwendet werden: die Begleit-App und die beleuchteten Tasten erklären anschaulich, wie das Keyboard verwendet wird. Auf Amazon ist das PopuPiano Smart Portable Piano für 259 Euro verfügbar. Es wird in Weiß und Schwarz angeboten.

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