Blackberry Leap: Ein weiterer triftiger Grund, keinen Blackberry zu kaufen

Blackberry hat seinen Status als innovativer Smartphone-Hersteller schon längst verloren - was sich in den Marktanteilen eindrucksvoll niederschlägt. Die abgeschlagene Nummer 4 in dem Segment versucht zwar, weiter mitzuspielen, doch mit Geräten wie dem Blackberry Leap wird das wohl nicht klappen.

Vermutlich könnte es dem Unternehmen durchaus gelingen, sich zumindest eine halbwegs stabile Nutzergruppe aufzubauen. Eine gute Voraussetzung ist mit der Software-Plattform durchaus gegeben. Allerdings müsste diese dafür mit Hardware unterfüttert werden, die im Vergleich zur Konkurrenz ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Dies macht Microsoft, das ebenfalls noch viel aufzuholen hat, beispielsweise mit seinen Lumias vor.

Blackberry LeapBlackberry LeapBlackberry LeapBlackberry LeapBlackberry LeapBlackberry Leap

Wie unser Kollege Lutz Herkner im Test des Blackberry-Neulings erfahren musste, schafft es der kanadische Hersteller hingegen nicht. Das Leap ist dabei nicht einmal in allen Belangen ein schlechtes Smartphone. Für die Ausstattung, die in weiten Teilen der eines Androiden der unteren mittleren Preisklasse entspricht, ist das Modell schlicht viel zu teuer.

Beim Display setzt der Hersteller beispielsweise auf ein 5 Zoll großes LCD-Panel mit einer Auflösung von 720p. Der Prozessor verfügt über zwei Kerne - was selten geworden ist - und ist mit 1,5 Gigahertz getaktet. Ihm stehen 2 Gigabyte Arbeitsspeicher zur Seite. Die Kameras bringen es auf 8 beziehungsweise 2 Megapixel. Integriert ist ein Festspeicher von 16 Gigabyte, der per MicroSD um 128 Gigabyte erweitert werden kann. Mit 170 Gramm ist das Leap außerdem nicht unbedingt ein Leichtgewicht.

Alles in allem ist das Gerät also relativ schmal bestückt, auch wenn die Ausstattung für viele Nutzer durchaus ausreichen dürfte. Allerdings mutet bereits das Äußere etwas antiquiert an, während vergleichbare Konkurrenten wesentlich elegantere Designs hinbekommen - was aber durchaus Geschmackssache ist. Weniger eine Frage der jeweiligen Vorlieben ist hingegen der Preis. Blackberry nennt hier eine Empfehlung von 289 Euro. Android-Smartphones mit mindestens gleichwertiger Ausstattung und dazu noch dem Vorteil eines wesentlich größeren Ökosystems sind hingegen bereits für wesentlich weniger Geld zu haben - selbst bei dem klar niedriger ausfallenden Straßenpreis.
Jetzt einen Kommentar schreiben