Kinos als "Vergnügungsparks": Martin Scorsese schimpft über Marvel

Martin Scorsese ist einer der Großmeister des Kinos, dennoch hat der 76-Jährige nun für Netflix einen Film inszeniert. Bei einer Pressekonferenz zu The Irishman schimpfte er über die aktuellen Entwicklungen im Kino, allen voran die Marvel-Filme. mehr... Netflix, The Irishman, Al Pacino, Robert De Niro Bildquelle: Netflix Netflix, The Irishman, Al Pacino, Robert De Niro Netflix, The Irishman, Al Pacino, Robert De Niro Netflix

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Naja die Zeit bleibt eben nicht stehen, auch nicht vor so Größen wie Scorsese. Früher sind die Leute auch noch in die schlechtesten Filme ins Kino, heute muss es eben knallen.
 
@kleinespegasus: Aber die Marvel Filme sind die schlechtesten Filme. 25 dampfenden Haufen Avenger-Kacke, und die Leute gucken es sich immer noch an. Versteh einer die Welt.
 
@bronko2000: Weil die Filme spaß machen. Action, ab und zu ein Witz. Dazu die Charaktere die man schon aus Comics kennt. Und das alles noch meistens mit richtig guten CGI-Effekten.
Ist halt Geschmackssache, aber Marvel macht schon einiges richitg.
 
@kleinespegasus: Ich verstehe nicht, wieso knallende Filme nicht auch mit einer sehr guten Story vereint werden können... Vorlagen gibt es reichlich! Ich liebe Marvel-Filme, aber es ist einfach zuviel mitlerweile, das Konzept wirkt auch irgendwie abgedroschen. Ich vermisse Filme mit einer einfach guten Story, egal ob mit oder ohne Action
 
Ich gebe ihm recht.

Dauerplappernde Handyjunkies sind mittlerweile im Kinosaal der Standard.
Deshalb genieße ich meistens nur noch zu Hause etwas vor der Heimkinoanlage, denn für den Kinopreis reicht es auch die Bluray und ab einem 65 Zoller aufwärts ist auch ein Kinofeeling garantiert.

Kein Wunder, dass es nur einen digitalen Mist nach dem anderen gibt bei denen die Schauspieler nur noch Beiwerk sind. Nur "Joker" war mal seit langem eine Ausnahme.
 
Als ich das letzte Mal geschaut hab lief im Kino alles mögliche. Wenn ihn kein Studio finanzieren wollte, dann sollte er ein besseres Drehbuch schreiben. Zum Glück gibt's Menschen wie Downey Jr, die sehen das mit mehr Grips und differenzierter.
 
@Islander: Über Geschmäcker lässt sich bekanntlich streiten, aber über die Frage, ob Scorsese ein Drehbuch schreiben und auf der Leinwand umsetzen kann nicht.
 
@Bananajoe311: Offensichtlich sind die großen Studios da anderer Meinung. Wer hat mehr Ahnung, der 0815-WinFuture-Minusklicker, oder die?
 
@Islander: Die Studios richten sich einfach danach, was beim Mainstream gerade "in" ist, und das wiederum ist kein Qualitätsmerkmal.
 
Er meint damit wohl eher Disney. Marvel gehört nun Disney. Und die schlachten es so aus, wie Star Wars.
 
Marvel Filme finanzieren aber heut zu Tage das Kino. Ohne solche Filme hätte sich das Kinosterben wohl noch deutlich verschärft. Und ich schätze mal dank solcher Filme existieren auch nur solch ausgefeilte digitale Möglichkeiten um die genannten Kino-Dinosaurier realistisch zu verjüngen. Und überhaupt, kein Respekt vor der Jugend der Typ.
 
@markox: Warum sollte er auch und vor was?
 
Man kann sagen, was man will. Aber die Story, die durch die einzelnen Marvel-Teile getragen wird, ist über 22 Teile komplett schlüssig. Das bekommen viele Drehbuchschreiber nicht mal in einer Staffel einer Serie hin. Also ganz ehrlich... Ich mag die Marvel-Reihe sehr gerne. Lustige Action mit manchmal ganz schön heftigen Sprüchen, fantastische Grafiken und Animationen, tolle Ideen und schlussendlich ein Blockbuster, der leichten Kost.

Es muss nicht immer 5-Sterne-Küche sein, damit es schmeckt. Manchmal tut es auch ne Bratwurst, Kartoffeln und etwas Salat.
 
@Hanni&Nanni: Das Problem hier ist halt, zuviel Fastfood ist ungesund.
 
@ThreeM: Was heißt Fastfood? Ich glaube nicht, dass die Filme von Marvel einfach nur dahin geschmiert sind. Klar, es ist extrem viel Computeranimiert. Anders wäre es auch gar nicht machbar. Dennoch ist die Leistung der Schauspieler ordentlich. Und das handmade-Kino der 80er Jahre wird definitiv nicht zurück kommen.

Zu Zeiten als man Fuchur in der Unendlichen Geschichte noch mit Drahtseilen und 5 Personen zum Leben erweckte, sind vorbei. Und auch die Zeit der Augsburger Puppenkiste ist längst Geschichte. Dennoch darf man die Filme heute, auch wenn größtenteils Computererzeugt, nicht als grundsätzlich Schund bezeichnen.

Die Story, die Aufmachung, der Soundtrack, das schauspielerische Talent, die Charaktere machen schließlich den Film zu einem Gesamtkunstwerk. Apropos Kunstwerk: Ein Fettfleck in der Badewanne ist für manch einen auch ein Kunstwerk. Oder auch die geplatzte Konservendose, die in einer Vitrine steht, findet anspruchsvolle Käufer. Da oute ich mich lieber als Filmliebhaber der gesamten Filmepoche, inklusive Marvel als Filmemacher.

Okay, was Disney jetzt vor hat, einen weiblichen Thor und so einen Schwachsinn... Naja, da scheiden sich die Geister. Und mein Geist alleine ist geradezu zerfetzt, wenn er darüber nachdenkt. Aber bis Avengers: Endgame gefällt mir die Reihe äußerst gut und ich schaue mir immer wieder mal einen Teil an.

Ähnlich bei James Bond, wobei mir der neueste Bond in Person absolut nicht zusagt. Der Schauspieler ist kein englischer Gentleman, sondern ein US-Trampel. Und das merkt man sehr deutlich.
 
@Hanni&Nanni: Du vergleichst die Marvel Filme doch selbst als Bratwurst. Es ist eben leiche Kost ohne Tiefe und nur effekthasherrei.

Absolut keine Filme bei denen man das schauspielerische Talent loben kann.

Mich stört auch nicht die CGI Effekte, das ist alles ok. Was ich eher als schlimm empfinde ist, das Disney mit so großen Franchises andere Filme verdrängen. Die Kinos kaufen halt die Marvelfilme weil sichs verkauft. Das führt dazu das andere Filme kein Budget mehr bekommen und zurückgefahren werden.

Daher mein einwand das zuviel Fastfood ungesund ist. In dem Fall für die Kinolandschaft.

Ich kann bis heute nicht verstehen, wieso Endgame so großen Hype erzeugte, ein guter Film ist es eigentlich nicht. 3Std Effektballerrei ohne Inhalt sind für mich persönlich kein guter Film, aber das ist halt meine subjektive Bewertung.

Mal ein Big Mac macht durchaus Sinn und Spaß, mittlerweile hängen mir die Bürger aber zum Hals raus.
 
@ThreeM: Kritik an Disney finde ich immer angebracht, aber was Scorsese da macht ist der Reflex der in jeder Generation kommt, wenn man merkt das man nicht mehr gefragt ist. Scorsese hatte seine Erfolge, jetzt sind halt die Marvel Filme angesagt. Ich als Comic Fan musste ewig auf gescheite Verfilmungen mit meinen Lieblingen warten. Das heisst nicht das ich alle Filme gut finde, aber Scorsese muss jetzt halt damit leben.

Ausserdem, beschwert sich mit ihm ja gerade der Richtige. Wie krativ ist es denn mit immer den gleichen Schauspielern Filme zu drehen, so das man sie jetzt sogar schon digital verjüngen muss...?
 
@Dr. Mabuse: Das ist kein Reflex sondern seine Meinung und diese wird von vielen geteilt. Nicht angesagt ist auch so eine Sache, denn der gute Mann ist seit ej und je aktiv. Sowohl als Producer als auch als Director liefert er einen Hit nach dem anderen ab. Seit Jahren.

Und Scorsese dreht mitnichten immer mit den selben Darstellern. Das kannst du recht einfach über IMDB verifizieren.

Kritik an Scorsese in allen Ehren, aber dann sollte man vielleicht auch mit echten Argumenten kommen. Der Mann hat sich in der Filmbranche verdient gemacht und weiß sehr wohl von was er spricht.
 
@ThreeM: Haben sich Disney und Marvel sich nicht auch um die Filmbranche verdient gemacht? Da kann man Argumente dafür und dagegen bringen.
Aber das kann man umgekerht bei Scorsese auch, du magst sein Filme grundsätzlich? Prima, das solltest du und Scorsese aber auch den Fans von Marvel Verfilmungen zugestehen.

Er meint Marvel Filme erzählen keine richtige Geschichte.... wer bestimmt das denn, er? Das Kino wie Scorsese es offenbar sieht, hat es faktisch nie gegeben, denn es war schon immer "Vergnügunspark". Denn mit der Unterhaltung von Leuten ist Scorsese offenbar in seiner Karriere auch immer gut gefahren.
 
Er kritisiert nur, was sehr vielen klar ist, die auf die Kunst des Mediums stehen. Die Ansprüche haben sich mit den Hollywoodfilmen immer weiter hochgedreht, dagegen ist die Entwicklung des Populärfilms der letzten 20 Jahre eine Bankrotterklärung an die großen Meister des Zelluloids. Ich erinnere mich noch an die ewige Diskussion, dass Filme immer mehr mit Technik versuchen zu kaschieren, dass der Plot einfach großer Mist ist. Das war noch im letzten Jahrtausend. Wir sind bereits weit über Post Mortem hinaus.
 
Ich finde, dass nur sehr wenige Filme es heute schaffen, din Mittendringefühl zu erzeugen.
Gute Produktionen werden immer rarer,
lediglich meine Meinung.

Ich bin kein Avengers-Fan. allerdings fand ich Iron Man oder Thor, Captain America als Solo-Filme mega.
Nur diese Cross-Overs mag ich nicht.
 
@Racus: Crossover sind gut, so lange man es nicht überteibt.
 
Leider hat Scorsese mit seiner Aussage recht. Man merkt deutlich, dass die Studios in den letzten Jahren immer mehr auf sichere Nummern wie z.b. Superhelden-Filme setzen. Klar, die Produktionen werden immer teurer und ein Flopp könnte ruinös sein, aber das Problem ist selbst gemacht.
Jedes Studio versucht mit jedem neuen Blockbuster noch einen draufzusetzen und immer krassere Effekte zu präsentieren, was auch die Kosten explodieren lässt. Für Experimente ist da kein Platz. Eigentlich gibt es nur noch eine handvoll Regiseure, die Blockbuster inszinieren dürfen/können, die vom 08/15-Mainstream abweichen - z.b. Tarantino und Nolan, um hier mal zwei zu nennen.
 
@Bananajoe311: Filme von Scorsese, Tarantino oder Nolan sind auch nicht immer gut.
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