Nicht nur schneller - Computertrends für 2003
Der ewige Zweite auf dem umkämpften Markt für PC-Prozessoren, das US-amerikanische Unternehmen AMD, will im März oder April den ersten 64-Bit-Prozessor für Desktop-Rechner auf den Markt bringen. Damit zieht eine Technologie in den heimischen Computer ein, die es bisher nur für Server gab. AMD arbeitet für die Neuentwicklung eng mit Softwareherstellern zusammen, denn seine Stärken wird der Athlon XP 64 nur beim Einsatz von Programmen ausspielen können, die für einen 64-Bit-Prozessor geschrieben sind. Computeranwender müssten sich jedoch keine Sorgen machen, versichert AMD-Sprecher Jens Drews. Die neuen Prozessoren werden abwärtskompatibel sein und daher auch mit 32-Bit-Anwendungen und dem Betriebssystem Windows XP zusammenarbeiten.
Chip mit immer mehr Funktionen
Branchenprimus Intel sieht die Entwicklung gelassen. In den heutigen 32-Bit-Chips stecken nach Darstellung von Unternehmenssprecher Hans-Jürgen Werner noch Reserven. "Mit der Technik ist es möglich, bis zu vier Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher in einem Rechner anzusprechen. Heutige Systeme haben in der Regel nicht mehr als 512 Megabyte (MB)", erläutert Werner. Die 64-Bit-Technologie werde bisher nur im Server-Bereich benötigt. Und in diesem Marktsegment fühlt Intel sich gut aufgestellt.
Für PCs und kleinere Endgeräte geht Intel einen anderen Weg. Abgesehen davon, dass natürlich auch Intel-Chips immer schneller werden, planen die Amerikaner, immer mehr Funktionen direkt in den Chip zu integrieren. Dabei geht es vor allem um Kommunikation. "Ziel ist es, immer Funk auf dem Chip zu haben", sagt Werner. Das werde jedoch voraussichtlich erst in sieben bis zehn Jahren der Fall sein.
Unter dem Codenamen Banias arbeitet das Unternehmen außerdem an einer neuen Chip-Plattform für Notebooks. Sie soll wesentlich längere Batterielaufzeiten ermöglichen. Außerdem wird die drahtlose Datenübertragung per Wireless-LAN direkt mit eingebaut sein.
Smart Displays
Mobilität spielt auch für Microsoft eine große Rolle. Nachdem der weltweit größte Softwarehersteller mit dem Tablet PC im Herbst eine neue Computerart für Geschäftskunden zusammen mit Hardwareherstellern auf den Markt gebracht hat, kommen im ersten Quartal 2003 die Privatkunden zum Zuge. Mit so genannten Smart Displays - eine Verbindung aus PC und berührungsempfindlichem Bildschirm in einem Gerät - will Microsoft den Computer und seine Software in jeden Bereich des Lebens bringen. Nutzer sollen das Display vom Schreibtisch mit auf die Couch und die Küche nehmen, um auf diese Weise alle Informationen - von der E-Mail bis zum Kochrezept - immer und überall verfügbar zu haben. Das verspricht der Softwarekonzern zumindest in der Werbung.
Mit immer leistungsfähigeren und zugleich handlicheren Endgeräten sowie mehr künstlicher Intelligenz in Hard- und Software wird die Computertechnik weiter ins alltägliche Leben vordringen. Nach dem Siegeszug des PC auf dem Schreibtisch im Büro und zu Hause sehen die Hersteller Computer bald in allen Lebensbereichen. Das ist in manchen Fällen sicher wünschenswert. Für die Industrie ist es eine Notwendigkeit, denn der PC-Absatz stagniert. Die Unternehmen müssen also neue Märkte finden oder schaffen.
(elias.e -> N24.de; ddp)
Chip mit immer mehr Funktionen
Branchenprimus Intel sieht die Entwicklung gelassen. In den heutigen 32-Bit-Chips stecken nach Darstellung von Unternehmenssprecher Hans-Jürgen Werner noch Reserven. "Mit der Technik ist es möglich, bis zu vier Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher in einem Rechner anzusprechen. Heutige Systeme haben in der Regel nicht mehr als 512 Megabyte (MB)", erläutert Werner. Die 64-Bit-Technologie werde bisher nur im Server-Bereich benötigt. Und in diesem Marktsegment fühlt Intel sich gut aufgestellt.
Für PCs und kleinere Endgeräte geht Intel einen anderen Weg. Abgesehen davon, dass natürlich auch Intel-Chips immer schneller werden, planen die Amerikaner, immer mehr Funktionen direkt in den Chip zu integrieren. Dabei geht es vor allem um Kommunikation. "Ziel ist es, immer Funk auf dem Chip zu haben", sagt Werner. Das werde jedoch voraussichtlich erst in sieben bis zehn Jahren der Fall sein.
Unter dem Codenamen Banias arbeitet das Unternehmen außerdem an einer neuen Chip-Plattform für Notebooks. Sie soll wesentlich längere Batterielaufzeiten ermöglichen. Außerdem wird die drahtlose Datenübertragung per Wireless-LAN direkt mit eingebaut sein.
Smart Displays
Mobilität spielt auch für Microsoft eine große Rolle. Nachdem der weltweit größte Softwarehersteller mit dem Tablet PC im Herbst eine neue Computerart für Geschäftskunden zusammen mit Hardwareherstellern auf den Markt gebracht hat, kommen im ersten Quartal 2003 die Privatkunden zum Zuge. Mit so genannten Smart Displays - eine Verbindung aus PC und berührungsempfindlichem Bildschirm in einem Gerät - will Microsoft den Computer und seine Software in jeden Bereich des Lebens bringen. Nutzer sollen das Display vom Schreibtisch mit auf die Couch und die Küche nehmen, um auf diese Weise alle Informationen - von der E-Mail bis zum Kochrezept - immer und überall verfügbar zu haben. Das verspricht der Softwarekonzern zumindest in der Werbung.
Mit immer leistungsfähigeren und zugleich handlicheren Endgeräten sowie mehr künstlicher Intelligenz in Hard- und Software wird die Computertechnik weiter ins alltägliche Leben vordringen. Nach dem Siegeszug des PC auf dem Schreibtisch im Büro und zu Hause sehen die Hersteller Computer bald in allen Lebensbereichen. Das ist in manchen Fällen sicher wünschenswert. Für die Industrie ist es eine Notwendigkeit, denn der PC-Absatz stagniert. Die Unternehmen müssen also neue Märkte finden oder schaffen.
(elias.e -> N24.de; ddp)
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