Fully Licensed GmbH analysiert Windows Product Activation
Berlin, den 9. Juli 2001. Die Fully Licensed GmbH, Berlin, hat die
umstrittene Aktivierungsprozedur des neuen Betriebssystems Windows XP
analysiert. "Wir beenden damit die Spekulationen über das mögliche
Ausspähen von Hardwarekonfigurationen, installierter Software oder gar
persönlicher Daten", so Thomas Lopatic, technischer Geschäftsführer
von Fully Licensed. In einer umfassenden technischen Analyse der
"Windows Product Activation" stellte das Unternehmen fest, dass neben
unbedenklichen Informationen zur eingesetzten Hardware lediglich die
Seriennummer der erworbenen Kopie von Windows XP gegenüber Microsoft
offengelegt wird.
Der von Microsoft vorgestellte Aktivierungsmechanismus soll in dem ab
Herbst ausgelieferten Betriebssystem Windows XP als Maßnahme gegen
Softwarepiraterie zum Einsatz kommen. Die Frage nach der Natur der
während der Aktivierung übertragenen Informationen wurde von dem
Unternehmen nur vage beantwortet. Dies ließ Anwender befürchten, dass
eine Umrüstung des Computers eine erneute Aktivierung erfordern oder
Microsoft detaillierte Informationen über die eingesetzte
Hardwarekonfiguration erlangen könne. Die Fully Licensed GmbH
analysierte jetzt den Aktivierungsmechanismus einer Vorabversion
(Release Candidate 1) von Windows XP. Sie kommt damit dem berechtigten
Interesse zukünftiger Anwender entgegen. Dabei deckten die Experten
auf, dass zwar zehn unterschiedliche Hardwaremerkmale die an Microsoft
übertragene eindeutige Hardwarekennung bestimmen. Ausgehend von der
Hardwarekennung sind jedoch keine Rückschlüsse auf die tatsächlich
vorhandene Hardware möglich. Die einzige weitere übertragene
Information ist die Produkt-Identifikation. Sie wird als eine Art
Seriennummer mit den Windows XP-CD-ROMs ausgeliefert.
Typische Hardware-Updates sind ebenfalls problemlos. "Erst nach einer
Änderung von mehr als drei der berücksichtigten zehn Hardwaremerkmale
- beispielsweise durch einen Austausch der Festplatte, des
CD-ROM-Laufwerks und des Mikroprozessors, sowie einer Aufrüstung des
Hauptspeichers - ist eine erneute Aktivierung erforderlich. Bei
Notebooks mit Docking-Station ist die Regelung noch etwas liberaler",
so Thomas Lopatic.
"Angesichts der Unbedenklichkeit der erfassten Daten sind wir
erstaunt, dass Microsoft nicht offener über den
Aktivierungsmechanismus informiert", ergänzt der kaufmännische
Geschäftsführer Matthias Kunze. "Schließlich haben die
Softwarehersteller ein berechtigtes Interesse, das Problem der
Raubkopien endlich in den Griff zu bekommen."
Dazu sollten aus Sicht der Fully Licensed-Experten die
Softwarehersteller ihren Kunden auch wirtschaftliche Anreize bieten,
Software zu lizenzieren. "Andernfalls droht der Softwareindustrie das
gleiche Schicksal wie der Musikindustrie", so Kunze
weiter. Lizenzmodelle wie Software-Miete oder -Leasing bieten eine
wirtschaftliche Alternative zum Einsatz raubkopierter Software. Die
notwendige technologische Grundlage existiert bereits. "Mittels
Wasserzeichen-Technologie, automatisierter Verschleierung von
Programmfunktionalität und Lizenzmanagement macht unsere ganzheitliche
Lösung Lizenzbedingungen sowohl transparent als auch durchsetzbar",
erklärt Thomas Lopatic.
Ein ausführliches technisches Paper das den Aktivierungsmechanismus
eingehend dokumentiert, findet sich zusammen mit einem
Demonstrationsprogramm und dessen Quelltext auf der Website
http://www.licenturion.com/xp/.