Was kann schon schiefgehen? - Grok wird mit US-Militär-IT verzahnt
Elon Musks KI-Chatbot Grok steht zwar immer wieder massiv in der Kritik, das hält den US-Kriegsminister Pete Hegseth aber nicht davon ab, dessen umfassende Integration in die IT-Systeme des US-Militärs zu planen.
Der Schritt erfolgt ausgerechnet in einer Phase, in der Grok international unter massiver Kritik steht. In den vergangenen Tagen wurde dem Chatbot vorgeworfen, ungefragt sexualisierte Deepfake-Bilder zu erzeugen. Die britische Medienaufsicht Ofcom leitete eine offizielle Untersuchung ein und sprach von "tief besorgniserregenden Berichten" über die digitale Erstellung sexualisierter Darstellungen von Frauen, Mädchen und sogar Kindern. Malaysia und Indonesien reagierten bereits drastisch und blockierten die Plattform vollständig.
Sollte Ofcom zu dem Schluss kommen, dass britisches Recht verletzt wurde, drohen der Plattform X milliardenschwere Strafen: Entweder bis zu zehn Prozent des globalen Umsatzes oder mindestens 24 Millionen Dollar. Auch seitens der EU dürfte in diesem Zusammenhang mit einer Prüfung zu rechnen sein. X hat inzwischen die Bildbearbeitungsfunktion von Grok auf zahlende Nutzer beschränkt und betont, man gehe gegen illegale Inhalte vor. Kritiker halten die Maßnahmen jedoch für unzureichend.
Hegseths Haltung markiert einen deutlichen Bruch mit der vorsichtigeren Linie der Biden-Regierung, die klare Leitplanken für den militärischen Einsatz von KI gesetzt hatte, darunter Verbote automatisierter Systeme, die Grundrechte verletzen oder nukleare Waffensysteme steuern könnten. Ob diese Einschränkungen unter Präsident Donald Trump weiterhin gelten, ist derzeit unklar.
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Auch geheime Netzwerke
Wie das Pentagon mitteilte, sei eine weitreichende Einbindung Groks in die digitale Infrastruktur vorgesehen. Das umfasse auch als geheim eingestufte Netzwerke, wie Hegseth bei einem Auftritt im SpaceX-Hauptquartier im Süden von Texas erklärte. Demnach soll das System noch im Laufe dieses Monats innerhalb des Ministeriums aktiviert werden und künftig gemeinsam mit Googles generativer KI-Plattform im Pentagon arbeiten.Der Schritt erfolgt ausgerechnet in einer Phase, in der Grok international unter massiver Kritik steht. In den vergangenen Tagen wurde dem Chatbot vorgeworfen, ungefragt sexualisierte Deepfake-Bilder zu erzeugen. Die britische Medienaufsicht Ofcom leitete eine offizielle Untersuchung ein und sprach von "tief besorgniserregenden Berichten" über die digitale Erstellung sexualisierter Darstellungen von Frauen, Mädchen und sogar Kindern. Malaysia und Indonesien reagierten bereits drastisch und blockierten die Plattform vollständig.
Sollte Ofcom zu dem Schluss kommen, dass britisches Recht verletzt wurde, drohen der Plattform X milliardenschwere Strafen: Entweder bis zu zehn Prozent des globalen Umsatzes oder mindestens 24 Millionen Dollar. Auch seitens der EU dürfte in diesem Zusammenhang mit einer Prüfung zu rechnen sein. X hat inzwischen die Bildbearbeitungsfunktion von Grok auf zahlende Nutzer beschränkt und betont, man gehe gegen illegale Inhalte vor. Kritiker halten die Maßnahmen jedoch für unzureichend.
Bruch mit Biden
Hegseth gab sich von den Vorwürfen allerdings unbeeindruckt. Seine Vision für den Einsatz von KI im Militär beinhalte Systeme, die "ohne ideologische Beschränkungen" operieren könnten. Grok wird von Musk gern als nicht-woker KI-Chatbot angepriesen, was letztlich bedeutet, dass das System kein Problem mit der Verbreitung von Desinformation und diskriminierenden Inhalten wie Antisemitismus hat.Hegseths Haltung markiert einen deutlichen Bruch mit der vorsichtigeren Linie der Biden-Regierung, die klare Leitplanken für den militärischen Einsatz von KI gesetzt hatte, darunter Verbote automatisierter Systeme, die Grundrechte verletzen oder nukleare Waffensysteme steuern könnten. Ob diese Einschränkungen unter Präsident Donald Trump weiterhin gelten, ist derzeit unklar.
Zusammenfassung
- US-Kriegsminister plant Integration von Musks KI-Chatbot Grok ins Militär
- Grok soll noch diesen Monat gemeinsam mit Googles KI-System im Pentagon arbeiten
- Chatbot steht wegen ungefragt erzeugter sexualisierter Deepfakes unter Kritik
- Großbritannien untersucht Vorwürfe, Malaysia und Indonesien blockieren Plattform
- Hegseth wünscht sich KI-Systeme ohne ideologische Beschränkungen im Militär
- Kurs stellt Bruch mit Bidens vorsichtigerer Linie beim militärischen KI-Einsatz dar
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