johnnydoe

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johnnydoe

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  • 15.11.06
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Großbritannien: Windows doch günstiger als Linux

@MaloFFM:
Ein paar Kritikpunkte seien da schon gestattet:
1. http://news.zdnet.co.uk/software/0,1000000121,39284683,00.htm
Der Artikel beleuchtet die Sachlage doch etwas differenzierter und nennt einige Ursachen für die Kosten und letztendlich das Scheitern:
- "Decision Making",
- "Project Management",
- "Shortage of Skills". Ein Migrationsprojekt im Umfang von 1500 Arbeitsplätzen erfordert eine doch intensive Kenntnis des Zielsystems.

2. Dein Punkt, "Windows User sind offen für Neues [sic!]", ist ja wohl nicht ganz ernst gemeint. Die sind so offen für Neues, dass sie schon am Rad drehen, wenn ein Icon mal mehr als 8 Pixel verschoben ist. Die große Mehrzahl der Computer User - bei über 90% Marktanteil quasi synonym zu "Windows User" - will gar keine, überhaupt keine und am liebsten noch weniger Änderungen am System.

3. "Technischer Wirrwarr". Für den Windows User mag es etwas befremdlich sein, dass es auf einmal mehrere Wege zum Ziel gibt, der Linuxer will die damit einhergehenden Optimierungspotentiale nicht missen. Abgesehen davon vermengst Du gerade Administration und Anwendung. Ein schöner Punkt bei Linux ist die strikte Trenneung zwischen den beiden Bereichen. In etwas größeren Netzen ist das Gold wert.

4. Unnötiger Komfort: Das lässt sich ja wohl mit "kenn ich nicht, brauch ich nicht" beschreiben. Sorry, aber Du zeigst gerade auf wunderbare Weise die Aufgeschlossenheit eines Windwos-Users. Für alles Neue, solange es sich bloß nicht vom Althergebrachten unterscheidet!

4a Copy&Paste mit mittlerer Maustaste. Ja, das ist ein Argument. Dadurch erspart man sich nämlich einen Arbeitsschritt.

4b KDE und GNOME sind einfach zu bedienen. Und zur Not kann man die Sachen auch so einstellen, dass sie aussehen wie Windows. Wenn's der User mag ...

4c Dein Argument mit dem Mounten mobiler Datenträger hat sich selbst überlebt. D-Bus und HAL sage ich da nur.

4d Virtuelle Desktops: Schon mal ausprobiert? Bei zahlreichen offenen Anwendungen sehr praktisch Hab's in meinem Netz nach einigen negativen Kommentaren allerdings wieder deaktiviert. Du weißt schon: Der berühmte Anpassungswille von Windows-Usern...

4e Sicherheit und Verbreitung: Du hast Recht, allerdings anders, als Du denkst: Um eine ähnliche Verbreitung wie Windows zu finden, müsste Linux so monolithisch und verworren geschrieben sein, dass Konkurrenzprodukte außen vor blieben. Dadurch würde es ein statisches Ziel bieten.

5. IT-Entscheider und Kosten: Da ist sie wieder, die von Dir so hoch gelobte Offenheit des "Windows Users"! Wo soll denn bitte der "Bruch der Produktivität" herkommen? Bei einer Migration in der Größenordnung 1500 Rechnern aufwärts kann man wohl einen sorgfältig eingerichteten Desktop erwarten. Der liefert dann genau, was die Anwender brauchen. Nicht mehr und nicht weniger. Du glaubst ja gar nicht, wie produktivitätssteigernd das Fehlen von Multimedia-Software sein kann..
"ich spare mir noch sinnlose Schulungskosten für die Migration eines anderen Betriebssystems": Mit diesem Satz hast Du hervorragend Deine Grundthese von der Offenheit der Windows-User widerlegt. Nochmal: Man kann einen Linux-Desktop so einrichten, dass der Anwender damit auch ohne großartige Schulung klarkommt!

Ich danke Dir für Deine ausführliche Darstellung und die damit einhergehenden Einblicke in die Psyche eines Windows-Verfechters.

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