- 09.04.26
- 13:25
- Artikel
-
+1
Škoda: Fahrradklingel 'knackt' Geräuschunterdrückung von Kopfhörern
Meine Vermutung: pseudowissenschaftlich unterstützter Marketing-Bullshit. Der mehrmals im Video hörbare Klingel-Sound enthält auch quasi gar keine wahrnehmbaren Anteile im Bereich 700Hz...800Hz des Frequenzspektrums, kann jeder einfach mit Specdroid o.ä. Apps testen. Entweder ist der Ton sowieso nur generiert (Video-Bild und -Sound passen an den Stellen auch nicht wirklich zusammen) und/oder die Klingel bringt tatsächlich kein hörbares 750Hz-Signal zustande. Das passt auch zum Design. Im Video ist das Design-Prinzip nämlich nachvollziehbar: eine Seite ist eine klassische Glocke die ja bekanntermaßen sehr effektiv "klingt" (übrigens immer als Mischung verschiedener Tonhöhen, hier laut meiner Analyse hauptsächlich bei 5Khz und 2Khz)... Eine Glocke die im Bereich 700Hz...800Hz klingen soll, müsste physikalisch bedingt viel größer sein. Die andere Seite der Klingel besteht zwar design-technisch ebenfalls aus einer Glocke, aber der Schlagpunkt befindet sich auf einer Art ausgeschnittenen, länglichen Halbinsel, die nur mit einem mittigen, schmalen Steg mit der eigentlichen (Deko-)Glocke verbunden ist. Nur dieser kleine Teil führt dann anscheinend eine Torsionsschwingung mit ca. 750Hz aus (zumindest in der präsentierten CAD-Simulation aus dem Video). Allerdings kann es sich bei dem kleinen Teil nur um ein Bruchteil der Schallenergie der eigentlichen Glocke handeln und es dürfte sich höchstens um ein kaum bis gar nicht hörbares Nebengeräusch handeln. Es gibt also eine Glocke, damit überhaupt etwas zu hören ist, und einen nicht hörbaren Torsionsschwinger als Rechtfertigung für die 750Hz. Marketing halt.
Kommentare
216
Kommentare
geschrieben
157
Antworten
erhalten
585
Likes
erhalten
"Zerschneiden" eines Photons erzeugt unendlich viele neue Lichtteilchen
@pcfan: Selbst das wäre ja nicht korrekt. Es geht dabei nicht um einzelne "neue" Photonen die entstehen würden, sondern um einen bestimmten Quantenzustand, der gewisse Anteile von vielen verschiedenen Photonenzuständen enthalten würde (vielleicht anschaulich gesagt, viele verschiedene Frequenzen enthalten würde). Und die Zahl "unendlich" kommt dabei nur als theoretischer Grenzfall eines "unendlich schnellen" Schaltens, was real sowieso nicht möglich ist.
Unser Universum könnte sehr viel früher enden als gedacht
Habe um Zeit zu sparen nur die Überschrift gelesen, wie lange haben wir noch?
Škoda: Fahrradklingel 'knackt' Geräuschunterdrückung von Kopfhörern
Meine Vermutung: pseudowissenschaftlich unterstützter Marketing-Bullshit. Der mehrmals im Video hörbare Klingel-Sound enthält auch quasi gar keine wahrnehmbaren Anteile im Bereich 700Hz...800Hz des Frequenzspektrums, kann jeder einfach mit Specdroid o.ä. Apps testen. Entweder ist der Ton sowieso nur generiert (Video-Bild und -Sound passen an den Stellen auch nicht wirklich zusammen) und/oder die Klingel bringt tatsächlich kein hörbares 750Hz-Signal zustande. Das passt auch zum Design. Im Video ist das Design-Prinzip nämlich nachvollziehbar: eine Seite ist eine klassische Glocke die ja bekanntermaßen sehr effektiv "klingt" (übrigens immer als Mischung verschiedener Tonhöhen, hier laut meiner Analyse hauptsächlich bei 5Khz und 2Khz)... Eine Glocke die im Bereich 700Hz...800Hz klingen soll, müsste physikalisch bedingt viel größer sein. Die andere Seite der Klingel besteht zwar design-technisch ebenfalls aus einer Glocke, aber der Schlagpunkt befindet sich auf einer Art ausgeschnittenen, länglichen Halbinsel, die nur mit einem mittigen, schmalen Steg mit der eigentlichen (Deko-)Glocke verbunden ist. Nur dieser kleine Teil führt dann anscheinend eine Torsionsschwingung mit ca. 750Hz aus (zumindest in der präsentierten CAD-Simulation aus dem Video). Allerdings kann es sich bei dem kleinen Teil nur um ein Bruchteil der Schallenergie der eigentlichen Glocke handeln und es dürfte sich höchstens um ein kaum bis gar nicht hörbares Nebengeräusch handeln. Es gibt also eine Glocke, damit überhaupt etwas zu hören ist, und einen nicht hörbaren Torsionsschwinger als Rechtfertigung für die 750Hz. Marketing halt.
Škoda: Fahrradklingel 'knackt' Geräuschunterdrückung von Kopfhörern
@Robin02: Naja so ist das ganz sicher nicht gemeint. Fußgänger denen bewusst ist, dass ein Radfahrer sie überholt, sind vorsichtiger in ihren Bewegungen, machen keine plötzlichen Kurswechsel, machen mehr Platz. Man kann genauso gut an "nicht wissenden" Fußgängern vorbeifahren, nur dann ist die Wahrscheinlichkeit eben höher, dass etwas Unvorhersehbares passiert.
Vor Glück weinende Venezolaner? Virales Video ist KI-generierter Fake
@FuzzyLogic: Hm ich weiß nicht, da wird sich eben eine neue Wahrnehmung einstellen. Jeder wird wissen, dass Fotos und Videos nicht mehr als objektive Beweise taugen. Die Bedeutung verschiedener Medien wird sich verschieben. Davon wird die Welt schon nicht untergehen. Von anderen Dingen vielleicht schon eher.
Kein Kühlmittel mehr: Durchbruch bei magnetischer Kühltechnologie
Najaa... Lasst mich mal richtigstellen... Diese Forscher haben keine Kühltechnologie neu entwickelt! Sie haben ein neues (aber nicht komplett neuartiges) Material entwickelt, das einen höheren (bereits lange bekannten) magnetokalorischen Effekt zeigt als bisherige Materialien. Das ist ganz sicher eine tolle Leistung und wichtig für die Gesamtentwicklung, aber sowas wird in Pressemitteilungen immer als "bahnbrechend" dargestellt und von einigen Medien dann nochmal aufgeputscht. Diese Forscher haben ganz sicher gute Arbeit geleistet, aber die Kühltechnologie oder gar Kühlgeräte haben sie nicht (neu) entwickelt. Hier darf man ruhig mal den ersten und bisher einzigen kommerziellen Anbieter von Kühlgeräten auf Basis des magnetokalorischen Effekts nennen, der aus (ja tatsächlich) Deutschland kommt: MAGNOTHERM aus Darmstadt als Ausgründung der TU Darmstadt. Vielleicht werden die ja irgendwann das Material der Forscher für ihre Geräte nutzen.
Airbus-Notfall: Kritische Bit-Flips in Flugsoftware gefährden 6000 Jets
@pcfan: Ja genau, wobei ich hier aber nicht von "Schäden" sprechen würde und auch keine Notlandung nötig wäre. Die Korrektur passiet ständig im Hintergrund. Ein Bit-Flip passiert halt mal, das ist eine ungewollte Umschaltung 1-->0 oder 0-->1 an einer Speicherstelle, also eher ein "Datenschaden". Dadurch, dass es dreifache Speicherung/Übertragung gibt, kann man in fast allen Fällen erkennen, dass etwas nicht stimmt. Z.B. 000 --> 010 wird wieder korrigiert zu 000. Dass zufällig an zwei Stellen der Dreifach-Daten so ein Bit-Flip passiert, ist sehr sehr unwahrscheinlich.
Weltpremiere: Hamburg nimmt allererstes 'Straßenkraftwerk' in Betrieb
Hm, diese ganzen Energy-Harvesting-Geschichten in Gehwegen und Straßen finde ich immer etwas überbewertet... Das klingt für Laien immer ganz toll, aber ist doch im besten Fall ineffizient, wenn nicht sinnlos. Wie im Artikel ja beschrieben, fällt die Energie nicht vom Himmel, Passanten müssen mehr Energie aufwenden (Laufen wird anstrengender) bzw. Autos müssen mehr Gas geben, verbrauchen mehr Sprit. Und die Energieumwandlung ist dann üblicherweise noch Völlig ineffizient, da kann man lieber Personen direkt auf ein Generator-Ergometer setzen oder einen Dieselmotor an einen Stromgenerator anschließen. Dass die Dinger bei Bremsvorgängen mehr Sinn ergeben, stimmt schon, aber die Effizienz ist vermutlich sehr viel geringer als bei einer direkten Bremsenergierückgewinnung innerhalb des Autos, die ja sowieso mehr und mehr mit E-Autos kommen.
Nach 2024-Debakel: Coca-Cola scheitert erneut bei KI-Werbespot
@SunBlack: Dieser Vergleich würde nur Sinn machen, wenn die Qualität gleich bliebe. Es wäre also mal interessant zu wissen, wie lange sie mit KI an so einem Video sitzen müssten, um auf ein klassisch gutes Erscheinungsbild zu kommen. Aber ich vermute, da läuft man irgendwann in eine Begrenzung, die einem mit noch so viel Prompting nicht erlaubt, die Sache weiter zu verbessern. (Meine Güte, alleine die Trucks sehen nach jedem Schnitt ganz anders aus...)
Ein Jahrzehnt beobachtet: Social-Media-Nutzung macht Kinder dumm
Im Text steht korrekterweise: "Da es sich um eine Beobachtungsstudie handelt, beweisen die Ergebnisse keinen direkten Ursache-Wirkungs-Zusammenhang." Und wie betitelt man den Artikel dann? Na klar die maximal reißerische Tatsachen-Verdrehung: "Social-Media-Nutzung macht Kinder dumm". Es ist eine reine Korrelation gezeigt, aber nicht, dass das eine das andere verursacht, oder umgekehrt, oder noch viel wahrscheinlicher: dass beide Aspekte gemeinsame Ursachen haben. Letztendlich wird es ein komplexes Zusammenspiel aus allen dreien sein. Und genau deswegen ist es ja auch unmöglich, daraus einfache und eindeutige Schlüsse zu ziehen, und genau deswegen machen es die Forschenden auch nicht. (Im Gegensatz zu Winfuture)