Anthringer

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  • 28.04.21
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Apple: EU-Verfahren zu App Store-Praktiken steht in Startlöchern

@ger_brian: Über Legalität oder Illegalität habe ich und will ich nicht richten. Ich hab mir jedenfalls die dreistündige Anhörung vor dem US-amerikanischen Senat gegeben. Da ging es natürlich u. a. auch um die Frage, ob die jetzige Gesetzgebung überhaupt noch ausreichend/zeitgemäß ist. Sowohl Demokraten als auch Republikaner waren in diesem Kontext äußerst kritisch gegenüber dem Treiben des Apple-Konzerns, und es ist wahrscheinlich, dass hier in den kommenden Monaten und Jahren ein neues Wettbewerbsrecht beschlossen wird.

So lächerlich kann es im Übrigen nicht sein, was ich sage, denn das sind im Wesentlichen Erkenntnisse aus dem Epic-Rechtsstreit und der Senatsanhörung. Genau solche Argumente und Aspekte scheinen für die Bewertung eine große Rolle zu spielen, gerade alles zusammengenommen.

  • 28.04.21
  • 16:08
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Apple: EU-Verfahren zu App Store-Praktiken steht in Startlöchern

@ger_brian: Und dieses "Kunden können jederzeit wechseln." stimmt auch nicht. Apple verwendet so viele Lock-In-Techniken, um die Kunden einzusperren, dass es eben nicht jederzeit möglich ist zu wechseln. Das beginnt bei kleinen Dingen wie z. B. dass es andere Ladekabel gibt. Die meisten Apple-Produkte sind nur in Verbindung mit anderen Appleprodukten funktionsfähig - möchte man wechseln, muss man das gesamte Ökosystem austauschen. Apple wollte auch mal iMessage auf Android bringen - hat sich aber dann aber dagegen entschieden, weil sie gemerkt haben, dass es ein Lock-In-Effekt hat. Wer iMessage nutzt, der wird schwerlich auf Android wechseln. Da kam auch vieles schon durch das Epic-Gerichtsverfahren ans Licht - wo diese Intentionen auch durch Aussagen von ehem. Apple-Mitarbeitern bestätigt wird.

  • 28.04.21
  • 15:56
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Apple: EU-Verfahren zu App Store-Praktiken steht in Startlöchern

@ger_brian: Nochmal. Im echten Leben gibt es Konkurrenz. Wenn mir (egal ob als Händler oder als Kunde) Media Markt nicht passt, dann geh ich einfach zu einem anderen Elektronikfachhändler oder zu einem Onlinehändler. Auf iOS können sich weder Kunden noch Händler entscheiden, woher sie ihre Apps beziehen bzw. anbieten - alles MUSS über den App Store stattfinden. Alternative App Stores sind nicht erlaubt. Apple besitzt zwar auf dem Smartphonemarkt kein Monopol, aber auf iOS. Im Übrigen kann sich auch kein App-Entwickler leisten die Plattform nicht zu bedienen.

Der Unterschied zwischen dem App Store und dem PlayStation Store ist im Übrigen, dass App Store weit größer und weit breiter aufgestellt ist. Er ist quasi dein Zugang zum Internet. Auf Windows geht man auf 'ne Webseite und lädt das Programm herunter. Apple hat sich mit dem App Store zum Gatekeeper des Internets gemacht, egal ob Spiele, Musik, Bücher, Filme, Produktivität. Das ist eine ganz andere Dimension.

  • 28.04.21
  • 04:29
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Apple: EU-Verfahren zu App Store-Praktiken steht in Startlöchern

Es ist z. B. auch nicht wirklich möglich die Standard-Musik-App von Apple Music auf Spotify zu ändern. Das alles stinkt gewaltig. Noch schlimmer erging es Tile. Ich empfehle mal in die Senatsanhörung von vor einigen Tagen reinzuhören, wo u. a. Spotify und Tile ausgesagt haben.

  • 28.04.21
  • 04:18
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  • +8-2

Apple: EU-Verfahren zu App Store-Praktiken steht in Startlöchern

@ger_brian: Das Problem ist ja nicht, dass es "ein digitaler Store" ist, der 30 Prozent Provision erhebt, sondern dass es "der digitale Store" ist - der einzige, der auf iOS erlaubt ist. Diese Monopolstellung erlaubt es Apple beliebig Provision zu kassieren und Regeln aufzustellen, welche die Konkurrenz unterdrücken. Wie soll bspw. Spotify preislich jemals mit Apple Music mithalten können in diesem Kontext? Es ist nicht einmal erlaubt in der eigenen App auf den Rabatt hinzuweisen, den man über die Webseite o. Ä. haben könnte.

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