Bundesnetzagentur: Wieviel Bandbreite immer ankommen muss
Der Thread ist ja schon etwas älter, bin aber gerade darauf gestoßen, da mich das hier diskutierte Problem genauso wie Euch beschäftigt!
Was die Messung der Bandbreite beim Teilnehmer angeht wäre ich auch dafür es in ähnlicher Form zu messen wie Strom- und Wasserverbrauch wie es 'Michael41a' vorgeschlagen hat. Das ist sicher für den Einen oder Anderen etwas gewöhnungsbedürftig, da man im Gegensatz zu Strom und Wasser etwas Substanzloses misst.
Damit wären aber, lässt man die rein rechtlich begründeten Argumente beiseite, die meisten anderen Punkte wie technische Probleme beim ISP oder garnicht vorhandener Bandbreite, lügende Anbieter etc. hinfällig. Man bezahlt nur das was man nutzt nicht das was man (angeblich) bekommt! Man bezahlt ja auch nicht den Wasserverlust vor der Wasseruhr (höchstens indirekt uber den allgemeinen Wasserpreis pro Kubikmeter).
Ein solches zuverlässiges Mess-Tool ist tatsächlich leicht zu programmieren (habe ich schon vor mehr als 10 Jahren mal gemacht, allerdings in einem anderem Zusammenhang).
Wichtig dabei wäre es aber auch dieses Tool nicht vom Anbieter selbst programmieren zu lassen, sondern es z.B. nach (DIN-)Regeln zu spezifizieren, extern kontrolliert entwickeln zu lassen und mit geeigneten Maßnahmen zu "verplomben" sonst haben wir, wie schon von 'Spegnn' erwähnt, eine "Dieselaffäre" auch bei den ISP-Providern ;-)
Allerdings ergibt sich daraus einige Probleme die auf den ersten Bick nicht ganz so offensichtlich sind, nämlich der Einfluss einer übertragungstechnisch schlechten Verbindung bei der die Datenübertragung unzuverlässig ist (z.B. Paketverluste) und deren Ursache außerhalb des vom ISP verantwortlich verwalteten Netzes (z.B. im weiteren Ausland) auftritt. In diesem Fall müssen die Pakete erneut angefordert und gesendet werden (TCP/IP ist ein gesichertes Übertragungsverfahren) was die Brutto-Bitrate erhöht! Daher kommt es darauf an was und wo gemessen wird d.h. der ankommende Bitstrom in der Netzwerkkarte (Brutto-Bitrate) oder nach dem TCP/IP-Stack (Netto-Bitrate). Und wem lastet man dann den Unterschied an, wenn diese Werte häufig und signifikant unterschiedlich sind? Was ist mit Verbindungsabbrüchen am Ende einer großen, langwierigen Datenübertragung (wer hat das nicht schon selbst erlebt)? Was ist wenn die Probleme beim Kunden alleine liegen (z.B. wenn die Datenübernahme/-anforderung izu langsam ist wegen eingeschränkter Leistungsfähigkeit seiner HW und die Verbindung deshalb zusammenbricht)?
Anders als bei Strom und Wasser ist die bereits empfangene Datenmenge dann meist komplett unbrauchbar. Weder das ISP-Unternehmen noch der Kunde wären dafür verantwortlich zu machen! Außerdem wäre es wohl ziemlich schwierig und aufwendig den Verursacher festzustellen und ihn dafür haftbar zu machen (geht wohl nur, wenn überhaupt, über detaillierte nationale und internationale Vereinbarungen)!
Allerdings glaube auch ich nicht daran, dass eine solche Vorgehensweise irgendeine Aussicht hätte in naher Zukunft umgesetzt zu werden. Das liegt m.E. einfach daran, dass das Problem der niedrigen "Netzabdeckung" in unserem Land noch offensichtlicher werden würde als es ohnehin schon ist, wenn man die so gewonnenen BB-Daten auswerten würde.
Es würde m.M. nach ein ziemliches "Buhei" auslösen und die verantwortlichen Politiker ziemlich alt aussehen lassen. Daher hat z.Zt. niemand von den zuständigen Personen daran ein Interesse. Erst wenn das Bandbreitenproblem durch höhere Investitionen zur besseren/vollen Netzabdeckung generell gelöst ist und jeder Teilnehmer seine gewünschte Bandbreite bekommen kann wird man einem solchen Verfahren von verantwortlicher Seite vielleicht zustimmen. Dann ist es aber höchstens offiziell noch zum Beweis der vollen Netzabdeckung sowie einer gerechteren Abrechnung erforderlich, nicht aber zur Beweisführung einer zu niedrigen Bandbreite!
Kommentare
1
Kommentare
geschrieben
0
Antworten
erhalten
0
Likes
erhalten
Bundesnetzagentur: Wieviel Bandbreite immer ankommen muss
Der Thread ist ja schon etwas älter, bin aber gerade darauf gestoßen, da mich das hier diskutierte Problem genauso wie Euch beschäftigt!
Was die Messung der Bandbreite beim Teilnehmer angeht wäre ich auch dafür es in ähnlicher Form zu messen wie Strom- und Wasserverbrauch wie es 'Michael41a' vorgeschlagen hat. Das ist sicher für den Einen oder Anderen etwas gewöhnungsbedürftig, da man im Gegensatz zu Strom und Wasser etwas Substanzloses misst.
Damit wären aber, lässt man die rein rechtlich begründeten Argumente beiseite, die meisten anderen Punkte wie technische Probleme beim ISP oder garnicht vorhandener Bandbreite, lügende Anbieter etc. hinfällig. Man bezahlt nur das was man nutzt nicht das was man (angeblich) bekommt! Man bezahlt ja auch nicht den Wasserverlust vor der Wasseruhr (höchstens indirekt uber den allgemeinen Wasserpreis pro Kubikmeter).
Ein solches zuverlässiges Mess-Tool ist tatsächlich leicht zu programmieren (habe ich schon vor mehr als 10 Jahren mal gemacht, allerdings in einem anderem Zusammenhang).
Wichtig dabei wäre es aber auch dieses Tool nicht vom Anbieter selbst programmieren zu lassen, sondern es z.B. nach (DIN-)Regeln zu spezifizieren, extern kontrolliert entwickeln zu lassen und mit geeigneten Maßnahmen zu "verplomben" sonst haben wir, wie schon von 'Spegnn' erwähnt, eine "Dieselaffäre" auch bei den ISP-Providern ;-)
Allerdings ergibt sich daraus einige Probleme die auf den ersten Bick nicht ganz so offensichtlich sind, nämlich der Einfluss einer übertragungstechnisch schlechten Verbindung bei der die Datenübertragung unzuverlässig ist (z.B. Paketverluste) und deren Ursache außerhalb des vom ISP verantwortlich verwalteten Netzes (z.B. im weiteren Ausland) auftritt. In diesem Fall müssen die Pakete erneut angefordert und gesendet werden (TCP/IP ist ein gesichertes Übertragungsverfahren) was die Brutto-Bitrate erhöht! Daher kommt es darauf an was und wo gemessen wird d.h. der ankommende Bitstrom in der Netzwerkkarte (Brutto-Bitrate) oder nach dem TCP/IP-Stack (Netto-Bitrate). Und wem lastet man dann den Unterschied an, wenn diese Werte häufig und signifikant unterschiedlich sind? Was ist mit Verbindungsabbrüchen am Ende einer großen, langwierigen Datenübertragung (wer hat das nicht schon selbst erlebt)? Was ist wenn die Probleme beim Kunden alleine liegen (z.B. wenn die Datenübernahme/-anforderung izu langsam ist wegen eingeschränkter Leistungsfähigkeit seiner HW und die Verbindung deshalb zusammenbricht)?
Anders als bei Strom und Wasser ist die bereits empfangene Datenmenge dann meist komplett unbrauchbar. Weder das ISP-Unternehmen noch der Kunde wären dafür verantwortlich zu machen! Außerdem wäre es wohl ziemlich schwierig und aufwendig den Verursacher festzustellen und ihn dafür haftbar zu machen (geht wohl nur, wenn überhaupt, über detaillierte nationale und internationale Vereinbarungen)!
Allerdings glaube auch ich nicht daran, dass eine solche Vorgehensweise irgendeine Aussicht hätte in naher Zukunft umgesetzt zu werden. Das liegt m.E. einfach daran, dass das Problem der niedrigen "Netzabdeckung" in unserem Land noch offensichtlicher werden würde als es ohnehin schon ist, wenn man die so gewonnenen BB-Daten auswerten würde.
Es würde m.M. nach ein ziemliches "Buhei" auslösen und die verantwortlichen Politiker ziemlich alt aussehen lassen. Daher hat z.Zt. niemand von den zuständigen Personen daran ein Interesse. Erst wenn das Bandbreitenproblem durch höhere Investitionen zur besseren/vollen Netzabdeckung generell gelöst ist und jeder Teilnehmer seine gewünschte Bandbreite bekommen kann wird man einem solchen Verfahren von verantwortlicher Seite vielleicht zustimmen. Dann ist es aber höchstens offiziell noch zum Beweis der vollen Netzabdeckung sowie einer gerechteren Abrechnung erforderlich, nicht aber zur Beweisführung einer zu niedrigen Bandbreite!