- 19.02.26
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Audiosignal-Qualität: Hochwertiges Kabel nicht besser als eine Banane
@Aerith: Natürlich ist Musik kein DC-Signal, sondern ein komplexes Wechselspannungssignal. Aber physikalisch gesehen bleibt eine Banane – wie jeder biologische Körper mit hohem Wasseranteil – in diesem Frequenzbereich ein fast rein ohmscher Widerstand.
Um ein Signal wie ein Equalizer zu verbiegen (frequenzabhängiger Pegelabfall), bräuchte die Banane eine nennenswerte Kapazität (wie ein Kondensator) oder Induktivität (wie eine Spule). Bei einer Banane von ca. 15–20 cm Länge bewegen wir uns hier in Bereichen von wenigen Pikofarad (pF) oder Nanohenry (nH).
Ein kurzer Check der Verhältnismäßigkeit: Damit bei einer Impedanz von 5,1 kOhm ein hörbarer Höhenabfall (Tiefpass) bei 15 kHz entstünde, müsste die Kapazität der Banane bei etwa 2.000 pF liegen. Ein typischer biologischer Körper dieser Größe liegt jedoch eher im Bereich von 10 bis 50 pF. Die Grenzfrequenz, ab der die Banane das Signal theoretisch beeinflussen würde, liegt weit im Megahertz-Bereich – also Lichtjahre außerhalb des menschlichen Gehörs. Ein Bode-Diagramm mit einem Audio Precision würde also lediglich eine schnurgerade Linie im hörbaren Bereich zeigen.
Und bevor jetzt das Argument kommt, Wasser verhalte sich als Dielektrikum bei Wechselspannung völlig anders: Ja, Wasser hat eine hohe Dielektrizitätskonstante, aber im Audiobereich (bis 20 kHz) führt das bei diesen Abmessungen schlicht zu keiner relevanten Phasenverschiebung oder Filterwirkung.
Aber ja, wer den Verstärker um 56 dB weiter aufreißt, verändert den Arbeitspunkt. Das führt aber weiterhin nicht zu einem ‚Equalizer-Effekt‘, sondern primär zu einem schlechteren Signal-Rausch-Abstand. In einem Blindtest mit laufender Musik wird dieses Rauschen jedoch meist komplett maskiert.
Selbst wenn der Verstärker auf Stufe 7 etwas mehr klirrt als auf Stufe 3, reden wir hier von Nuancen, die Lichtjahre hinter den 3 bis 6 dB Abweichung liegen, die schon eine minimale Kopfbewegung im Raum durch Kammfiltereffekte verursacht.
Die Physik ist hier eindeutig: Hoher Widerstand macht leise, aber ohne massive Blindanteile macht er nicht ‚dumpf‘. Wer behauptet, eine Banane hätte die Filterwirkung eines Equalizers, müsste erklären, woher die Kapazitäten kommen sollen, die selbst kilometerlange Audiokabel nicht aufweisen.
Sollte am Ende dennoch die subjektive Überzeugung stehen (‚Ich höre es aber trotzdem‘), verlassen wir den Bereich der Physik und betreten die Psychoakustik.
Unser Gehirn ist ein faszinierendes Organ, das uns Klangunterschiede vorgaukelt, sobald eine Erwartungshaltung besteht – der klassische Placebo-Effekt. Genau deshalb sind Doppelblindtests der Goldstandard: Wenn ein Unterschied physikalisch 120 dB unter dem Nutzsignal liegt, das Gehör aber erst auf Änderungen ab 1 dB reagiert, hört man nicht das Kabel, sondern die eigene Überzeugung.
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Früher als geplant: Vodafone kündigt 2G-Abschaltung an
@thxalot: Doch, es funktioniert weiterhin – nur eben nicht mehr als Telefon.
Alles, was offline nutzbar ist (Wecker, Kamera, Kalender, Snake), bleibt erhalten. Aber da das Gerät kein 4G oder 5G kann, sind Telefonie, SMS und mobiles Internet nach der 2G-Abschaltung 2028 (in Deutschland, in anderen Ländern wie etwa Teile Afrikas oder Asien wird es noch länger 2G geben) Geschichte.
Das ist kein neues Phänomen, sondern der Lauf der Technik. Vor dem heutigen Standard gab es die analogen A-, B- und C-Netze (1G). Das berühmteste Beispiel ist wohl das Siemens C1 – dieser legendäre 5-Kilo-Telefonkoffer aus den 80ern.
Als das C-Netz im Jahr 2000 abgeschaltet wurde, wurden diese Luxus-Geräte über Nacht technisch zu Briefbeschwerern degradiert.
Dein 6230i teilt also bald das Schicksal der alten Koffer-Telefone: Ein schönes Stück Nostalgie für die Vitrine, aber ohne Empfangsbalken.
Audiosignal-Qualität: Hochwertiges Kabel nicht besser als eine Banane
@Gösser: Respekt vor der Vita – wer mit einem System One oder Two gearbeitet hat, kennt die Materie natürlich in- und auswendig.
Gerade als Techniker weißt du ja aber auch: Messwerte sind das eine, die menschliche Psychoakustik das andere.
Das Spannende ist doch genau diese Diskrepanz: Wir können mit Profi-Equipment Verzerrungen und Rauschabstände messen, die Lichtjahre unter der menschlichen Hörschwelle liegen. Aber genau hier schließt sich der Kreis zum Bananen-Test:
Trotz 30 Jahren High-End-Erfahrung und feinster Messtechnik im Hintergrund hat im Doppelblindtest schlicht niemand die Banane sicher von den Luxuskabeln unterscheiden können.
Wenn ein gelernter Elektroniker ein Kabel misst, findet er messbare Unterschiede (R, L, C). Aber wenn derselbe Elektroniker das Kabel hört, ohne zu wissen, welches gerade spielt, verblasst die 30-jährige Erfahrung hinter der biologischen Grenze unseres Gehörs. Das Experiment widerlegt ja nicht dein Fachwissen, sondern die Behauptung, dass diese messbaren Nuancen bei der Musikwiedergabe eine hörbare Rolle spielen.
Am Ende bleibt die Physik stur: Ein Leiter, der den Frequenzgang im Audiobereich nicht verbiegt, klingt nicht – er überträgt nur. Und das tut die Banane (nach Pegelausgleich) eben genauso neutral wie ein 10.000-Euro-Kabel. Die Ohren sind da leider deutlich weniger präzise als ein Audio Precision.
Dazu passt ein Zitat von Floyd Toole, einem der weltweit renommiertesten Forscher auf dem Gebiet der Akustik:
‚Loudspeakers and rooms are the two most important factors in sound reproduction. Cables, however, are essentially a solved problem.‘
Toole betont damit genau das, was wir hier diskutieren: Die Physik der Kabelübertragung ist seit Jahrzehnten vollständig verstanden und (bei korrektem Querschnitt) klanglich neutral.
Dass du 30 Jahre lang mit Audio Precision Systemen wie dem System One oder Two gearbeitet hast, unterstreicht ja gerade die Präzision, mit der wir heute kleinste Abweichungen messen können. Doch genau diese Messgeräte zeigen uns auch, dass die Unterschiede zwischen Kabeln oft in Bereichen liegen (z. B. -100 dB oder tiefer), die weit unter der biologischen Hörschwelle des Menschen liegen.
Am Ende ist es eine Frage der Verhältnismäßigkeit: Wenn selbst Experten im Blindtest die Banane nicht sicher identifizieren können, dann ist das keine Kritik an deinem Fachwissen als Elektroniker, sondern schlicht ein Beweis für die Grenzen des menschlichen Gehörs.
Ein Kabel, das den Frequenzgang im Audiobereich nicht verbiegt (was wir ja messtechnisch belegen können), hat keinen ‚Eigenklang‘. Es überträgt – und das tut die Banane nach Pegelausgleich eben so neutral, dass selbst 30 Jahre Erfahrung die Biologie nicht überlisten können.
Bahnbrechendes Urteil: VPNs müssen illegale Sport-Streams blocken
@Nunk-Junge: Stimmt, das BVerfG betont die Waffengleichheit. Aber du übersiehst die juristische Bedeutung von "grundsätzlich": Das bedeutet im Juristendeutsch "Regel mit Ausnahmen".
Gemäß § 937 Abs. 2 ZPO und auch laut BVerfG ist eine Entscheidung ohne Anhörung weiterhin zulässig, wenn eine vorherige Abmahnung vorlag oder extreme Dringlichkeit besteht. Das Urteil verbietet nicht das Eilverfahren an sich, sondern nur die einseitige Kommunikation des Gerichts mit dem Antragsteller hinter dem Rücken des Gegners.
Eine einstweilige Verfügung bleibt ein vorläufiger Rechtsschutz. Die Anhörung wird oft durch die vorherige Abmahnung ersetzt. Wer abgemahnt wird und nicht reagiert, braucht sich nicht wundern, wenn der Beschluss danach ohne weitere Einladung zur Kaffeerunde kommt. Das ist kein Rechtsbruch, sondern geltendes Prozessrecht.
Microsoft macht Fortschritte bei Langzeitspeichern aus Glas
@Nunk-Junge: Die offizielle Big Data-Seite der SKAO bestätigt, dass das Observatorium jährlich über 700 Petabyte an Daten archivieren wird:
In total, the SKAO will archive over 700 petabytes of data per year. This would fill the data storage capacity of 1.5 million typical laptops every year by today’s standard! (https://www.skao.int/en/explore/big-data)
In der Fachzeitschrift der Royal Society (https://royalsocietypublishing.org/rsta/article/378/2166/20190060/111556/Big-telescope-big-data-towards-exascale-with-the) wird detailliert dargelegt, dass allein in den ersten 15 Jahren ein Archiv von ca. 8,5 Exabyte (8.500 Petabyte) aufgebaut wird.
Anders als etwa beim CERN, wo Kollisionsereignisse isoliert betrachtet und dann verworfen werden können, sind Radioastronomie-Daten kontinuierliche Abbilder des Himmels. Diese Rohdaten müssen für spätere Re-Analysen und verschiedene wissenschaftliche Fragestellungen (die man heute vielleicht noch gar nicht kennt) über Jahrzehnte verfügbar bleiben.
Microsoft macht Fortschritte bei Langzeitspeichern aus Glas
@Nunk-Junge: Da unterliegst du einem Irrtum: Das Beispiel SKA passt sogar sehr gut, gerade weil es um Langzeitarchivierung geht.
Dein Argument mit den 'Arbeitsdaten' übersieht, dass man strikt zwischen der Echtzeit-Verarbeitung und der Archivierung trennen muss. Während die Analyse im Millisekundenbereich abläuft, müssen die jährlich hunderte Petabyte an Rohdaten für die Wissenschaft dauerhaft gesichert werden – und das ist ein klassischer Archiv-Case.
Dass ein einzelnes Glas-Medium die Datenmenge wegen der Schreibgeschwindigkeit nicht allein aufnehmen kann, ist klar; genau deshalb wird im Text die Parallelisierung erwähnt. Über tausende gleichzeitige Schreibvorgänge erreicht man den nötigen Durchsatz, um diese Datenströme überhaupt erst einmal 'einzufangen' und sicher für die Zukunft wegzusperren.
Um das mal einzuordnen: Bei 66 Mbit/s pro Einheit bräuchte man rund 400 dieser Systeme parallel, um auch nur 100 Petabyte pro Jahr wegzuschreiben - bei den angesprochenen "hunderten" multipliziert sich das entsprechend.
Audiosignal-Qualität: Hochwertiges Kabel nicht besser als eine Banane
@Aerith: Ich verstehe deinen Punkt total – als Technik-Fan schaut man natürlich lieber auf ein sauberes Messdiagramm eines Audio Precision, um ein Ergebnis wirklich ‚schwarz auf weiß‘ einordnen zu können. Das würde den Kontext des Blindtests definitiv noch abrunden.
Allerdings gibt es da eine interessante logische Hürde: Wenn man im Blindtest keinen Unterschied zwischen dem High-End-Kabel und der Banane hört, spricht das ja eigentlich gerade für die Integrität des Aufbaus. Wäre die Banane (oder der Versuchsaufbau) ein nennenswerter Störfaktor, hätte das die Differenz zum Kabel ja eher vergrößern müssen, anstatt sie zu maskieren.
Dass die Probanden beide Signale als nahezu identisch wahrgenommen haben, zeigt physikalisch gesehen nur eines: Die Banane hat das Signal zwar leiser gemacht (Widerstand), aber eben völlig neutral übertragen.
Ich glaube, wir suchen hier oft nach einer messtechnischen Rechtfertigung für unser subjektives Empfinden. Aber am Ende ist es vielleicht einfach die faszinierende Erkenntnis, dass unsere Ohren viel toleranter gegenüber dem Leitermaterial sind, als uns das Marketing der Kabelhersteller seit Jahrzehnten weismachen will. Physikalisch ist die Banane im Audiobereich eben ein extrem schlechter, aber erstaunlich ‚ehrlicher‘ Leiter 😊
Audiosignal-Qualität: Hochwertiges Kabel nicht besser als eine Banane
@Aerith: Natürlich ist Musik kein DC-Signal, sondern ein komplexes Wechselspannungssignal. Aber physikalisch gesehen bleibt eine Banane – wie jeder biologische Körper mit hohem Wasseranteil – in diesem Frequenzbereich ein fast rein ohmscher Widerstand.
Um ein Signal wie ein Equalizer zu verbiegen (frequenzabhängiger Pegelabfall), bräuchte die Banane eine nennenswerte Kapazität (wie ein Kondensator) oder Induktivität (wie eine Spule). Bei einer Banane von ca. 15–20 cm Länge bewegen wir uns hier in Bereichen von wenigen Pikofarad (pF) oder Nanohenry (nH).
Ein kurzer Check der Verhältnismäßigkeit: Damit bei einer Impedanz von 5,1 kOhm ein hörbarer Höhenabfall (Tiefpass) bei 15 kHz entstünde, müsste die Kapazität der Banane bei etwa 2.000 pF liegen. Ein typischer biologischer Körper dieser Größe liegt jedoch eher im Bereich von 10 bis 50 pF. Die Grenzfrequenz, ab der die Banane das Signal theoretisch beeinflussen würde, liegt weit im Megahertz-Bereich – also Lichtjahre außerhalb des menschlichen Gehörs. Ein Bode-Diagramm mit einem Audio Precision würde also lediglich eine schnurgerade Linie im hörbaren Bereich zeigen.
Und bevor jetzt das Argument kommt, Wasser verhalte sich als Dielektrikum bei Wechselspannung völlig anders: Ja, Wasser hat eine hohe Dielektrizitätskonstante, aber im Audiobereich (bis 20 kHz) führt das bei diesen Abmessungen schlicht zu keiner relevanten Phasenverschiebung oder Filterwirkung.
Aber ja, wer den Verstärker um 56 dB weiter aufreißt, verändert den Arbeitspunkt. Das führt aber weiterhin nicht zu einem ‚Equalizer-Effekt‘, sondern primär zu einem schlechteren Signal-Rausch-Abstand. In einem Blindtest mit laufender Musik wird dieses Rauschen jedoch meist komplett maskiert.
Selbst wenn der Verstärker auf Stufe 7 etwas mehr klirrt als auf Stufe 3, reden wir hier von Nuancen, die Lichtjahre hinter den 3 bis 6 dB Abweichung liegen, die schon eine minimale Kopfbewegung im Raum durch Kammfiltereffekte verursacht.
Die Physik ist hier eindeutig: Hoher Widerstand macht leise, aber ohne massive Blindanteile macht er nicht ‚dumpf‘. Wer behauptet, eine Banane hätte die Filterwirkung eines Equalizers, müsste erklären, woher die Kapazitäten kommen sollen, die selbst kilometerlange Audiokabel nicht aufweisen.
Sollte am Ende dennoch die subjektive Überzeugung stehen (‚Ich höre es aber trotzdem‘), verlassen wir den Bereich der Physik und betreten die Psychoakustik.
Unser Gehirn ist ein faszinierendes Organ, das uns Klangunterschiede vorgaukelt, sobald eine Erwartungshaltung besteht – der klassische Placebo-Effekt. Genau deshalb sind Doppelblindtests der Goldstandard: Wenn ein Unterschied physikalisch 120 dB unter dem Nutzsignal liegt, das Gehör aber erst auf Änderungen ab 1 dB reagiert, hört man nicht das Kabel, sondern die eigene Überzeugung.
Audiosignal-Qualität: Hochwertiges Kabel nicht besser als eine Banane
@Aerith: Die Messwerte liegen tatsächlich vor: Die Banane hat einen DC-Widerstand von 5,1 kOhm. Ein Standard-Kupferkabel (2,5 mm²) liegt dagegen bei etwa 0,02 Ohm auf 3 Metern.
Ja, die Banane sorgt für einen messbaren Pegelabfall – das Signal wird schlicht leiser.
Da dieser Abfall aber breitbandig und linear erfolgt, verändert er nicht die Klangfarbe (Frequenzgang), sondern nur die Gesamtlautstärke. Erhöht man am Verstärker den Pegel nur minimal zum Ausgleich, verschwindet der Unterschied für das Ohr sofort wieder.
Zur Wahrnehmungsschwelle:
Die menschliche Grenze (JND) liegt bei komplexer Musik bestenfalls bei 0,5 bis 1 dB.
Ein ordentliches Kupferkabel verursacht eine Dämpfung von nur ca. 0,02 dB (physikalisch unhörbar).
Die Banane hingegen dämpft das Signal massiv um ca. 56 dB.
Der entscheidende Punkt: Da die Banane das Signal linear leiser macht, lässt sich dieser extreme Unterschied von 56 dB durch einfaches Aufdrehen am Verstärker (Pegelausgleich) fast vollständig eliminieren. Was dann übrig bleibt, ist der klangliche Fingerabdruck – und der ist bei der Banane genauso unauffällig wie beim 10.000-Euro-Kabel, da beide keine Filterwirkung besitzen.
Dass die Probanden im Blindtest selbst die massive Dämpfung der Banane nicht sicher von einem High-End-Kabel unterscheiden konnten, entlarvt das ‚geschulte Ohr‘ als psychologisches Phänomen. Wer zudem bedenkt, dass eine Kopfbewegung von nur 2 Zentimetern das Klangbild durch Kammfiltereffekte sofort um 3 bis 6 dB verändert, merkt schnell: Das Kabel ist physikalisch das kleinste Problem in der Kette.
Fun Fact: Dass die Banane trotz 5,1 kOhm funktioniert, ist simple Elektrotechnik: Sie wirkt als massiver Widerstand, der das Signal um etwa 56 dB dämpft. Das ist viel, aber bei einem modernen Verstärker und dem enormen Dynamikumfang unseres Gehörs reicht die verbleibende Spannung völlig aus, um den Lautsprecher anzutreiben – man muss nur den Lautstärkeregler weiter aufdrehen. Sobald die Lautstärke angeglichen ist, bleibt das Signal physikalisch dasselbe, da eine Banane (im Gegensatz zu einem Kondensator oder einer Spule) keine frequenzabhängige Filterwirkung besitzt.
Audiosignal-Qualität: Hochwertiges Kabel nicht besser als eine Banane
@Gösser: Dass man für Kabelunterschiede eine Anlage im fünfstelligen Bereich braucht, ist ein klassischer Zirkelschluss der HiFi-Szene: Wenn man nichts hört, ist angeblich nur die Anlage nicht gut genug.
Tatsächlich belegen wissenschaftliche Doppelblindtests seit Jahrzehnten das Gegenteil: Selbst Profis scheitern unter kontrollierten Bedingungen regelmäßig daran, ein Standard-Kupferkabel von teurer ‚High-End‘-Ware zu unterscheiden. Wenn ein Unterschied physikalisch so minimal ist, dass er erst bei Investitionen von 50.000 Euro ‚hörbar‘ wird, ist er für die Musikreproduktion irrelevant.
Ein Kabel hat elektrisch gesehen nur drei relevante Parameter: Widerstand, Induktivität und Kapazität. Solange der Querschnitt zum Widerstand der Lautsprecher passt (meist reichen 1,5 bis 2,5 mm²), überträgt es das Signal transparent. Die Banane im Test war ein extremes Beispiel, um zu zeigen: Selbst massive Verschlechterungen der Leitfähigkeit sind im Blindtest kaum zuzuordnen.
Wer 300.000 € für handgeklöppelte Goldkabel ausgibt, sollte allerdings auch mal einen Blick auf die Rückseite seiner Lautsprecher werfen: Dort landet das Signal nämlich in profanen Schraubklemmen aus Messing oder vergoldetem Kupfer, die physikalisch gesehen ein weitaus größeres ‚Hindernis‘ darstellen als jedes solide Baumarktkabel - und selbst das teuerste Außenkabel kann diesen ‚Flaschenhals‘, nämlich den Übergangswiderstand, physikalisch nicht rückgängig machen.
Dass man für den Unterschied eine fünfstellige Summe investieren muss, ist ein praktisches Argument: So bleibt der ‚Kabelklang‘ immer ein exklusives Phantom, das praktischerweise im Doppelblindtest selbst vor ‚Goldohren‘ jedes Mal flüchtet. Wer glaubt, dass eine Banane oder feuchter Schlamm schlechter klingen, hat recht – aber hören kann es eben trotzdem niemand.
Wer echtes Klangtuning will, erreicht mit 500 Euro für Raumakustik mehr als mit 10.000 Euro für Kabel-Voodoo.
Microsoft-KI-Manager: Die meisten Bürojobs fallen in 18 Monaten weg
@Druuna: Es gibt viele Beispiele, die die Richtigkeit deiner Antwort belegen:
Siemens Gamesa (ab 2023):
Das ist das aktuell größte Loch in der Kasse. Bei den Onshore-Plattformen 4.X und 5.X wurden massive Mängel verbaut:
Falten in Rotorblättern und fehlerhafte Hauptlager.
Folge: Die Turbinen verschleißen im Zeitraffer. Siemens Energy musste Milliarden für Reparaturen zurückstellen.
Bahn-Debakel: Von Haarrissen bis Schweißfehlern
Siemens Mobility hat auch eine treue Pannen-Serie:
Combino-Straßenbahn (2004): Der "Alu-Schrott". Wegen Haarrissen an den Wagenkästen mussten hunderte Bahnen weltweit saniert werden.
ICE 3neo (2024): Aktueller Auslieferungsstopp wegen mangelhafter Schweißnähte.
Velaro D: Jahre an Zulassungsverspätungen wegen Software-Fehlern und Brems-Problemen.
Eurosprinter (2011): Extreme Zuverlässigkeitsprobleme und Software-Bugs führen dazu, dass die Loks ständig liegen bleiben. Die Belgier verweigern daher zeitweise die Abnahme weiterer Loks; Siemens zahlt hohe Konventionalstrafen an die SNCB.
Der "Schrott" durch Korruption (ca. 2000–2008):
Im Zuge des Siemens-Schmiergeldskandals kam heraus:
Technik (vor allem im Festnetzbereich ICN) wurde oft nicht verkauft, weil sie die beste war, sondern weil Bestechungsgelder flossen. Kritiker warfen dem Konzern vor, veraltete IT-Infrastruktur in Schwellenländer "gedrückt" zu haben, die am freien Markt keine Chance gehabt hätte.
Großprojekt-Versagen: Olkiluoto 3
Beim finnischen Atomkraftwerk war Siemens für die Leittechnik zuständig.
Ergebnis: 13 Jahre Verspätung und ein technisches Chaos bei der Automatisierung. Ein Mitgrund für die spätere Abspaltung der Energiesparte.
Ob "Falten-Flügel", "Riss-Bahnen" oder "Bestechungs-IT" – Siemens hat eine beachtliche Historie darin, fehlerhafte Technik auszuliefern, die erst beim Kunden (oder im Bilanz-Check) als mangelhaft entlarvt wurde.
Die Liste der Patzer ist lang, die Milliardenverluste sind real, und trotzdem sind sie Weltmarktführer. Kurios, nicht?