WinFuture.de Special: Microsoft Office 2007 Beta 2 im Review

28.05.2006 16:34 
Microsoft Office 2007 Beta 2 - Generelle Veränderungen

Die Änderungen an der zweiten Beta-Version von Microsoft Office 2007 beziehen sich hauptsächlich auf das Aussehen sowie die Stabilität der Anwendungen. Bereits beim ersten Start eines Programms bemerkt man, dass die Komponenten zunehmend stabiler und verlässlicher gemacht wurden als in der Pre-Beta. Gleichzeitig werden verschiedene Einstellungen angeboten, die von nun ab für Office 2007 gelten sollen. So kann man beispielsweise schnell und umkompliziert die Anmeldung am Programm zur Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit ablehnen, was früher nur umständlich über den Optionsdialog möglich war. Dem Benutzer wird außerdem angeboten, regelmäßig Dateien von Microsoft herunterzuladen, die dazu beitragen sollen, Systemabstürze zu analysieren und Fehler im Zusammenspiel mit Office zu beheben.


Am Installations-Assistenten von Microsoft Office 2007 änderte sich leider nur wenig.

Im Gegensatz zu den Vorversionen von Office, die von Hand aktualisiert werden mussten, kann die neue Version direkt über Microsoft Update auf den aktuellsten Stand gebracht werden. Bereits beim ersten Programmstart wird man gefragt, ob die automatischen Updates für Office aktiviert werden sollen. Wie auch bei Windows wird die Aktivierung der automatischen Updates von Microsoft empfohlen. Anschließend steht die Aktivierung des Produkts an, die im Vergleich zu Office 2003 keine Veränderungen erfuhr. Die Lizenz dieser Beta-Version kann momentan lediglich über das Internet aktiviert werden. Zur Final-Release wird wahrscheinlich auch die Möglichkeit der Aktivierung über das Telefon wieder zu Verfügung stehen.


Bereits beim ersten Programmstart kann der Benutzer verschiedene Einstellungen vornehmen.

Zu den generellen Neuerungen zählt auch die Vereinheitlichung des ehemaligen Datei-Menüs. Während es in der Pre-Beta in jeder Anwendung unterschiedlich aussah, ist es jetzt einheitlich aufgebaut und zentral über das Office-Logo in der linken, oberen Ecke des Fensters zu erreichen. Die Hauptelemente Neu zum Erstellen eines Dokuments, Öffnen zum Öffnen eines Dokuments und Speichern erfüllen auch weiterhin die gleiche Funktion wie zuvor, wogegen Speichern unter... um den lang ersehnten und von Microsoft angekündigten PDF-Export erweitert wurde. Alternativ dazu steht ebenso die Speicherung im XPS-Format zur Auswahl, ein speziell von Microsoft entwickeltes Format, das Volltextsuchen ermöglichen soll und laut Angaben der Redmonder den Schutz durch digitales Rechtemanagement und Signaturen unterstützt.


PDF-Dokument generieren in drei Schritten: Microsoft Office macht's möglich.

Die Konvertierung des Dokuments in eine PDF- oder XPS-Datei ist dabei denkbar einfach: Microsoft hat es im Grunde wie eine ganz gewöhnliche Speicherung in einem anderen Dokumentenformat aufgebaut und auf aufwändige Assistenten und Dialoge verzichtet. In den Optionen lässt sich dazu festlegen, welche Seiten exportiert werden sollen und ob Text, der in nicht einbettbaren Schriftarten verfasst wurde, als Bitmap-Bild eingebunden werden soll. Die Qualität der Dokumente war überraschend gut: Im Gegensatz zu anderen PDF-Programmen von Drittherstellern waren keine auffälligen, unscharfen Ränder erkennbar. Auch Bilder, Tabellen und Diagramme wurden äußerst scharf und sauber eingebettet. Zu Bemerken gilt außerdem, dass sich die Dateigröße der generierten PDF-Dokumente relativ gering hielt.

Die Druck-Funktion bleibt auch in dieser Version über das neue Datei-Menü erhalten. Im Unterschied zu vorherigen Versionen von Office kann man ab sofort auch hierüber den Schnelldruck starten, der den Standarddrucker verwendet und mit den zuletzt gesetzten Einstellungen druckt. Auch die Seitenansicht ist hier aufrufbar. Sie wurde vereinheitlicht und verfügt nun auch über die in der letzten Review vorgestellten Registerreiter und Steuerelemente. Unter dem Eintrag Fertigstellen kann das Dokument für die Verteilung vorbereitet werden, indem man prüft, ob es mit anderen Office-Versionen zusammenarbeiten kann. Des Weiteren lässt sich festlegen, wer das Dokument lesen und bearbeiten darf. Der Benutzer hat zudem die Möglichkeit, das Dokument digital zu signieren, um Fälschungen von Dritten vorzubeugen.


Die Office-Diagnose erlaubt die Fehleranalyse und eine anschließende Behebung.

Ebenfalls neu ist die so genannte Office-Diagnose. Es liegt nahe, dass diese Funktion in Microsoft Office 2003 Erkennen und Reparieren... hieß und über das Hilfe-Menü zu erreichen war. In Microsoft Office 2007 kann sie über den Registerreiter Ressourcen im Einstellungsdialog jeder Komponente aufgerufen werden. Die Office-Diagnose führt verschiedene Tests durch, um Probleme und Systemabstürze zu analysieren und zu beheben. Neben der Arbeitsspeicher-, Datenträger- und Installationsdiagnose wird außerdem eine Kompatibilitätsdiagnose ausgeführt, die bei unserer Systemkonfiguration zum Beispiel entdeckte, dass zwei miteinander in Konflikt stehende Versionen von Outlook installiert sind. Office schlägt anschließend vor, eine Verbindung mit den Microsoft-Servern aufzubauen, um die nächsten, empfohlenen Schritte zur Fehlerbehebung anzuzeigen. Dieser Internet-Service ist jedoch momentan noch nicht verfügbar.





Microsoft Office Excel - Diagrammerstellung so einfach wie nie

Im Vergleich zur Pre-Beta hat sich in Microsoft Excel 2007 auf den ersten Blick wenig verändert. Doch bei genauerem Hinsehen entdeckt man die enorme Vereinfachung der Diagrammerstellung, deren Funktionen schon in früheren Versionen in unzähligen Untermenüs versteckt und daher schlecht zu erreichen war. Die Diagramme sehen jetzt dank Fades und Farbverläufen nicht nur besser aus, sondern sind auch in größerer Anzahl und Vielfalt vertreten. Per Klick kann im Registerreiter Einfügen eine Leiste ausgeklappt werden, die die verschiedensten Diagrammtypen enthält, von Linien und Kreisen über Spalten bis hin zu vielen anderen Formaten. Zusätzlich stehen für jeden einzelnen Diagrammtyp zahlreiche Templates zur Verfügung, die sich entweder in der Anordnung oder der Farbgestaltung voneinander unterscheiden.


Diagramm erstellen mit Excel - Daten eingeben, Diagrammtyp auswählen und anpassen.

Für einfache Dokumente, die möglichst sachlich wirken sollen, ist zudem jede Vorlage ohne Farbverlauf, Schatten oder etwaige grafische Effekte vorhanden. Um das Aussehen nachträglich zu bearbeiten, kann der Benutzer über das Kontextmenü einen Einstellungsdialog öffnen, der in dieser Form in Vorversionen von Excel noch nicht existierte. Zum Anpassen des Objekts stehen als Optionen die Füllung, die Linienart, der Schatten sowie das 3D-Format zur Verfügung. Die Ausrichtung der 3D-Figur kann hier beispielsweise gradgenau angegeben werden. Abgesehen von den zahlreichen Vorlagen für die Schatteneffekte besteht auch hier die Möglichkeit, die Transparenz, die Größe, den Weichzeichner, den Winkel und die Distanz des Schattens festzulegen. Selbige Einstellungen stehen ebenso für die Legende zur Verfügung.



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