Was bringt der neue Microsoft Internet Explorer 8?

24.02.2009 17:55 

» Mehr Kontrolle über ActiveX & Co «


In einem weiteren Schritt, mit dem Microsoft sich ein wenig auf die freie Konkurrenz von Firefox zu bewegt, hat das Unternehmen eine neue Verwaltungsfunktion für Internet Explorer Addons integriert. Der Anwender bekommt so die Möglichkeit, genauer zu steuern, welche Zusatzanwendungen auf dem eigenen Rechner landen. Künftig wird dabei jede ActiveX-Anwenung als "Erweiterung" für den Browser behandelt, was ein einfaches selektives Abschalten einzelner problematischer Kontrollelemente erlaubt.

Internet Explorer 8 Add Ons

Über das neue Menü, entscheidet der Anwender selbst, ob ein ActiveX-Element nur in Verbindung mit einer gerade geöffneten Webseite ausgeführt werden darf, oder ob sie unabhängig von einem bestimmten Online-Angebot praktisch von allen Seiten verwendet werden können. Das bereits seit Windows XP SP2 vorhandene Menü bietet nun zusätzlich eine Übersicht aller installierten "Activities" und die Option, den bevorzugten Suchanbieter zu wählen.


» Mehr Sicherheit «


Natürlich bessert Microsoft beim Internet Explorer 8 auch in Sachen Sicherheit weiter nach. So wird der mit dem IE7 eingeführte Phishing-Filter nun zum "Sicherheitsfilter". Er bringt eine Vielzahl verschiedener Sicherheitsmaßnahmen mit, darunter auch eine Funktion zum Sperren von Websites, die ihren Besuchern gefährliche Software unterjubeln wollen. Hinzu kommen neue Funktionen zum Löschen der während einer Browsing-Session angefallenen Informationen und der neue "Porno-Modus".

Internet Explorer 8 Sicherheit & Filter

Dieser "Privat-Browsing-Modus" mit der Bezeichnung "InPrivate" nutzt eine abgesicherte Session, bei der keinerlei Daten dauerhaft gespeichert werden. Direkt nach dem Schließen des Fensters werden alle bei dessen Verwendung abgespeicherten Daten wie Cookies, Passwörter oder URLs automatisch gelöscht. Die Löschung der gesammelten Informationen ist nun auch beim normalen Surf-Betrieb komfortabler gelöst. Verschwanden bisher ungeachtet ihrer Priorität sämtliche Daten im Nirvana, so kann man die Cookies häufig besuchter Angebote nun auf Wunsch von der Löschung ausschließen - dabei richtet sich der Browser nach der Favoritenliste.

Microsoft gibt den Anwendern außerdem eine Möglichkeit, die Sammlung von Informationen über sie durch Webseitenbetreiber bei Bedarf zu unterbinden. Sollte eine Firma mehrere Webseiten betreiben und grundsätzlich Informationen erheben, meldet der Browser dies und sperrt auf Wunsch sogar den jeweiligen Anbieter aus.
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