MSBob - Der Flop aus dem Hause Microsoft

01.02.2004 14:55 
Vielleicht fragen Sie sich was oder wer war MSBob? 1995 veröffentlichte Microsoft MSBob. MSBob sollte als Ersatzoberfläche für Windows 3.1/95 dienen doch wurde ein totaler Reinfall. Vielleicht ist es noch interessant für Sie zu wissen, wer die Führung bei der Entwicklung hatte: es war Melinda Gates (Frau von Bill Gates).

Nachdem MSBob ein totaler Reinfall wurde, war MSBob wohl das erste und letzte was Melinda Gates für Microsoft tat. Ebenfalls könnte der stolze Preis von 100$ einer der Gründe sein, warum MSBob nicht gut ankam. Microsoft Bob sollte den Umgang mit dem PC vereinfachen und dem Benutzer einen zentralen Platz zur Verwaltung von Daten und Anwendungen anbieten. So sollte mit MSBob das Organisieren Ihrer Termine und Ihres Adressbuches vereinfacht werden, eine ordentliche Übersicht Ihrer Rechnungen ermöglicht werden und Ihnen das in Kontakt bleiben mit Verwandten und Freunden mit dem Letter Writer erleichtert werden.

Besonders der Umgang mit dem PC sollte angenehmer werden weil Sie in MSBob über einen persönlichen Helfer sowie über eine übersichtliche Auswahl den direkten Zugriff auf Ihre Anwendungen und Dateien erhalten sollten. So war es möglich, ganz simpel eigene Glückwunschkarten oder Einladungen für Freunde und Bekannte zu erstellen. Außerdem sollte MSBob dem Benutzer helfen, den Haushalt vereinfacht zu verwalten. Hierzu ist der Household Manager entwickelt worden. Alle Acht Einheiten sind mit dem Household Manager vereint: - Daten aus dem Adressbuch können automatisch in Briefe eingefügt werden. – Der Kalender erinnert an wichtige Termine und Aufgaben welche im Household Manager eingetragen werden – Plus, eine Auswahl von 10 Freunden (Assistenten) welche dem Benutzer helfen sollten die Aufgaben am PC zu meistern. Diese Assistenten lernen von den Gewohnheiten des Benutzers und helfen nach einiger Zeit nur dann wenn er wirklich Hilfe benötigt. MSBob bat dem Benutzer einen zentralen Platz an, wo dieser seinen Haushalt organisiert verwalten konnte.


Doch schauen wir uns doch einfach mal MSBob an:

Wir starten MSBob und sehen folgenden Splash Screen welcher stark an einen der Smileys im MSN Messenger erinnert. Nachdem MSBob läuft, bietet es uns an, uns anzumelden. Dies geschieht, wie der Assistent schon sagt, indem man auf die Tür klickt.




Nach dem Klicken auf die Tür erscheint eine Liste von MSBob Anwendern. Falls der eigene Name noch nicht auf der Liste aufgeführt wird, kann man sich nachträglich registrieren. Hierzu verlangt MSBob ein Paar Daten, welche später für den Assistenten zur Verfügung gestellt werden um sich dem Benutzer anzupassen.


Nachdem erfolgreichem einloggen findet man sich im Wohnzimmer wieder. Eine interessante Sache ist, dass in MSBob Vector Grafiken verwendet wurden. Ein Strecken oder Stauchen der Bilder bzw. des Bildschirms war möglich.




Der Assistent Rover (Hund) stellt sich beim ersten Start von MSBob vor, bietet sich dem Benutzer als Assistent an und erwähnt noch die anderen Assistenten, welche ebenfalls zur Auswahl stehen. Die zusätzlichen Assisten finden Sie am Ende des Artikels.

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