Streaming in Deutschland: Kostenloses Angebot mit Werbung führt

Werbeunterbrechungen beim Videostreaming sind für die meisten Zuschauer längst Alltag geworden. Aktuelle Umfragedaten zeigen, dass 51 Prozent der Nutzer auf komplett kostenlose, aber durch Anzeigen finanzierte Angebote setzen.

Bezahlte Abos und Leih-Modelle

Knapp hinter den gebührenfreien Optionen rangiert laut einer Auswertung von Statista das kostenpflichtige und werbefinanzierte Streaming mit einem Anteil von 46 Prozent. Das klassische, werbefreie Abo ohne jegliche Einblendungen kommt auf 40 Prozent. Für die Erhebung wurden zwischen Oktober 2025 und September 2026 genau 4776 Personen in Deutschland im Alter von 18 bis 64 Jahren zu ihrer Nutzung in den vergangenen zwölf Monaten befragt.

Verluste für Pay-per-View

Deutlich abgeschlagen rangieren Video-Leihen sowie Einzelkäufe. Lediglich 16 Prozent der Teilnehmer gaben an, auf das Pay-per-View-Modell zurückgegriffen zu haben. Weitere acht Prozent nutzten sonstige Wege, sechs Prozent antworteten mit "Weiß nicht". Die Zahlen unterstreichen den langfristigen Bedeutungsverlust des klassischen Einzelabrufs gegenüber Abonnements. Da Mehrfachantworten möglich waren, zeigen die Daten, dass viele Menschen verschiedene Dienste parallel nutzen und werbefinanzierte sowie werbefreie Angebote mischen.

Werbung ist beim Streaming längst kein Randphänomen mehr, sondern der Normalfall. Viele Nutzer akzeptieren die Unterbrechungen, wenn sie dafür günstigere oder sogar kostenlose Inhalte bekommen. Für Anbieter wie Netflix, Disney+ oder Amazon Prime Video bedeutet die starke Nutzung dieser Tarife, dass Wachstum und Kundenbindung zunehmend über hybride Modelle laufen.

Gerade vor dem Hintergrund steigender Abo-Preise und Wachstumsdruck setzen die Plattformen verstärkt auf werbefinanzierte Optionen. Die Einblendungen werden für die Konzerne zu einem zentralen Ertragsstandbein. Damit wollen die Dienste preissensible Nutzer halten und zusätzliche Zielgruppen erschließen.
Streaming in Deutschland: Kostenloses Angebot mit Werbung führt Quelle: Statista
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