KI beim Shopping: Verbraucher zögern, den Einkauf abzugeben

Beim Einkaufen im Internet ziehen viele Menschen in Deutschland eine klare Grenze für Künstliche Intelligenz. 52 Prozent der Verbraucher trauen einer Software nicht zu, eigenständig in ihrem Namen Bestellungen abzuschließen.

Elektronik wird am ehesten akzeptiert

Wenn Künstliche Intelligenz die Warenauswahl und den Bezahlvorgang komplett übernimmt, zeigen sich Konsumenten in Deutschland im Jahr 2026 zurückhaltend. Die Bereitschaft für automatisierte Bestellungen variiert je nach Warenkategorie. Am ehesten können sich Nutzer das bei Elektronik und Technologie vorstellen, wo 23 Prozent der Befragten einer Software die Aufgabe überlassen würden. An der zugrunde liegenden Erhebung nahmen über 1000 Personen zwischen 18 und 64 Jahren teil.

Danach folgen Reisen oder Erlebnisse, bei denen die Akzeptanz für einen KI-gesteuerten Kauf bei 21 Prozent liegt. Bei Kleidung und Accessoires sowie bei Körperpflegeprodukten liegt der Anteil der Befürworter bei jeweils 19 Prozent.

Wenig Vertrauen in KI bei Luxusprodukten

Noch unbeliebter ist die automatisierte Beschaffung bei Alltagsartikeln mit 17 Prozent. Den geringsten Zuspruch findet ein eigenständiger KI-Einkauf bei Luxusprodukten, wo zehn Prozent der Käufer auf eine maschinelle Entscheidung vertrauen. Wie Statista in der aktuellen Auswertung berichtet, liegt die zentrale Herausforderung für Händler und KI-Anbieter weniger bei der reinen Produktempfehlung.

Die Übertragung der Kaufentscheidung stellt die entscheidende Hürde dar. Sobald ein System selbst auswählt und bestellt, geben die Kunden die Kontrolle über die Transaktion ab. Um die Schwelle zu senken, könnten nachvollziehbare Empfehlungen sowie klare Möglichkeiten helfen, mit denen sich ein Kaufvorgang prüfen oder stoppen lässt.
KI beim Shopping: Verbraucher zögern, den Einkauf abzugeben Quelle: Statista
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