Streaming vs. Tonträger: Comeback von CDs, Vinyl und Kassetten?
Anfang der 2000er Jahre fokussierte sich die Musikbranche aufgrund des erhöhten Aufkommens von Raubkopien über Filesharing-Dienste wie Kazaa oder Napster auf digitale Lösungen: Musikdownloads und und Streaming. Während erstere nach ihrem Höhepunkt Anfang der 2010er-Jahre in jüngster Vergangenheit nahezu komplett an Bedeutung verloren haben, hat Musikstreaming über Dienste wie das 2006 gegründete Spotify innerhalb weniger Jahre physische Datenträger komplett in den Schatten gestellt. 2023 generierten Streams laut des International Federation of the Phonographic Industry (IFPI) Global Music Report etwa 19,3 Milliarden US-Dollar weltweit, mehr als CDs, Kassetten und Vinyl in den vergangenen 20 Jahren. Ganz abschreiben sollte man physische Tonträger allerdings nicht.
Wie die Grafik zeigt, befinden sich die Verkäufe von physischen Tonträgern seit 2021 wieder im Aufwind und haben im vergangenen Jahr mit 5,1 Milliarden US-Dollar den Wert von 2015 erreicht. Dies bedeutet allerdings nicht automatisch, dass auch mehr Tonträger abgesetzt werden. Gerade im Vinylbereich, der 2023 in den USA von den Veröffentlichungen von Taylor Swift dominiert wurde, findet seit einigen Jahren eine drastische Preissteigerung statt. Alben kosten derzeit teilweise weit jenseits der 25 Euro, während Vinyl im Jahr 2004 für unter 10 Euro zu haben war. Inflationsbereinigt würde eine 10-Euro-Platte von damals heute etwa 14 Euro kosten.
Laut IFPI wuchs der Umsatz mit aufgenommener Musik im Vergleich zum Vorjahr um 10,2 Prozent auf insgesamt 28,6 Milliarden US-Dollar. Je nach Vertrag zwischen Streamingdienst und Label der Musikschaffenden landet von diesem Umsatzplus mal mehr, mal weniger direkt bei den Urhebern und Autoren. Die genauen Werte lassen sich offiziellen Statistiken nicht entnehmen. Auch Spotify spricht in seinem Loud-&-Clear-Report nur von neun Milliarden ausgeschütteten US-Dollar, nicht allerdings, wie die Verteilung in der Praxis aussieht.
Diese Intransparenz seitens der Branche wird regelmäßig von Künstlern und unabhängigen Verbänden Musikschaffender kritisiert. So sprechen sich der Förderverein Musikwirtschaft NRW, der Landesmusikrat NRW und der Verband Pro Musik deutlich gegen die positive Interpretation einer ähnliche Studie des Bundesverband Musikindustrie aus. "Dass die gestiegenen Einnahmen vor allem Künstlern zugutekommen, wie es die Studie darstellt, ist als Ziel zu befürworten. Die Realität sieht bisher anders aus", heißt es in einem Statement. "Denn im Gegensatz zu den Thesen der Studie lassen die Einnahmen der Musikindustrie in Bezug auf die Ausschüttungen an Künstlern noch viel Raum nach oben erkennen."
Wie die Grafik zeigt, befinden sich die Verkäufe von physischen Tonträgern seit 2021 wieder im Aufwind und haben im vergangenen Jahr mit 5,1 Milliarden US-Dollar den Wert von 2015 erreicht. Dies bedeutet allerdings nicht automatisch, dass auch mehr Tonträger abgesetzt werden. Gerade im Vinylbereich, der 2023 in den USA von den Veröffentlichungen von Taylor Swift dominiert wurde, findet seit einigen Jahren eine drastische Preissteigerung statt. Alben kosten derzeit teilweise weit jenseits der 25 Euro, während Vinyl im Jahr 2004 für unter 10 Euro zu haben war. Inflationsbereinigt würde eine 10-Euro-Platte von damals heute etwa 14 Euro kosten.
Laut IFPI wuchs der Umsatz mit aufgenommener Musik im Vergleich zum Vorjahr um 10,2 Prozent auf insgesamt 28,6 Milliarden US-Dollar. Je nach Vertrag zwischen Streamingdienst und Label der Musikschaffenden landet von diesem Umsatzplus mal mehr, mal weniger direkt bei den Urhebern und Autoren. Die genauen Werte lassen sich offiziellen Statistiken nicht entnehmen. Auch Spotify spricht in seinem Loud-&-Clear-Report nur von neun Milliarden ausgeschütteten US-Dollar, nicht allerdings, wie die Verteilung in der Praxis aussieht.
Diese Intransparenz seitens der Branche wird regelmäßig von Künstlern und unabhängigen Verbänden Musikschaffender kritisiert. So sprechen sich der Förderverein Musikwirtschaft NRW, der Landesmusikrat NRW und der Verband Pro Musik deutlich gegen die positive Interpretation einer ähnliche Studie des Bundesverband Musikindustrie aus. "Dass die gestiegenen Einnahmen vor allem Künstlern zugutekommen, wie es die Studie darstellt, ist als Ziel zu befürworten. Die Realität sieht bisher anders aus", heißt es in einem Statement. "Denn im Gegensatz zu den Thesen der Studie lassen die Einnahmen der Musikindustrie in Bezug auf die Ausschüttungen an Künstlern noch viel Raum nach oben erkennen."
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