Vivaldi verbessert die eingestaubte Browser-History radikal

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Die Entwicklung des noch recht jungen Browsers Vivaldi schreitet recht zügig voran und die Entwickler haben durchaus noch viel mehr Ideen, die von den etablierten Standards abweichen. In der neuesten Fassung des Browsers räumen sie nun beispielsweise mit dem gewohnten Verlauf auf.

In der klassischen Browser-History bekommen die Anwender in quasi allen Fällen schlicht eine Liste der besuchten Webseiten vorgesetzt. Wenn man Glück hat, gibt es wenigstens noch eine rudimentäre Suchfunktion, so dass auch Intensiv-Nutzer vielleicht etwas wiederfinden können, womit sie sich vor einigen Tagen beschäftigten. Vivaldi soll hier nun wesentlich mehr bieten.

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"Wir wollen die Browsing-History nützlicher als je zuvor gestalten", erklärte der Vivaldi-Gründer und ehemalige Opera-Chef Jon von Tetzchner. Der Nutzer soll sich hier nicht durch hunderte Zeilen voller Links scrollen müssen, sondern eine inhaltliche Übersicht der vergangenen Verwendung des Browsers bekommen. Grafisch aufbereitet präsentiert die Software hier die vergangenen Themen, mit denen man sich beschäftigte und soll so helfen, besser an früheren Punkten anknüpfen und Informationen besser wiederfinden zu können.

Die Einträge sind daher ähnlich angeordnet wie Termine in einem Kalender. In der gröberen Ansicht werden hier vor allem jene Domains präsentiert, auf denen man am fraglichen Tag am stärksten unterwegs war. Davon ausgehend kann man sich tiefer hineinzoomen und so beispielsweise eine bestimmte Seite wiederfinden, von der man im Grunde nur noch weiß, dass man während einer längeren Social Networking-Session vor einigen Tagen über sie stolperte.

Es geht aber auch darüber hinaus. "Das neue History-Feature zeigt auch jene Daten, die sonst von Dritten getrackt werden", so von Tetzchner. Statt diese Informationen für den Browser selbst kommerziell auszuschlachten, wolle man dem User - und nur diesem - interessante Einblicke in sein eigenes Nutzungsverhalten bieten.

Download Vivaldi - Interessanter Browser des Ex-Opera-Chefs
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Komisch, wenn ich im Firefox einfach twitter.com eingebe bekomme ich auch nur twitter angezeigt.
Und da er wohl Wallpaper gesucht hat gebe ich das noch mit ein und habs.
Umständlicher gehts nicht.
 
@Paradise: Es kann nie schaden wenn man nach allen möglichen Parametern filtern kann, das was Firefox anbietet ist nur eine sehr rudimentäre Suche ohne jedes Feature.
 
Das ist einfach mal geil. Vivaldi ist super und wird bald eine Alternative zu Chrome. Ich finde ja die Historie in Chrome eh ziemlich schlecht und umständlich zu bedienen.
 
@Klöden: Chrome hat leider noch nie mit Features begeistert.
 
@Klöden: @Klöden: Ja, ich arbeite mich auch gerade langsam weg vom Firefox zu Vivaldi. Der Browser wird immer besser. Manchmal hat er aber noch Probleme mit PlugIns. uMatrix z. B. hakt hin- und wieder und reagiert nicht.
 
Vivaldi ist durchaus ein wirklich guter Browser.
Bei mir gibt's leider Probleme mit der Sitzungsspeicherung und er merkt sich nach dem Rechner Neustart keine Tabs :/
Da es für Chrome leider echt kein brauchbaren Session Manager gibt (bin da wohl einfach von FF verwöhnt)
werd ich mal weiter den Edge nutzen bis Vivaldi hier bei der Session Speicherung nachgebessert hat.

Wobei ich mit dem Creators Update echt überrascht bin vom Edge. Läuft wirklich gut jetzt und sogar Fehler mit Addons wie lastPass sind verschwunden.

Mal sehen ob zuerst Vivaldi an der Session Speicherung schraubt oder ob Edge mich vollends überzeugen kann bis dahin.
 
@Eagle02: https://chrome.google.com/webstore/detail/session-buddy/edacconmaakjimmfgnblocblbcdcpbko?utm_source=chrome-app-launcher-info-dialog
 
@one: wie gesagt: kein gescheiter.
 
Na Prima. Das wird dann wieder irgendsoeine lustig bunte, grafische Mausklick-Anfängerlösung à la Microsoft, die bestenfalls mit den Daten von 100 Beispielwebseiten bei einer Software-Präsentation zurechtkommt und dann im produktiven Betrieb, mit den zu verarbeitenden Daten von zehntausenden über ein oder mehrere Jahre besuchten Webseiten, komplett unübersichtlich und damit auf kleinen Mobilgerätedisplays komplett unbenutzbar wird, dazu noch den Rechner ausbremst, dann instabil wird und abstürzt.

Die Vivaldi-Macher sollten dem Browser lieber eine Möglichkeit spendieren die Browser History als Plain-Text, also etwa als CSV-Datei auszugeben, so dass man sie mit stabilen, professionellen, hocheffizienten und problemlos auch über große Datenmengen skalierenden, ressourcenschonenden Such-Lösungen verarbeiten kann. Dann könnte man mit professionellen Tools die es wirklich drauf haben und auch mit regulären Ausdrücken, also Mustererkennung, suchen können, in effizienter weise die gewünschten Daten aus der Datenbasis extrahieren.

Noch so einen bunten Kinderkram mit verspielten, farbigen Diagrammen, Icons und großen, platzverschwendenden, weissen Flächen ohne jegliche Informationen im MS-Office-Stil, der bei ernsthafter Nutzung mit großen Datenmengen den Rechner in die Knie zwingt, beim Scrollen ruckelt und dann kaum noch zu bedienen ist, bevor er endlich komplett abstürzt, wie Word beim Bearbeiten großer Dokumente, braucht echt kein fortgeschrittener Computernutzer.

Weniger Spielkram und dafür mehr effiziente, stabile Funktionalität wären bei einem Browser wirklich mal ein Alleinstellungsmerkmal.

Selbst der Firefox-Browser klappt mir in neueren Versionen plötzlich wieder auf allen Installationen auf denen ich neuere Versionen ausprobiere bevor ich sie einsetze bei Sessions mit nicht einmal 3000 geöffneten Tabs zusammen. Die Versionen von vor 4 Jahren kamen hingegen selbst mit über 6000 offenen Tabs problemlos klar. Alles nur noch bunte Oberflächen und nichts mehr dahinter. Soll das Fortschritt in der Browserentwicklung sein, heute nur noch Browser für Anfänger und Gelegenheitsnutzer anzubieten, die bei Power-Usern einfach in sich zusammenfallen?

Es wäre wirklich mal an der Zeit für einen professionelleren Ansatz bei Browsern. Weniger Grafikspielerei und mehr Stabilität und Effizienz bitte. Auch wenn es der Durchschnittsnutzer, der großen Wert auf Grafik und sein Desktop-Hintergrundbild legt, weil er seinen Rechner offenbar eher als repräsentativen digitalen Bilderrahmen auf seinem Schreibtisch denn als Werkzeug begreift, kaum vemuten würde: Es gibt Leute, die ihren Rechner und die darauf befindliche Software und somit auch einen Browser noch benutzen und ihn sich nicht nur mit einer Hand voll geöffneten Webseiten auf dem Desktop ansehen und dann beurteilen ob er zu den Webseiten und zu der Farbe ihrer Taskleiste und ihres Hintergrundbildes passt. Es wäre schön wenn ein Browserhersteller das einmal berücksichtigen würde. Verspielte, bunte Browsr für Anfänger haben wir allmählich genug im Markt. Ein weniger optisch, sondern mehr funktionell überlegenes Browser-Konzept für Profis fehlt hingegen noch.
 
@monumentum!: 3000-6000 (tausend) offene Tabs? Wow, ich arbeite mit c.a. 8 Sessions mit je c.a. 10-15 Tabs und dachte, das wäre schon viel. Was machst du mit so vielen Tabs und wie handelst du die?
 
@monumentum!: Naja, mal ganz ehrlich: wenn du deine History aufgrund ihrer Größe mit professionellen Analysewerkeugen auswerten musst bzw. möchtest, Dinge wie Sessions mit 3000-6000 offenen Tabs für dich ein reguläres Anwendungsszenario darstellen, dann bist du vermutlich nicht einfach ein "fortgeschrittener Computernutzer" sondern hast eher Spezialanforderungen, die wahrscheinlich niemals so wirklich in einem Produkt für den Massenmarkt realisiert werden, weil sie wahrscheinlich schlicht bestenfalls einer von 5000 Usern nutzen würde. Und für diesen lohnt sich im Regelfall eben die Entwicklung nicht, aber es spricht an sich ja nichts dagegen, einfach den Entwicklern mal deine Ideen vorzuschlagen. Mehr als "nein" sagen können sie nicht.

Ich hätte übrigens ebenfalls nichts dagegen, wenn der Ansatz noch etwas "professioneller" würde, aber ich definiere das für mich wohl gänzlich anders als du. Beispiel: weg mit dieser standardmäßig nicht-nativen UI. Wer sowas haben will, darf das gern aktivieren oder Skins benutzen. Notizen? Gern, aber bitte als AddOn. Ansonsten hab ich aber bei Vivaldi erschreckend wenig zu meckern bisher.
 
Langsam wird Vivaldi zu eine Alternative zum Firefox. Das ist leider auch bitter nötig, da Mozilla mit dem Release von Firefox 57 den klassischen Firefox zu töten wird.
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