HTC U11: Alle Details zum druckempfindlichen High-End-Smartphone

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Wie erwartet hat HTC heute mit dem HTC U11 sein neues Flaggschiff-Smartphone vorgestellt, das mit einem druckempfindlichen Rahmen neue Arten der Bedienbarkeit erschließen soll. Neu für HTC ist auch, dass das 5,5-Zoll-Smartphone mit High-End-Ausstattung, jetzt nach IP67 zertifiziert und somit weitestgehend wasserdicht ist.

Druckempfindlicher Rahmen dank HTC Edge Sense

Das HTC U 11 geisterte schon seit geraumer Zeit durch die Gerüchteküche und bekommt tatsächlich einen Metallrahmen, der ab ungefähr der Hälfte des Geräts mit unterschiedlich starkem Druck zum Auslösen verschiedener Aktionen genutzt werden kann. Der Anwender legt dabei künftig selbst fest, was das U11 "auf Druck" machen soll.
HTC U11Das HTC U11 lässt beim... HTC U11...Drücken des Rahmens die Kamera starten... HTC U11Langfristig mehr Möglichkeiten geplant
HTC will zunächst das Öffnen des Google Assistant und der Kamera-App sowie das Auslösen der Kamera über das Drücken des Rahmens ermöglichen. Drückt man einmal kurz, wird die Kamera-App geöffnet. Drückt man lang, wird der Sprachassistent von Google angezeigt. Ist die Kamera-App einmal geöffnet, kann man durch erneutes Drücken auf die Seiten des Telefons ein Foto aufnehmen lassen.

HTC will Aufgaben auf Druck automatisieren

Interessant ist hierbei, dass der Kunde nicht nur die Stärke des Drucks festlegt, ab der eine Aktion erfolgt, sondern auch festlegen kann, was das Telefon tun soll. Mit einer in den nächsten Monaten verfügbaren App sollen sich ganze Ketten von Aktionen automatisieren lassen, so dass jeder Anwender tatsächlich vollkommen individuell mit der Edge Sense genannten Technologie "hantieren" kann.

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Das HTC U11 hat abgesehen davon ein 5,5 Zoll großes QHD-Display mit 2560x1440 Pixeln und einer Abdeckung aus Gorilla Glass 5, die oben und an den Seiten recht weit um die Seiten herumgezogen wird. Dadurch erinnert die Front zumindest in ausgeschaltetem Zustand optisch an das Galaxy S8 von Samsung, auch wenn das Display selbst hier nicht gewölbt ist. Unterhalb des Bildschirms bringt HTC einmal mehr beleuchtete Android-Tasten und einen mittig platzierten Fingerabdruckleser bzw. Home-Button an, wobei diese sehr nah am unteren Rand sitzen.

Snapdragon 835 Power an Bord, mehr Speicher nur für China

Im Innern tut der Qualcomm Snapdragon 835 seinen Dienst, also der im 10-Nanometer-Maßstab gefertigte Octacore-SoC mit bis zu 2,45 Gigahertz Taktrate, welcher nicht nur für extrem hohe LTE-Übertragungsraten sorgt, sondern auch dem mitgelieferten In-Ear-Headset die Fähigkeit gibt, Umgebungsgeräusche per Active Noise Cancelling zu unterdrücken.

Der High-End-Prozessor wird in der deutschen Version von vier Gigabyte Arbeitsspeicher unterstützt, wobei in China auch noch eine Variante mit ganzen sechs GB RAM auf den Markt kommt. Der Flash-Speicher ist beim deutschen Modell 64 GB groß, während einige asiatische Märkte auch mit Modellen mit 128 GB bedient werden.
HTC U11HTC U11 schwarz HTC U11HTC U11 blau HTC U11HTC U11 silber
HTC spricht lediglich von "UFS-Speicher", gibt aber keine Auskunft darüber, ob hier nun UFS 2.0 oder die schnellere Variante UFS 2.1 verbaut ist - angesichts der durch hohe Nachfrage herrschenden Speicherknappheit und Samsungs bzw. Huaweis "Kommunikationsproblemen" bezüglich dieses Ausstattungsdetails wohl die strategisch klügere Entscheidung.

Dual-Pixel-Autofokus, optischer und elektronischer Bildstabilisator

Bei den Kameras setzt HTC auf einen einzelnen 12,2-Megapixel-Sensor auf der Rückseite, dessen Sensorpixel mit 1,4 Mikrometern Diagonale recht groß ausfallen. Dieser wird als UltraPixel 3 Sensor bezeichnet ermöglicht den Dual-Pixel-Autofokus, der für eine extrem schnelle Fokussierung sorgen soll. HTC verwendet hier außerdem eine Kombination aus optischem und elektronischem Bildstabilisator, um auch bei schlechtem Licht unverwackelte Aufnahmen zuzulassen. HTC U1112,2 Megapixel hinten, 16 MP vorn Dazu tragen auch die F/1.7-Blende und ein dem ja auch von HTC gebauten Google Pixel ähnlicher automatischer HDR-Modus bei. 4K-Videos sind ebenso problemlos möglich wie Slow-Motion-Aufnahmen bei 120 Bildern pro Sekunde mit 1080p-Auflösung. Die Frontkamera hat einen BSI-Sensor mit ganzen 16 Megapixeln und einer F/2.0-Blende, die ebenfalls einen "HDR-Boost" mitbringt.

Zwei Wege oder Stereo: der Nutzer hat beim BoomSound die Wahl

HTC lässt sich in Sachen Audio nicht lumpen. Man verbaut am oberen und unteren Ende des U11 jeweils einen Lautsprecher, um so den "BoomSound" zurückzubringen. Der Kunde kann dabei wählen, ob er die jeweils in der Hörmuschel und unten rechts am Rand verbauten Lautsprecher als "2-Wege-System" oder im Stereo-Betrieb verwenden will. Die Lautsprecher sind dabei angeblich lauter als bei allen früheren HTC-Smartphones mit BoomSound.

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Auf einen ganz normalen Kopfhöreranschluss verzichten die Taiwaner beim U11 aber leider. Stattdessen setzt man auf die auch schon von den anderen Modellen aus der HTC U-Serie bekannten USonic-Kopfhörer für den USB Type-C-Port, die mit ihren direkt in die Kopfhörer eingebauten Mikrofonen eine optimale Abstimmung auf das Gehör des Trägers garantieren sollen.

Active Noise Cancelling ab Werk und ohne Aufpreis

Mit Hardware-seitiger Unterstützung durch den neuen Qualcomm-Prozessor im Smartphones selbst, werden die Mikros bei der Audio-Wiedergabe auf Wunsch sogar zur aktiven Rauschunterdrückung (ANC) genutzt, was die Anschaffung oft teurer, spezieller Kopfhörer hinfällig macht. Der ebenfalls im U11 untergebrachte Digital-Analog-Konverter (DAC) des mitgeliefertem Type-C-auf-Klinke-Adapters soll auch bei Verwendung von normalen Kopfhörern optimalen Klang gewährleisten.

Das HTC U 11 bringt einen 3000mAh großen Akku mit, was angesichts der Größe und der Leistung nicht unbedingt beeindruckt. Geladen wird per Qualcomm Quick Charge 3.0, also mit maximal 18 Watt, so dass das Gerät zügig wieder einsatzbereit ist. Das mit dem Snapdragon 835 mögliche Quick Carge 4.0 wird noch nicht unterstützt, der Type-C-Port bietet aber immerhin USB 3.1. HTC U11Das HTC U11 kann laut diesem offiziellen Pressebild auch als Schminkspiegel herhalten

Endlich wasserdicht

Waren die vorangegangenen Flaggschiff-Smartphones von HTC allesamt noch nicht wasser- und staubdicht, hat HTC das U11 nach IP67 zertifizieren lassen und in dieser Hinsicht somit nachgebessert. Bis zu einer Stunde kann das U11 deshalb in 50cm Wassertiefe "überleben". Während der Rahmen aus Metall ist, wird die das Gerät fast vollständig umschließende Glas-Rückseite in verschiedenen Farben auf Hochglanz getrimmt. Dies sieht zwar extrem gut aus, sorgt aber auch für eine starke Anfälligkeit für Fingerabdrücke.

Mit 169 Gramm Gewicht und 7,9 Millimetern Bauhöhe ist das U11 nicht unbedingt leicht, fällt aber angenehm dünn aus. Auch die Kamera steht nicht weit aus dem Gehäuse heraus. Als Betriebssystem läuft hier Android 7.1.1 "Nougat", also die aktuellste Version des Google-OS. Die HTC-eigene Sense-Oberfläche ist recht leichtgewichtig und bietet die üblichen Anpassungen in Form von zusätzlichen Apps und dem vom Homescreen aus erreichbaren BlinkFeed.

Hierzulande im freien Handel immer mit zwei SIM-Slots

Anders als zuvor wird das HTC U11 von Anfang an in Deutschland im freien Handel in einer Dual-SIM-Variante angeboten, wobei die Netzbetreiber auch eine mit nur einem einzelnen Nano-SIM-Slot ausgerüstete Version einführen werden. Die Dual-SIM-Konfiguration erfolgt mittels eines Hybrid-Slots, so dass man sich letztlich zwischen einer zweiten SIM und der Verwendung einer MicroSD-Karte zur Speichererweiterung entscheiden muss.

Das HTC U11 kommt in Deutschland am 1. Juni 2017 in den Handel, wobei anfangs die Farben Blau, Silber und Schwarz angeboten werden, bevor etwas später auch noch eine rote Variante folgt. Die offizielle Preisempfehlung liegt bei 749 Euro.
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Das Telefon Sicht sehr gut aus.
 
Mir gehen diese Smartphone News mittlerweile auf den Nerv. Bei mir lösen Sie eine völlige Reizüberflutung aus. Wer soll die Phones denn überhaupt noch alle kaufen? Eigentlich müsste doch am Markt eine Übersättigung stattgefunden haben, oder nicht?
 
@Gonzo1974: Ist wie bei den Autos. Der Markt läuft auch seit dem es Autos gibt, obwohl jeder eins zu haben scheint und der Markt gesättigt sein Müsste. Aber man kauft sich ein neues und es kommen Menschen nach, die sich ihr erstes zulegen. Das reicht, um den Markt in Bewegung zu halten. Bei den Smartphones dasselbe. Obwohl es bei den Smartphones schon zurück gegangen ist bei den Herstellern. Nokia, Microsoft, BlackBerry, HTC usw sind (fast) nicht mehr dabei. Auf der anderen Seite kommen die China Marken nach Europa.
 
"Das HTC U11 kann laut diesem offiziellen Pressebild auch als Schminkspiegel herhalten."
Dann ist das aber ein sehr ungünstig geschossenes Foto, denn das sieht mehr als nur verzerrt aus. Wer sich damit schminkt sieht wohl nicht besser aus als Marge Simpson nach verwenden von Homers Schminkflinte.
http://www.youtube.com/watch?v=7Wzvc23KFgo#t=58s
 
@eN-t: Den alles Okay Alarm hat das HTC dann bestimmt auch!
 
@FatEric: Der eine YouTube-Kommentar lässt mich jetzt grübeln, ob Lisas Aussage "Frauen mögen es nun mal nicht, wenn man ihnen ins Gesicht schießt" tatsächlich auf Sex bezogen war... aaaah!
 
Ich war erst nicht so angetan vom Rand oben und unten, aber dann las ich, dass Stereo-Speaker verbaut sind. Das ist dann wieder akzeptabel. Allerdings muss ich auch eingestehen, dass ich beim Smartphone mittlerweile nur noch Bluetooth Kopfhörer nutze. Von daher wäre mir weniger Rahmen lieber. Das Galaxy S8 fällt für mich allerdings raus. Ich finde das Gerät zu schmal, die Button sind in der falschen Anordnung und ich möchte nicht 9 Monate auf ein Android-Update warten. Das LG G6 ist mir da lieber, aber nicht mit nur 32 GB Speicher, wie es aktuell angeboten wird. 64 GB brauche ich da schon. Mal sehen, was die neuen Pixel im Herbst können.
 
@noneofthem: ggfs. kommt ja noch was von Nokia. Es soll ja ein Nokia 9 kommen und die liefern ein pures Android aus, was dann wohl für schnelle Updates sorgen könnte!
 
@FatEric: Da hoffe ich auch drauf. Highend Nokia mit purem Android wäre top. Abwarten...
 
Damit ist als mich als HTC 10 Besitzer auch klar: Mein nächstes Smartphone wird garantiert kein HTC.
Das Feature mit dem man sich abheben will scheint nicht nur vom Nutzen äußerst fragwürdig zu sein, sondern hat zum Start noch nicht mal alle dafür angedachten Funktionen. Lächerlich für eine Firma die so unter Druck steht. Die Konkurrenz in Form von LG, Samsung und Huawei haben hier meiner Meinung nach klar bessere Angebote.
 
Wenn HTC nicht schleunigst anfängt die Werbetrommel für das U11 zu rühren wie beim One M7 damals wird auch dieses Gerät wieder untergehen. Wobei mich das Gerät auch so nicht interessiert. Es kann nichts was ich brauche/will/interessant finde was die 749€ dafür rechtfertigt. Es ist eigentlich traurig, aber der Markt braucht HTC einfach nicht mehr. Die Innovationslust ist verpufft. Errungenschaften wie die nach wie vor von der Qualität her konkurrenzlosen Stereolautsprecher vom M7 - M9 oder die bis Version 7 makellose Sense-UI wurden einfach wieder konsequent verschlimmbessert. Seit Peter Chou nach dem One M9 abgegangen ist und diese unfähige Cher Wang den Cheffsessel besetzt hat sinkt das Niveau der Produkte dieser Firma leider kontinuierlich. Schade eigentlich, als ich mein One M7 damals das erste Mal in der Hand hatte dachte ich eigentlich das mein nächstes Gerät garantiert wieder eines von HTC werden muss. Aber das hat sich mit dem U11 jetzt wohl endgültig erledigt.
 
Ein Smartphone muss auch mal runter fallen dürfen. Das hier kann es nicht.
 
ICh wünschte mir mal wieder ein HTC mit dem Design vom M8 bzw. M9. Ja das M9 war kein Erfolg aber doch nur weil es kaum Unterschiede zum M8 gab. Inzwischen würde sich das Design wieder von allem anderen abheben und vor allem hätte man nicht die ganzen hässlichen Finger abdrücke wie bei dem jetzigen Model und den Samsunggeräten
 
Mal kurz gefragt, gab es da keine großes Event zur Vorstellung? Oder ist HTC mittlerweile so klamm bei Kasse, dass sie nur per Pressemitteilung ankündigen?
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