Uber und US-Militär entwickeln Flüster-Antrieb für Flugtaxis

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Uber: Flugtaxi mit koaxialen Rotoren
Der Fahrtenvermittler Uber hat in den letzten Monaten weiter an seinen Konzepten für die Personenbeförderung auf dem Luftweg gearbeitet und ist dabei auch eine Partnerschaft mit dem US-Militär eingegangen. Das Ziel besteht hier darin, besonders leise Flugsysteme zu entwickeln, die sich so auch in größerer Zahl über bewohnten Gebieten nutzen lassen.

Während Flughäfen auch aufgrund der Lärmbelastung immer weiter aus den Metropolen hinaus verlagert wurden, sollen neue Antriebe letztlich so leise sein, dass sie keine höhere Belastung als der Autoverkehr verursachen. Uber-Ingenieure arbeiten dafür zusammen mit Kollegen des US Army Research, Development and Engineering Command (RDECOM) an Flugsystemen, die elektrisch angetrieben werden und vertikal in urbanen Räumen starten und landen können.

Der Schwerpunkt der Kooperation liegt dabei auf Vertikal-Antrieben mit mehreren koaxialen Rotor-Systemen. Diese erbringen die gleiche Leistung wesentlich leiser als einzelne Rotoren, wie man sie von Helikoptern kennt. Weiterhin wird so eine wesentlich geringere Größe des Antriebssystems benötigt, was die Navigation, Starts und Landungen in städtischen Gebieten ebenfalls einfacher macht.

Flüsternd über der Stadt

Als Uber im vergangenen Jahr erste Konzepte für Flugtaxis vorstellte, die kurze Strecken überbrücken sollen, waren die Entwürfe für die Flugsysteme noch mit herkömmlichen Rotoren ausgestattet, wie man im Video sehen kann. Inzwischen ist man aber ziemlich stark von der koaxialen Technologie überzeugt, auch wenn der Antrieb selbst dadurch etwas komplexer aufgebaut sein muss.

Letztlich wird die Lautstärke der Flugsysteme eben mit darüber entscheiden, für welche Routen und Gegenden überhaupt Fluggenehmigungen zu bekommen sind. Hier ist es dann durchaus sinnvoll, auf das etwas teurere Konzept zu setzen, wenn man im Gegenzug viel flexibler arbeiten kann und so letztlich mehr Kunden transportiert.
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Uber schafft es noch nicht einmal, ein sicheres System auf dem Boden zu betreiben - und da wollen die auch noch in die Luft?!
 
@max06.net: Gibt halt weder Fußgänger und Radfahrer da oben. :-P
 
@MichaW: Aber darunter!!
 
@MadScientist: und darin.
 
jedesmal wenn ich im Garten sitze kommt so ein Heini mit seiner achsotollen Drohne und nervt. Und das soll hier besser werden? Nach Luft-Smog kommt der Audiosmog, happy not!
 
@mueslitv: wären so kleine Drohnen nicht eh ideale Versuchsobjekte? Die Teile sind enervierend laut...
 
@ZappoB: Luftgewehr oder Katsche (kleines Katapult) mit Stahlkugeln und schon ist das eine lahme Ente auf der Erde.
 
@Kiebitz: Sachbeschädigung, viel Spaß. :-)
 
@larsh: Selbstverteidigung und Schutz der eigenen Gesundheit. Übrigens: Wenn das Ding über meinen Garten, meine Terrasse, mein Balkon usw. kreist, ist das gesetzlich unzulässig und MINDESTENS ! eine strafbare Ordnungswidrigket.
 
@Kiebitz: Das mag über dem eigenen Grundstück gelten - an der Grenze dazu allerdings nicht. Gegen was verteidigst du dich? Und wieso stört eine Drohne deine Gesundheit (also angenommen natürlich, sie ist nicht über deinem Grundstück und kann dir damit auch nicht auf den Kopf fallen)? Privatsphäre hätte ich verstanden, aber Selbstverteidigung ... das musst du näher erklären.
 
@larsh: Steht doch da bei mir: ".......Schutz der eigenen Gesundheit..."! Ich verteidige meine eigene Gesundheit vor Lärm, aber auch Verteidigung vor dem Ausspähen meiner Privatsphäre, mal so als Beispiele.

Übrigens ich schrieb ausdrücklich ! "...das Ding über meinen Garten, meine Terrasse, mein Balkon usw. kreist...", also ist Dein Hinweis "...an der Grenze dazu allerdings nicht..." KEIN Argument. Möglicherweise kann aber ein Flug an der Grenze zu meinem Grundstück auch unerlaubt sein, wenn er dazu dient, mich "auszuspionieren". Mal so gaaanz nebenbei!
 
Weniger Autos wird es trotzdem nicht geben. Denn diese Dinger werden sich sicher nicht jeder leisten können. Und wenn die quasi als "öffentliches" Verkehrsmittel eingesetzt werden sollen, mindert das den Individualverkehr auch nicht. Tun Busse und Bahnen jetzt ja auch nicht!

Und Platz und "Parkmöglichkeiten" brauchen diese Dinger auch noch zusätzlich zu den Autos.
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