Langzeittest: Drei Monate mit dem Huawei Mate 9

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Das Huawei Mate 9 zählt dank seines großen Displays, seiner schnellen CPU und der Dual-Kamera auf der Rückseite zweifellos zu den derzeit technisch am besten ausgestatteten Smartphones auf dem Markt. Ob das aktuelle Flaggschiff-Modell des chinesischen Herstellers aber auch im Langzeit-Test überzeugen kann, hat unser Kollege Daniil Matzkuhn in den letzten drei Monaten herausgefunden.

Verarbeitung und Performance

In Sachen Design und Verarbeitung offenbart das Huawei Mate 9 keine Schwächen. Das vollständig aus Aluminium gefertigte Gehäuse wirkt sehr hochwertig, zudem ist es nicht anfällig für Fingerabdrücke. Aufgrund der geschwungenen Rückseite liegt das recht große Smartphone zudem gut in der Hand.

Das 5,9 Zoll große Display hat eine Auflösung von 1920 × 1080 Pixeln, also FullHD. Die Pixeldichte beträgt 373 ppi. Beides ist vollkommen in Ordnung, jedoch hätte dem Smartphone eine noch höhere Auflösung durchaus gutgetan. Die Schärfe, Blickwinkelstabilität und Helligkeit überzeugen.

Durch den HiSilicon Kirin 960 mit insgesamt acht Kernen (4 × 2,4 GHz, 4 × 1,8 GHz) und 4 GB RAM arbeitet das Huawei Mate 9 angenehm schnell und auch aufwändige Spiele laufen durchgehend flüssig. Der interne Speicher ist 64 GB groß, wovon 52 GB dem Nutzer zur freien Verfügung bereitstehen. Der Speicher lässt sich durch das Einsetzen einer microSD-Karte noch erweitern, alternativ kann der Slot für eine zweite Sim-Karte genutzt werden.
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Kamera und Akkuleistung

Auf der Rückseite des Huawei Mate 9 wurden zwei Kameras verbaut: Während eine Farbkamera mit 12 Megapixeln auflöst, nimmt eine zusätzliche 20-Megapixel-Linse monochrome Bilder auf und sammelt zusätzliche Tiefeninformationen. Dadurch lassen sich auch nach dem Fotografieren noch der Fokus verändern und die virtuelle Blende verstellen. Insgesamt gelingen mit dem Mate 9 ausgezeichnete Fotos und Videos. Bei schlechten Lichtverhältnissen kann es aber nicht ganz mit Geräten wie dem Google Pixel mithalten.

Der Akku des Mate 9 hat eine Kapazität von 4.000 mAh und soll laut Marketing bei starker Nutzung anderthalb Tage durchhalten. In der Praxis konnte dieser Wert aber leider nicht erreicht werden. Mehr als sechs Stunden bei aktiver Nutzung waren nicht drin. Anderthalb Tage wurden eher bei moderater Verwendung des Gerätes erreicht. Zumindest beim Testgerät schien das Smartphone vor allem bei der Nichtbenutzung zu viel Strom zu verbrauchen. Überzeugen konnte hingegen die Super-Charge-Ladetechnologie, mit der sich der Akku innerhalb von 45 Minuten auf 75 Prozent aufladen lässt.

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Zitat:"...Das 5,9 Zoll große Display hat eine Auflösung von 1920 × 1080 Pixeln, also FullHD. Die Pixeldichte beträgt 373 ppi. Beides ist vollkommen in Ordnung, jedoch hätte dem Smartphone eine noch höhere Auflösung durchaus gutgetan. Die Schärfe, Blickwinkelstabilität und Helligkeit überzeugen. ..."

Für was dann noch eine höhere Auflösung? Weil es auf dem Papier besser aussieht?
Zur Akkuleistung, die Angaben werden ohne Apps gemacht die permanent im Hintergund werkeln, Facebook ist da der größte Stromschlucker.
 
@bebe1231: Wie viele schon angemerkt, VR bedarf höherer Auflösungen. Nur weil DU, das nicht brauchst bzw. im allgemeinen Alltag nicht notwendig ist, heißt es nicht, dass man keine höheren Auflösungen verbauen kann.
 
@bebe1231: Der Unterschied zwischen Full HD und 2k ist auf Geräten ab 5,5 Zoll schon merklich sichtbar, vor allem bei Fotos und Videos. Das schaut nicht nur auf dem Papier besser aus, wie du behauptest. Die Akkuleistung wird immer an der typischen Nutzung gemessen, was aber leider nicht bei jedem Hersteller einheitlich ist. Man sollte solche Angaben daher immer eher als Richtung ansehen und nicht als absolut.
 
"Der Akku des Mate 9 hat eine Kapazität von 4000 mAh und soll eine Nutzungszeit von anderthalb Tagen ermöglichen. In der Praxis konnte dieser Wert aber leider nicht erreicht werden. Mehr als sechs Stunden bei aktiver Nutzung waren nicht drin. Zumindest beim Testgerät schien das Smartphone vor allem bei der Nichtbenutzung zu viel Strom zu verbrauchen."

Also ich weiß nicht was ihr mit eurem Testgerät angestellt hattet oder wie ihr es benutzt hattet, aber meines muss mit ein wenig Spielerei, laufend Whatsapp, etwas surfen und nebenher noch für paar stunden am Tag Musik abspielen über Bluetooth an einem Bluetooth Lautsprecher nach erst etwa 2 Tagen an die Dose.
 
Also ich komm mit meinem Mate 9 bei durchschnittlich 4 Stunden aktiver Nutzung auch über 2 Tage. Und wenn der Display aus ist, dann zieht es kaum Strom. Habt wohl ein Montaggerät erwischt!
 
Für einen genaueren Eindruck zum Akku, schaut euch am besten das Video (gegen Ende) an. Dort habe ich es noch etwas ausgeführt. Dort sieht man auch Paar Screenshots. Der Beitrag wurde in dieser Hinsicht nun auch angepasst.

6 Stunden Display-On-Zeit beinhalten vor allem Twitter, Metal (Facebook Wrapper - die offizielle App mittlerweile runtergeschmissen), Whatsapp, Telegram, FB Messenger, Instagram und etwas YouTube. 1 Gmail Account im Hintergrund sowie die Messenger.

Wenn ich es 4h aktiv nutze, komme ich den zweiten Tag halb hin. 4h sind für mich aber keine starke Nutzung - eher durchschnittlich.
 
Also ich komme mit relativ intensiver Nutzung gut über den Tag.Mich ärgert viel mehr,dass die Speicherkarte nicht in den internen Speicher integrierbar ist !
 
Mich interessieren die Lautsprecher bzw. die Lautstärke derselben.
Ich habe jetzt HTC Boomsound und das ist für Video hören in geräuschvoller Umgebung ohne Ohrhörer schon etwas schwach.
Ist die Lautstärke beim Mate 9 geringer? Viel geringer? Oder gleichwertig?
Gruß Konrad
 
"Wenn ich es 4h aktiv nutze, komme ich den zweiten Tag halb hin. 4h sind für mich aber keine starke Nutzung - eher durchschnittlich."

Arbeiten gehen, Kinder haben, dann sind 4 Stunden viel, seeehr viel...

Nutze es beruflich und privat. Beruflich Telefonieren, Surfen, Fotografieren, Navi. Es reicht locker 2 Tage. Ups, da sind ja schon die 4 Stunden...
Ach so, noch als Wecker, damit ick uff Arbeit nach 11 Stunden nich´einschlafe und morgens den Weg zum Kaffee finde :-)
 
Beim Mate9 konnte ich nach ca. zwei Monaten den HotSpot nicht mehr verwenden (authentifizierungsfehler bei Laptop und Tablet, das Kennwort habe ich nicht geändert). Der gleiche Fehler trat vorher beim Mate 8 auf. Also im Zweifel besser die Hände weg vom Huawei.
Das Mate 8 wurde zur behebund des Fehlers eingeschickt und kam zwei Tage später wieder zurück, freilich ohne Fehlerbehebung.
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