Windows 10: Wie kann man Speicherplatz sparen und freigeben?
Festplatten und SSDs werden zwar immer größer, Speicherplatz ist und bleibt aber ein kostbares Gut, vor allem wenn man Laptop-Nutzer ist. Das liegt auch daran, dass Speicher oftmals eine Art Paradoxon darstellt: Selbst wenn man ihn erweitert, ist er schnell(er) voll und Dateien, von denen man sich trennen kann oder will, findet man dann immer seltener. Deshalb zeigen wir hier einige praktische Tipps, wie man kostbare Mega- und Gigabytes (zurück)gewinnen kann.
Vielfach findet man aber auf einer Festplatte oder SSD auch noch tief im System vergrabene große Dateien, die man vergessen hat oder nicht weiß, dass es sie überhaupt gibt. Das können temporäre Dateien, Log-Datein oder auch Installationsprogramme, die nicht mehr benötigt werden, sein.
Und so kann man sie aufspüren:
Große nicht benötigte Dateien suchen
In der Regel weiß man, wo so mancher Speicherfresser steckt, dazu zählen Fotos und vor allem Videos. Diese Ordner kann und muss man gelegentlich aufräumen und beispielsweise auf externen Datenträger oder in der Cloud verschieben.Vielfach findet man aber auf einer Festplatte oder SSD auch noch tief im System vergrabene große Dateien, die man vergessen hat oder nicht weiß, dass es sie überhaupt gibt. Das können temporäre Dateien, Log-Datein oder auch Installationsprogramme, die nicht mehr benötigt werden, sein.
Und so kann man sie aufspüren:
- Zunächst öffnet man den Datei-Explorer von Windows mit [Windows-Taste] + E.
- In der linken Spalte wählt man nun "Dieser PC" aus, wer nur eine bestimmte Platte oder Partition säubern will, der klickt hier natürlich auf das entsprechende Laufwerk. In der Regel sind die größten Übeltäter aber auf dem Systemlaufwerk (meisten C:) zu finden.
- Ins Suchfeld in der rechten oberen Ecke tippt man nun "größe:" ein und wählt aus der sich öffnenden Auswahl den Punkt "Riesig" aus. Das sind Dateien, die größer als 125 Megabyte sind. Alternativ kann man auch gleich "größe:gigantisch" eintippen (Befehl und Bezeichnung sind hier nicht ganz gleich aus dem Englischen übersetzt).
- Die Auswahl startet die Suche, was einige Minuten dauern kann. Man sollte am besten warten, bis der grüne Balken in der Statusleiste nicht mehr angezeigt wird.
- Im "Ansicht"-Reiter sollte nun "Details" ausgewählt werden.
- Im Hauptfenster ist der vierte Reiter von links in der Regel "Größe", diesen klickt man an und ordnet am besten absteigend von oben nach unten:
- Nun sollte man die Liste manuell nach Dateien sichten, die man nicht länger braucht. Wer nicht sicher ist, ob er eine Datei noch benötigt oder nicht, sollte danach im Netz suchen oder sie im Zweifelsfall nicht anrühren. ISOs, Installations- oder temporäre Dateien können in der Regel gelöscht werden, das macht man per Rechtsklick oder dem "Entf"-Key auf der Tastatur.
- Den Download-Ordner kann man dann auch noch manuell ansteuern und dort die nicht mehr benötigten Dateien löschen:
Die Datenträgerbereinigung nutzen
Windows 10 hat eine eingebaute Funktion zum Löschen von nicht mehr benötigter Dateien, die so genannte Datenträgerbereinigung.- Man startet die Datenträgerbereinigung, das geht am besten über eine Suche im Startmenü. Hierzu klickt man auf das Windows-Symbol links unten oder drückt die Windows-Taste auf dem Keyboard und fängt einfach zu tippen an.
- Nun ist das Laufwerk auszuwählen, das man bereinigen möchte, die Anwendung führt dann eine kurze Berechnung durch, wie viel Speicherplatz freigegeben werden kann:
Laufwerk auswählen
- Im sich öffnenden Fenster schlägt das Betriebssystem dem Nutzer einige Dateien vor, die er sicher löschen kann, einige wie der Papierkorb sind aus Sicherheitsgründen (damit man nicht unabsichtlich etwas noch zur Wiederherstellung Benötigtes löscht) nicht standardmäßig ausgewählt. Eigentlich können alle Häkchen gesetzt werden, es sei denn man entscheidet sich, beispielsweise die temporären Internet-Dateien zu behalten (die eine Art Browser-Cache sind):
Zu löschende Dateien wählen
- Nun klickt man auf OK und bestätigt dann ein weiteres Mal, dass man diese Dateien dauerhaft löschen möchte:
Löschen bestätigen
- Wer Die Datenträgerbereinigung (per Rechtsklick) als Administrator ausführt oder im sich öffnenden Fenster auf "Systemdateien bereinigen" klickt, der bekommt eine erweiterte Ansicht der Dateien, die man löschen kann. Dazu zählen Punkte wie "Windows Update-Bereinigung" oder "Protokolldateien für Windows-Upgrades". Auch hier kann man in der Regel alles löschen ohne die Systemsicherheit zu gefährden.
Themen:
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