Wer will uns? - Städte sollen sich für 2. Amazon-Hauptquartier bewerben
Der US-Versandhändler hat gestern angekündigt, in seinem Heimatland ein zweites Hauptquartier bauen zu wollen. Zum Standort Seattle soll ein zweiter hinzukommen. Wo ist allerdings noch offen, Amazon will, dass sich die Städte dafür bewerben. Man will so möglichst attraktive Grundstücke und auch steuerliche Konditionen bekommen.
Amazon will für rund fünf Milliarden Dollar in ein zweites US-Hauptquartier errichten, das hat der Versandhändler gestern offiziell bekannt gegeben. Der Konzern weiß, dass man überaus begehrt ist und eine wirtschaftliche Marktmacht darstellt. So hat Amazon dem Wirtschaftsstandort Seattle seit 2010 etwa 38 Milliarden Dollar eingebracht, das sind Einnahmen, die wohl jede Stadt gerne hätte.
Das Unternehmen geht in Hinblick auf das "HQ2" genannte Projekt deshalb einen eher unüblichen Weg: Man sucht nicht einen Standort, sondern lässt sich gewissermaßen suchen. Denn Städte sollen sich bei Amazon bewerben und dem Händler ein möglichst attraktives Umfeld bzw. Konditionen bieten (PDF).
Weitere Voraussetzungen sind die Nähe zu einem internationalen Flughafen und eine gute Anbindung an öffentliche Massenverkehrsmittel sowie Autobahnen. Amazon verspricht den Kommunen auch etwas, allen voran etwa 50.000 Arbeitsplätze und einen entsprechenden wirtschaftlichen Schub.
Und das Interesse der nordamerikanischen Metropolen ist auch riesig, Dallas, Houston, Toronto, St. Louis, Kentucky, Miami und Chicago haben bereits angedeutet, ein Angebot abgeben zu wollen.
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Das Unternehmen geht in Hinblick auf das "HQ2" genannte Projekt deshalb einen eher unüblichen Weg: Man sucht nicht einen Standort, sondern lässt sich gewissermaßen suchen. Denn Städte sollen sich bei Amazon bewerben und dem Händler ein möglichst attraktives Umfeld bzw. Konditionen bieten (PDF).
Voraussetzungen
Wie die Nachrichtenagentur Reuters schreibt, können sich Städte bei Amazon bis zum 19. Oktober 2017 bewerben. Dabei stellt der Konzern einige Bedingungen, denn natürlich will man nicht, dass sich ungeeignete Standorte Hoffnungen machen. Zu den Voraussetzungen zählen eine Größe von mindestens einer Million Einwohnern, eine "stabile und wirtschaftsfreundliche Umgebung" sowie Gemeinschaften, die "groß und kreativ denken".Weitere Voraussetzungen sind die Nähe zu einem internationalen Flughafen und eine gute Anbindung an öffentliche Massenverkehrsmittel sowie Autobahnen. Amazon verspricht den Kommunen auch etwas, allen voran etwa 50.000 Arbeitsplätze und einen entsprechenden wirtschaftlichen Schub.
Und das Interesse der nordamerikanischen Metropolen ist auch riesig, Dallas, Houston, Toronto, St. Louis, Kentucky, Miami und Chicago haben bereits angedeutet, ein Angebot abgeben zu wollen.
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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