Wissenschaftlich belegt: Wer unterwegs SMS schreibt, läuft komisch
Wenn alle sicherheitsrelevanten Warnungen es nicht verhindern, dass Nutzer SMS schreiben während sie sich durch die Stadt bewegen, dann vielleicht die Erkenntnis einer neuen Untersuchung: Wer beim Gehen Nachrichten in sein Mobiltelefon schreibt, läuft sehr komisch.
Mancherorts baut man schon schützende Ampeln
Um zu sehen, ob sich die Motorik des gesamten Körpers verändert, wenn sich Menschen auf die Nutzung ihres Smartphones konzentrieren, statteten Forscher der britischen Anglia Ruskin University eine Reihe von Probanden mit diversen Sensoren aus. Erfasst wurde dabei, worauf die Augen zu diversen Messzeitpunkten blickten und wie sich die Bewegung der Extremitäten veränderte.
Im Ergebnis konnte mit wissenschaftlichen Methoden belegt werden, dass sich die ganze Bewegung unbewusst verändert, wenn sich ein Fußgänger auf sein Mobiltelefon konzentriert. Wer durch die Gegend läuft, schaut keineswegs die ganze Zeit auf den vor einem liegenden Weg, sondern blickt auch oft seitwärts in Schaufenster oder ähnliches.
Das macht aber nichts aus. Fixiert sich der Blick hingegen auf das Smartphone-Display, schlägt die Bewegung sofort so um, dass man bei der Kollision mit einem Hindernis nicht gleich hinfallen oder sich den großen Zeh kräftig stoßen würde. Die Füße werden langsamer bewegt und auch höher vom Boden abgehoben als beim normalen Laufen. Völlig automatisch schaltet sich quasi die gesamte Motorik in eine Art Sicherheits-Modus, der auf Außenstehende etwas seltsam anmutet.
Auf YouTube ansehen
Wirklich mehr Schutz bietet die ganze Sache letztlich aber nicht, wie die Untersuchung auch zeigte. Statischen Hindernissen konnten alle Nutzer etwa gleich gut ausweichen - es dürfte also eine extreme Ausnahme sein, dass ein Smartphone-Nutzer gegen eine Laterne läuft. Häufiger sind hingegen Kollisionen mit beweglichen Hindernissen wie anderen Fußgängern.
Mancherorts baut man schon schützende Ampeln
Um zu sehen, ob sich die Motorik des gesamten Körpers verändert, wenn sich Menschen auf die Nutzung ihres Smartphones konzentrieren, statteten Forscher der britischen Anglia Ruskin University eine Reihe von Probanden mit diversen Sensoren aus. Erfasst wurde dabei, worauf die Augen zu diversen Messzeitpunkten blickten und wie sich die Bewegung der Extremitäten veränderte.
Im Ergebnis konnte mit wissenschaftlichen Methoden belegt werden, dass sich die ganze Bewegung unbewusst verändert, wenn sich ein Fußgänger auf sein Mobiltelefon konzentriert. Wer durch die Gegend läuft, schaut keineswegs die ganze Zeit auf den vor einem liegenden Weg, sondern blickt auch oft seitwärts in Schaufenster oder ähnliches.
Das macht aber nichts aus. Fixiert sich der Blick hingegen auf das Smartphone-Display, schlägt die Bewegung sofort so um, dass man bei der Kollision mit einem Hindernis nicht gleich hinfallen oder sich den großen Zeh kräftig stoßen würde. Die Füße werden langsamer bewegt und auch höher vom Boden abgehoben als beim normalen Laufen. Völlig automatisch schaltet sich quasi die gesamte Motorik in eine Art Sicherheits-Modus, der auf Außenstehende etwas seltsam anmutet.
Auf YouTube ansehenNachrichten schreiben wirkt am stärksten
Am stärksten ist die Bewegungs-Änderung in dem Moment, in dem eine Textnachricht auf dem Smartphone geschrieben wird. Weniger umfassend ist es hingegen, wenn man beiläufig auf einem Kartendienst nach dem Weg schaut. Beim Telefonieren gibt es hingegen kaum eine Veränderung, da die Augen dann ja frei sind.Wirklich mehr Schutz bietet die ganze Sache letztlich aber nicht, wie die Untersuchung auch zeigte. Statischen Hindernissen konnten alle Nutzer etwa gleich gut ausweichen - es dürfte also eine extreme Ausnahme sein, dass ein Smartphone-Nutzer gegen eine Laterne läuft. Häufiger sind hingegen Kollisionen mit beweglichen Hindernissen wie anderen Fußgängern.
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Christian Kahle
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