Honda: Smartphone soll Fußgänger-Unfall verhindern

Smartphones können für Fußgänger das Risiko im Straßenverkehr erhöhen, wenn der Blick auf das Display und das Hören von Musik die Aufmerksamkeit gegenüber dem aktuellen Verkehrsgeschehen reduziert. Eine neue Technologie, die der Autohersteller Honda entwickelt, soll das ändern.

Die Ingenieure des Unternehmens arbeiten an zwei Versionen der Technik: Vehicle-to-Pedestrian (V2P) und Vehicle-to-Motorcycle (V2M) werden diese genannt. Die Basis dafür bildet die Dedicated Short-Range Communications (DSRC)-Technologie, wie sie beispielsweise in einigen Maut-Systemen zum Einsatz kommt und auch für die Kommunikation zwischen Fahrzeugen genutzt werden soll, um beispielsweise Auffahrunfälle zu verhindern.

Über DSRC sollen zukünftig auch Smartphones und Autos über Distanzen von wenigen dutzend Metern miteinander in Verbindung treten können. Die Technologie soll dabei helfen, mögliche Zusammenstöße vorherzusehen und entsprechende Warnungen auszugeben.


Bei Honda spielt man hierfür mehrere Situationen durch, in denen eine solche Technologie Gesundheit und Leben von Fußgängern besser schützen kann. So ist es in der Regel noch kein Problem, wenn sich diese auf eine Straße zubewegen, auf der sich nähernde Autos gut zu sehen sind. Anders sieht es jedoch aus, wenn am Straßenrand Fahrzeuge geparkt sind. Dies verhindert häufig, dass der Autofahrer einen Fußgänger rechtzeitig sieht, der jeden Moment zwischen den parkenden Wagen hervorkommen kann. In solchen Situationen soll ein Alarm der V2P-Technik helfen.

Honda: Frühwarnsystem für Fußgänger

Der Autofahrer erhält dann eine Meldung, die ihm empfiehlt, vorsichtshalber auf die Bremse zu treten. Aber auch das Smartphone des Fußgängers löst einen Alarmton aus und informiert über eine potenzielle Gefahrensituation. Das System soll dabei selbst eine Risikobewertung vornehmen. Um den Akku zu schonen, ist es auf dem Mobiltelefon ohnehin nur aktiv, wenn es sich mit dem Nutzer bewegt. Und es wird beispielsweise eher Alarm ausgelöst, wenn der Nutzer gerade eine Webseite liest oder Musik hört, als wenn er sich offenbar recht aufmerksam in einem übersichtlichen Umfeld bewegt.

Laut Honda soll das System aber beispielsweise auch anspringen, wenn ein Autofahrer auf einem Parkplatz rückwärts ausparken will und sich hinter dem Wagen ein Fußgänger nähert. Und auch die Smartphones von Motorradfahrern könnten mit der Technik zu entsprechenden Warnsystemen werden.
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Wenn ich mir die ganzen Smartphone-Zombies hier in der Innenstadt anschaue wie in Baugruben fallen oder gegen Laternenpfähle rennen dürfte dann das Führen eines Kraftfahrzeugs bei uns bald nicht mehr möglich sein da man mit Bremswarnmeldungen zugespammt wird.
 
@jigsaw: jep seh schon den massenstau in jeder stadt, und daneben die leute mit ihren smartis die fotos und videos machen :-)
 
Also von der Idee her sehr interessant. Ich frage mich nur, wie gut wohl dieser "intelligente Alarm" die Situation einschätzen kann. Geht der Alarm auch dann los, wenn der Fußgänger nicht zwischen den parkenden Autos auf die Straße laufen will, sondern nur auf dem Bürgersteig hinter den parkenden Autos entlangläuft? Ich halte es für sehr schwer, da wirklich die korrekten Situationen zu identifizieren, in denen der Alarm ausgelöst wird.
 
@HeadCrash: aber es ist ja nur eine warnung, die straße muss der autofahrer schon noch selbst im blick behalten. und da sage ich, lieber einmal mehr gewarnt als zu wenig. aber es wird noch eine weile dauern bis das in der praxis funktioniert. grundsätzlich sehe ich noch die gefahr, dass sich viele auf ein solches system verlassen werden und dadurch die unfallgefahr höher sein wird, weil es unmöglich in allen situationen richtig funktionieren kann.
 
@ITkrates: Klar sind es nur Warnungen. Ich befürchte aber, dass man im Extremfall vor lauter Warnungen die eine echte Warnung nicht mehr sieht und entweder ggü. dem System abstumpft - damit ist die Warnwirkung hin - oder es sogar aus Frust abschaltet. Und ja, Deinen letzten Satz kann ich nur voll unterstreichen. So was zeigen ja schon Navi-Nutzer, die in Seen fahren, weil das Navi geradeaus gesagt hat.


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