KfW-Bank überweist durch Programmierfehler sechs Mrd. Euro zu Unrecht
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau, KfW, hat im Februar laut eigenen Angaben durch einen Systemfehler aus Versehen Überweisungen an insgesamt vier Banken mehrfach ausgeführt. Nach unbestätigten Medienberichten sollen so fünf oder sechs Milliarden Euro zu Unrecht transferiert worden sein.
Zuvor hatten Medien von der Computerpanne berichtet. Die KfW bestätigte den Vorfall, ohne die Summe zu bestätigen. Stattdessen teilte man in einer schriftlichen Stellungnahme mit, dass die Bank den Fehler sofort habe bemerkt und die fehlerhaften Überweisungen rückgängig gemacht habe. Zudem sei der Vorfall der Bankenaufsicht gemeldet worden. Im Verdacht habe man laut KfW einen Programmierer, der durch einen Fehler in der Zahlungsverkehrssoftware die Mehrfachüberweisungen ausgelöst habe. Man konnte den Auslöser reproduzieren und sei so auf den Mitarbeiter gekommen. Es handele sich dabei um "menschliches Versagen", zitiert die Nachrichtenagentur Bloomberg die offizielle Mitteilung der Bank.
Warum kein Warnsystem vor der Ausführung der Überweisung angesprungen sei, wird derzeit geprüft. Die KfW hatte erklärt, man habe sehr wohl das Systemfehlverhalten erkannt und eingedämmt. Dennoch sind die Überweisungen nicht verhindert worden. Die vier betroffenen Banken hätten die irrtümlichen Summen wieder zurücküberwiesen. In anderen Berichten hieß es jedoch vielmehr, nicht die Bank selbst habe den Fehler bemerkt, sondern eine andere Bank habe den entscheidenden Hinweis gegeben - nämlich als sie mitteilte, dass die KfW ihren verfügbaren Überweisungs-Rahmen überschritten hätte.
Probleme in der IT
Die staatliche Förderbank KfW ist nach der Bilanzsumme Deutschlands drittgrößte Bank und stand schon mehrfach im Fokus der Medien, weil das Unternehmen große Probleme bei der Umstellung der IT haben soll. Vor einige Jahren war deshalb schon der zuständige Manager gefeuert worden, berichtet das Handelsblatt. Gebessert hat sich die Situation seither wohl kaum. Die Bankenaufsicht verlangte bereits eine höhere Absicherung und hat eine Prüfung eingeleitet. Die KfW ist mit solchen Irrtümern übrigens nicht allein. Auch der Deutschen Bank ist vor nicht allzu langer Zeit ein ähnlicher Fehler unterlaufen.Warum kein Warnsystem vor der Ausführung der Überweisung angesprungen sei, wird derzeit geprüft. Die KfW hatte erklärt, man habe sehr wohl das Systemfehlverhalten erkannt und eingedämmt. Dennoch sind die Überweisungen nicht verhindert worden. Die vier betroffenen Banken hätten die irrtümlichen Summen wieder zurücküberwiesen. In anderen Berichten hieß es jedoch vielmehr, nicht die Bank selbst habe den Fehler bemerkt, sondern eine andere Bank habe den entscheidenden Hinweis gegeben - nämlich als sie mitteilte, dass die KfW ihren verfügbaren Überweisungs-Rahmen überschritten hätte.
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