Gute Bewertung gegen Ware: Amazon.de verbietet gängige Praxis

Amazon, Logo, Versandhandel Bildquelle: DPA
Dass man den Bewertungen bei Amazon nicht unbedingt sein vollstes Vertrauen schenken sollte, ist den meisten Käufern sicherlich klar. Besonders überschwänglich lobende und einseitige Rezensionen können bei dem riesigen Online-Händler ein Indiz für eingekaufte, falsche Bewertungen sein.
Nun macht Amazon.de ganz offiziell Schluss mit den Fake-Reviews, zumindest mit all denen, die gegen Bezahlung oder in Form von Warenüberlassung zu Stande kommen. Solche Bewertungen verstoßen nämlich ab sofort gegen die Richtlinien der Verkaufs-Plattform. Im Hilfebereich des Marketplace und dem direkten Draht zu den Verkäufern, dem so genannten Seller Central, räumt Amazon jetzt mit bezahlten Fake-Bewertungen auf, nennt sie aber noch immer nicht beim Namen - denn sie sind Betrug am Kunden. Bei Missbrauch hält sich Amazon nun aber wenigstens vor, mit der Sperrung der Rezensionen oder sogar der Kunden-Konten vorzugehen.

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Business rund um den Marketplace zerschlagen

Falsche Bewertungen und Fünf-Sterne-Reviews werden im Grunde zumeist für einen allgemein besseren Bewertungs-Durchschnitt und damit auch für ein besseres Ranking in der Produktsuche angelegt. Händler bieten zum Beispiel als "Marketing" kostenlose Waren oder Gutscheine gegen die Abgabe einer guten Bewertungen an - egal, wie schlecht die Produkte dabei wirklich sind. Auch in Deutschland ist um dieses System im Marketplace herum ein ganzes Business für "Optimierung" entstanden, mit dem Händler die Kunden-Bewertungen beeinflussen konnten.

Nun regeln das die neu formulierten Richtlinien. Da heißt es unter anderem zum Thema bezahlte Rezensionen: "Wir erlauben keine Rezensionen oder ‚Hilfreich'-Bewertungen von Rezensionen, die gegen Entgelt in jeglicher Art erstellt worden sind. Dies beinhaltet unter anderem Bezahlung (in Form von Geld oder Geschenkgutscheinen), Bonus-Inhalte, Ermöglichen der Teilnahme an einem Wettbewerb oder Gewinnspiel, Rabatte für zukünftige Einkäufe, zusätzliche Produkte oder andere Geschenke."

Mehr dazu: Amazon Marketplace Fake-Verkäufer: LKA erklärt neue Betrugsmasche

Es gibt aber auch noch einige Ausnahmen, die im Prinzip keine sind: Das Amazon Vine Programm ist zum Beispiel darauf aufgebaut, dass Kunden Rezensionen gegen kostenlose Proben erstellen. Gleiches gilt für Buch-Rezensionen. In beiden Bereichen wird aber darauf gedrungen, dass die Bewertungen unabhängig bleiben, also nicht durch die Annahmen von kostenlosen oder vergünstigten Produkten beeinflusst sind.

Siehe auch: Kunde deckt Falsch-Bewertungen auf & wird verklagt

Offen ist noch, wie Amazon mit veröffentlichten Fake-Rezensionen nun weiter umgehen wird, also ob jetzt eine große Bereinigungswelle angeleiert wird.

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