Vine wird aufgegeben: Twitter stellt beliebten Kurzvideo-Service ein

App, iOS, Vine, Videoservice Bildquelle: Vine
Der Video-Microblogging-Dienst Vine wird eingestellt. Wie Twitter, das Unternehmen, zu dem Vine nach einer Übernahme gehörte, soeben in einer Stellungnahme verlauten ließ, wird Vine in den kommenden Monaten aufgegeben. Die von den Nutzern erstellten Mini-Videos sollen jedoch noch langfristig online bleiben, um sie bei Bedarf herunterzuladen.
Wie Twitter und das Vine-Team in einem Medium-Post verlauten ließen, wird die Smartphone-App für Vine "in den kommenden Monaten" nicht mehr weiterentwickelt und der Vertrieb eingestellt. Auch der Upload neuer Vines wird dann nicht mehr möglich sein. Zu den Gründen für die Einstellung des Angebots machte man zunächst keinerlei Angaben.


Einer der wohl bekanntesten Vine-Clips - der auch die aktuelle Situation im Vine-Hauptquartier gut wiedergeben dürfte


Die Betreiber legten großen Wert darauf, dass sich für die Nutzer der Apps, der Website und der bereits veröffentlichten Vines am heutigen Tag zunächst nichts ändert. Man schätze die Nutzer und die von ihnen veröffentlichten Kurzvideos und wolle die Abschaltung auf "die richtige Art" abwickeln. Der Zugriff auf die Vines bleibt möglich und bald soll der Download der Clips für die Nutzer möglich gemacht werden.

Außerdem soll die Website von Vine auch weiterhin zugänglich bleiben, so dass die zahllosen kleinen Videos, die den Erfolg des Diensts einst ausmachten, vorläufig weiterhin angesehen werden können. Man werde die Nutzer rechtzeitig informieren, bevor jedwede Änderungen an den Apps und der Website vorgenommen werden. Die Betreiber bedankten sich außerdem ausdrücklich bei Nutzern und Entwicklern, die Vine zu einer beliebten Plattform gemacht haben.

Vine ist vor allem in den USA beliebt und bietet eine App, mit der sich sehr kurze Videos von nur sechs Sekunden Länge erstellen lassen, die bei der Wiedergabe ständig wiederholt werden. Der gleiche Ansatz wurde mittlerweile von Konkurrenten wie Snapchat und Instagram mit einigem Erfolg kopiert. Mit seinem Format hatte Vine durchaus einige Fans gefunden und so manchem Internet-Sternchen zu einem rasanten Aufstieg verholfen.

Twitter hatte Vine im Jahr 2012 schon vor dem eigentlichen Start zum Preis von 30 Millionen Dollar übernommen. Im Anschluss wurden diverse Möglichkeiten geschaffen, Vine-Inhalte auf Twitter einzusetzen. Erst vor einigen Monaten hatte Microsoft in Kooperation mit Vine eine Windows-10-Version der App veröffentlicht, so dass nun unklar ist, ob diese weiterentwickelt werden soll. App, iOS, Vine, Videoservice App, iOS, Vine, Videoservice Vine
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