Nvidia greift Intel wegen Benchmark-Präsentationen heftig an
Einmal mehr geraten zwei große Chiphersteller wegen der Darstellung von Benchmark-Ergebnissen aneinander. Diesmal schießt Nvidia gegen Intel und wirft dem Konkurrenten vor, es bei der Gegenüberstellung weitaus stärker übertrieben zu haben als man es inzwischen schon fast gewohnt ist.
In dem Streit geht es um eine Übersicht, mit der Intel seine "Knights Landing Xeon Phi"-Produkte präsentiert, berichtete das US-Magazin ArsTechnica. Die Chips, mit denen Intel Supercomputing-Anwendungen ordentlich Schwung verleihen will, kamen allerdings viel später auf den Markt als ursprünglich vorgesehen. Darin könnte der Grund für einen aus Sicht Nvidias völlig an den Haaren herbeigezogenen Benchmark-Vergleich liegen.
Intel behauptet in seiner Präsentation, dass die Neuronale Netze um den Faktor 2,3 schneller trainiert werden können, wenn man auf die Knights Landing-Karten setzt statt auf ein vergleichbares Setting mit Grafikprozessoren. Außerdem soll die Intel-Architektur eine wesentlich höhere Effizienz bieten, wenn mehr Prozessing-Knoten zu mächtigeren Systemen zusammengeschlossen werden.
Der Stein des Anstoßes
Aus Sicht Nvidias wurde hier also eine Präsentation auf Grundlage von Daten erstellt, die Knights Landing zu dem Zeitpunkt, an dem das Produkt eigentlich hätte auf den Markt kommen sollen, mit einem damals aktuellen GPU-Konkurrenten vergleicht - was aufgrund der Weiterentwicklungen seitdem schlicht ein völlig falsches Bild zeichnet.
In einer Stellungnahme von der anderen Seite hieß es hingegen, dass man nachvollziehen könne, dass man sich bei Nvidia wegen der Aktivitäten Intels in dem Bereich Sorgen macht. Man veröffentliche aber immer wieder Performance-Daten, die dann jeweils auf Vergleichen mit aktuell verfügbaren Lösungen basieren. Deshalb stehe man auch zu den in der Präsentation angegebenen Werten.
Intel behauptet in seiner Präsentation, dass die Neuronale Netze um den Faktor 2,3 schneller trainiert werden können, wenn man auf die Knights Landing-Karten setzt statt auf ein vergleichbares Setting mit Grafikprozessoren. Außerdem soll die Intel-Architektur eine wesentlich höhere Effizienz bieten, wenn mehr Prozessing-Knoten zu mächtigeren Systemen zusammengeschlossen werden.
Der Stein des Anstoßes
Schon Software macht den Unterschied
Auf diese Zahlen kommt man laut einer Entgegnung Nividias aber nur, wenn man den Knights Landing-Systemen einen Konkurrenten mit Maxwell-Designs gegenüberstellt und auch noch eine veraltete Software verwendet. Allein schon wenn die Software auf dem neuesten Stand ist, wäre das Vergleichssystem mit Nvidia-GPUs - hier handelt es sich um den Titan-Supercomputer mit Kepler K20 - rund 30 Prozent schneller. Würde man den Vergleich sogar mit den neuen Pascal-basierten Produkten durchführen, käme Nividia sogar auf eine um 90 Prozent bessere Performance.Aus Sicht Nvidias wurde hier also eine Präsentation auf Grundlage von Daten erstellt, die Knights Landing zu dem Zeitpunkt, an dem das Produkt eigentlich hätte auf den Markt kommen sollen, mit einem damals aktuellen GPU-Konkurrenten vergleicht - was aufgrund der Weiterentwicklungen seitdem schlicht ein völlig falsches Bild zeichnet.
In einer Stellungnahme von der anderen Seite hieß es hingegen, dass man nachvollziehen könne, dass man sich bei Nvidia wegen der Aktivitäten Intels in dem Bereich Sorgen macht. Man veröffentliche aber immer wieder Performance-Daten, die dann jeweils auf Vergleichen mit aktuell verfügbaren Lösungen basieren. Deshalb stehe man auch zu den in der Präsentation angegebenen Werten.
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