Google: Das Unterjubeln von Software ist ein großes Geschäft

Download, Fortschritt, Progress Bar Bildquelle: Public Domain
Während die Risiken von Malware-Infektionen beim Download von Software immer wieder thematisiert werden, bleibt ein eigentlich ebenso großes, vielleicht sogar größeres Ärgernis für die Nutzer oft unter dem Radar: Viel häufiger bringen Programme gleich noch weitere Anwendungen mit, die der User eigentlich gar nicht will.
Der Suchmaschinenkonzern Google hat gemeinsam mit der New York Univerity jetzt eine umfassende Untersuchung dieses Problems vorgelegt. Die über ein Jahr andauernde Recherche habe dabei gezeigt, dass hinter der Masche eine ganze Industrie entstanden ist, die in ihrer Struktur ziemlich komplex ist und in der die Teilnehmer oft nicht einmal voneinander wissen.

Weitgehend bekannt ist das Problem der Bloatware, also von Software, die in mehr oder weniger großer Menge auf neuen Rechnern oder Smartphones vorinstalliert ist. Ein ähnliches Modell gibt es aber auch bei Software-Downloads. Hier kommen immer wieder Programme mit, die der Nutzer eigentlich gar nicht wollte. Und das ist für die Anbieter durchaus lukrativ. Bis zu 1,50 Dollar können sie für jede Installation einnehmen, die auf dem System eines Nutzers gelandet ist.

Unerwünschte SoftwareUnerwünschte SoftwareUnerwünschte Software

Es gibt dabei recht unterschiedliche Formen an Software, die sich über dieses Pay-Per-Install ihren Weg auf die Systeme der User erkauft. Relativ weit verbreitet sind hier Adware und Browser-Plugins wie bestimmte Toolbars. In einigen Fällen nutzen aber durchaus auch bekanntere Marken diesen Weg, um die Installationsbasis für ihre Produkte zu erweitern. So wurden unter anderem Opera-Browser, Skype und Toolbars von Yahoo und AOL gefunden, die sich im Bundle mit anderen Programmen eine Installation erschleichen. Vor allem aber sind es Anti-Virus-Programme, die diesen Weg wählen - in der Hoffnung, dass der Nutzer dann klein beigibt und sich vielleicht doch eine Jahreslizenz kauft.

Andere Sicherheits-Pakete steuern hingegen in die andere Richtung. Produkte von Avast, McAfee, Avira und Symantec warnen den Nutzer beispielsweise nicht nur vor echten Schädlingen, sondern auch, wenn in einem Software-Download ungewollte andere Programme mitgebracht werden.

Und auch Google hat in seinem Chrome entsprechende Mechanismen mit in die Download-Prüfungen eingebaut. Und diese springen weitaus öfter an als die Alarme für Malware oder Phishing: Rund 60 Millionen Mal schlagen die Detektoren für unerwünschte Software in jeder Woche an. Diese Zahl ist damit dreimal höher als bei Malware.

In unserem Download-Bereich versuchen wir natürlich, sämtliche Anwendungen pur anzubieten. Falls uns doch einmal ein Bundle dazwischenrutscht, kann die Installation ungewollter Software meist in der Installations-Routine abgewählt werden. Damit man dies nicht vergisst, kann man auch das Tool Unchecky für sich arbeiten lassen:

Download
Unchecky - Installation von Malware verhindern
Download, Fortschritt, Progress Bar Download, Fortschritt, Progress Bar Public Domain
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