Google-Ingenieur testet USB Type-C Kabel: Mieses Kabel killt Hardware

USB Type-C, USB 3.1, Benson Leung, Surjtech Bildquelle: Benson Leung
Seit einigen Monaten testete der Google-Mitarbeiter Benson Leung in seiner Freizeit die Qualität diverse USB Type-C-Kabel, weil über Plattformen wie Amazon viele derartige Produkte erhältlich sind, die nicht den offiziellen Spezifikationen entsprechen. Jetzt müssen seine Tests vorläufig ruhen, weil ein fehlerhaftes Kabel das Equipment von Leung zerstört hat.
USB Type-C-Kabel nach dem USB-3.1-Standard verheißen in vielerlei Hinsicht Vorteile, sollen sie doch nicht nur sehr hohe Datenraten ermöglichen, sondern können gleichzeitig auch zur Energieversorgung mobiler Geräte vom Smartphone bis hin zu kleinen Laptops dienen. Damit dies problemlos funktioniert, müssen die Kabel aber bestimmte Vorgaben erfüllen und außerdem mit hochwertigeren Komponenten gebaut werden als bisher. Genau dies ist jedoch bei vielen Billig-Anbietern aus Fern-Ost nicht der Fall, so dass massenhaft Schund im Handel erhältlich ist und man keineswegs sicher sein kann, auch ein ordentliches Kabel zu erwerben.
Surjtech USB 3.1 Type-C SuperSpeed KabelBenson Leungs Fotos zeigen falsche Verkabelung... Surjtech USB 3.1 Type-C SuperSpeed Kabel...und schlechte Verarbeitung dieses Kabels
Aus genau diesem Grund hatte Leung begonnen, sich durch die Angebote des weltgrößten Online-Händlers Amazon zu arbeiten, um die dort erhältlichen Kabel nach und nach auf ihre Qualität zu prüfen. Zuletzt sorgte er unter anderem mit einem Test des USB Type-C-Kabels für das OnePlus 2 Smartphone für Aufmerksamkeit, weil dieses nicht den offiziellen Standards entspricht und deshalb der Schnelllademodus der Geräte nicht ordnungsgemäß funktioniert.

Siehe auch: USB Type-C: Google-Ingenieur warnt vor falsch gebauten Billig-Kabeln

Erstmals stieß Leung nun auf ein Kabel, das so schlecht war, dass es sogar seine Test-Hardware dahinraffte. Das betreffende Kabel kam von der Marke Surjtech und wurde bei Amazon als USB 3.1 Type-C SuperSpeed Kabel vermarktet. Mittlerweile hat der Händler das Kabel nach dem negativen Testbericht des prominenten Käufers aus dem Sortiment genommen, wohl auch um andere Kunden vor ähnlichen Problemen zu bewahren.

Doch was war passiert? Leung schloss das Kabel an sein Chromebook Pixel 2 und die von ihm verwendeten Analysegeräte für die Stromübertragung per USB-Kabel an, doch weil das Kabel fehlerhaft war, wurde eine hohe Spannung an die falsche Stelle geliefert - mit dem Resultat, dass das Analysegerät dauerhaft beschädigt wurde. Bei dem von Leung zu Testzwecken verwendeten neuen Chromebook Pixel wurden die beiden USB Type-C-Ports vollständig zerstört - genauer gesagt die für die Regelung des Ladevorgangs und die Steuerung der Fähigkeiten des USB Type-C-Ports verwendeten Chips im Inneren des Geräts.

Leung zerlegte daraufhin das betreffende Kabel, wobei sich schnell zeigte, was bei ihm schiefgelaufen war. Nicht nur war die interne Verkabelung vollkommen falsch verlötet, so dass die Spannung am Erdungskontakt anlag und andersherum, sondern es fehlten zusätzlich auch noch die für die Datenübertragung verwendeten Kabel vollständig. Hinzu kommt, dass die Verarbeitung mies und ein falscher, nicht einmal annähernd der USB-3.1-Spezifikation entsprechender Widerstand verbaut wurde. USB Type-C, USB 3.1, Benson Leung, Surjtech USB Type-C, USB 3.1, Benson Leung, Surjtech Benson Leung
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