Google-Ingenieur testet USB Type-C Kabel: Mieses Kabel killt Hardware

Seit einigen Monaten testete der Google-Mitarbeiter Benson Leung in seiner Freizeit die Qualität diverse USB Type-C-Kabel, weil über Plattformen wie Amazon viele derartige Produkte erhältlich sind, die nicht den offiziellen Spezifikationen ... mehr... USB Type-C, USB 3.1, Benson Leung, Surjtech Bildquelle: Benson Leung USB Type-C, USB 3.1, Benson Leung, Surjtech USB Type-C, USB 3.1, Benson Leung, Surjtech Benson Leung

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Auf Bild 2 sieht das genau so aus, wie in den seltenen Fällen, in denen ich mich am Löten versucht habe (ich kann das überhaupt nicht). Auf jeden Fall scheinen die Dinger wirklich von Hand zusammengebraten zu sein, denn Lötstellen aus industrieller (Roboter-)Fertigung sehen dann doch *etwas* anders aus.
 
@DON666: Eine halbe Stunde Löt-Crashkurs, und jeder lAie liefert was Besseres ab als das da ^^
 
@TomW: Nö ich nicht und ich habs Wochen lang versucht (bzw. musste). Aber es interessiert mich auch null ^^
 
@Scaver: Dito. Saß gestern mit einem Freund zusammen, weil ich mal ein paar LEDs zum Leuchten bringen will, um die Spielzeuggarage meines Sohnes zu beleuchten. Jaa....das hab' ich irgendwie verstanden. Aber als er dann mit Lötereien und Widerständen, Ohm usw. und dem Arduino anfing, schaltete ich ab. ^^
Liegt bei mir vermutlich aber auch am fehlenden Interesse.
 
@Scaver: Ich mag das auch nicht. Ich habe mal als Kind meinen Namen in den Schreibtisch gebrannt, das war's dann aber auch fast schon. :)
 
@DON666: In meinem alten Betrieb wurde auch extrem viel per Hand gelötet.
 
@Shadow27374: Aber sicher nicht für die Massenproduktion, wie es in den chinesischen Kinderbergwerken geschieht, aus denen diese Produkte hier stammen.
 
@DON666: Na ja, Massenproduktion würde ich es auch nicht nennen, aber immerhin wurde dort jeder(!) Ausschuss per Hand "nach"bearbeitet und verkauft. Teilweise starke optische Mängel durch "Handanlegen" mitinbegriffen.
 
@Shadow27374: Es macht aber einen Unterschied, ob man ein paar Dutzend oder ein paar Tausend Stück pro Tag und pro Person fertigt oder?
 
@Scaver: Es ging in die Tausend... zumindest je nach Produkt. Manche halt 200 Stück manche aber auch 500 oder mehr. Ein paar Dutzend, hach wär das schön gewesen nicht 8h+ überm Lötkolben zu hängen und kleine SMD Bauteile zu korrigieren oder Flashspeicher zu fönen damit man die Kontakte korrigiert.
 
@DON666: Das muss kein Kinderbetrieb sein. Auch Erwachsene sind in China günstiger als Maschinen.
 
@andi1983: Ja, ist mir schon klar. Aber ich finde, "Kinderbergwerk" beschreibt als Schlagwort die Zustände in den ganz miesen Klitschen - die es dort durchaus auch noch gibt - ganz gut, unabhängig von den Details.
 
@DON666: Ich frage mich, warum er, wenn er schon einen "ausführlichen" Test durchführt, dann nicht die Kabel vorher untersucht. Man fliegt doch nicht erst zu Mond und guckt dann erst, ob die Rakete auch funktioniert.
 
@F98: steht doch ganz am Anfang: "Seit einigen Monaten testete der Google-Mitarbeiter Benson Leung".

Ich weiß ja nicht was man so lange an den Kabeln testen kann... aber bei meinem Lehrbetrieb wurden solche tests dann doch etwas anders absolviert...

=> zuerst wurde eine Station gebaut an der das Kabel beidseitig eingesteckt werden konnte...
=> Dann wurde die Verdrahtung mittels einen einfachen Durchgangsprüfer getestet (bei verbauten DIODEN oder WIDERSTÄNDEN selbstverständlich die Flussrichtung und den Widerstandswert)
=> Im Anschluss kam die Isolationsprüfung ca. 1000V und 1mA reichten da aus um keine Schäden am Kabel vorzunehmen und trotzdem eine sichere aussage treffen zu können.
=> HF-Tests zwischen 20Hz und 2Ghz (teilweise auch gegensätzliche Frequenzen zwischen den Adern um gegenseitigen Einfluss ausschließen zu können)
=> Im letzten schritt kam dann noch die Dauerlast... hierfür hatten wir eine "Klimakabine" die -18 - +60°C Simulieren konnte... hier verbrachte das Kabel dann unter Vollast (bei dem Kabel wären es dann 100W [natürlich jeder Ader spezifisch]) bei den Verschiedenen Temperaturen ausgesetzt.

Um 20 Kabel (Typen) zu Testen bräuchten wir also mit einer Station 1 Monat -> 5 Tagewoche (meist haben wir aber 5 oder 6 gebaut - sind ja eh nur die Stecker, der Rest ist ja schon fertig).

Was ich damit sagen will... Benson Leung war auf dem Gebiet vermutlich ein Amateur!
 
Und als Kunde hat man trotzdem das Problem, ob man hier jetzt Originalware bekommt oder einen billigen Nachbau. Wer bei Amazon schon mal nach einen Originalen Netzteil oder Headsets von Handys geschaut hat, findet haufenweise Rezensionen, die auf wahrscheinliche Fälschungen Hinweisen. Die teile sehen aus wie das Original, kosten das gleiche, liefern aber minderwertige Leistung. Wenn man also ein Kabel von der Marke xyz kauft, der man vertraut, heißt das leider noch lange nix.
Hilft wohl wirklich nur von direktversendern zu kaufen die ihren eigenen Namen aufs Produkt schreiben.
 
@FatEric: Ich weiß jetzt nicht, wie das speziell bei den Type-C-Kabeln aussieht, aber ich habe allgemein wirklich sehr gute Erfahrungen mit den Amazon-eigenen Kabeln gemacht. Bei den anderen Komponenten (Headsets, Netzteile, aber auch Akkus) muss ich dir leider Recht geben, da habe ich auch schon den letzten Schrott zugeschickt bekommen.
 
@DON666: Ich sagte ja, Produkte von direktversendern, die ihren Namen drauf schreiben. Bzw. Produkte in ihrem Namen verkaufen, die es nur von diesem einen Anbieter gibt. Amazon Basics gehört da dazu. Anker oder Com-Pad auch.
 
@FatEric: Mir wäre es hier lieber gewesen wenn man noch eine Liste mit vernüftigen versendern dazugepackt hätte, weil das ich von einem Hama USB 3.1 C Kabel nichts erwarten kann weiß ich schon vorher.
 
@FatEric: Vielleicht lässt mans dann auch besser bleiben, bei Amazon und ähnlichen Wald- und Wiesen-Händlern zu kaufen und geht stattdessen für den persönlichen IT-Bedarf doch wieder zu einem klassischen Fachmarkt. Ein Händler, der auf biegen und brechen auf Masse verkauft, kann wahrlich nicht alle angebotenen Artikel eingehend geprüft haben. Von Beratung ganz zu schweigen, das klappt ja schon bei Märkten wie Saturn und Mediamarkt nicht wirklich.
 
@linux-rt: Naja ein Händler kauft auch nur im Großmarkt ein. Das ist bei Amazon nicht anders, bzw. bei Händlern, die über amazon verkaufen. Auch bei Mediamarkt, Saturn oder ggfs beim kleinen Elektroladen um die Ecke (sofern es den noch gibt) gibt und gab es schon Fälschungen. Und der Verkäufer weiß es selber nicht, weil er vom Großhändler beliefert wurde. Und irgendwo haben sich die Fälschungen reingeschmuggelt.
 
@linux-rt: wie stellst du dir die "eingehende Prüfung" denn vor? Soll der Händler jeden Kabel selber testen, bevor er ihn verkauft? Macht keiner.
 
@Link: Das ist schon klar, das nicht jedes Kabel einzeln nochmals vom Händler ausgepackt und geprüft wird. Jedoch gibt es auch in Asien hinreichend gute Tester, ähnlich der uns bekannten Stiftung Warentest, auf deren Urteil man sich verlassen kann. Firmen, die mangelhaften oder gar gefährlichen Schrott produzieren, sollten ebenfalls sofort aus dem Programm fliegen, wenn offenbar wird, das sie nur Müll produzieren. Und ja, das tönt brutal. Aber nur so lassen Unternehmen in Sachen Produktqualität grössere Sorgfalt walten. Versuch mal Aldi zu beliefern und nur gegen eine von Aldis Richtlinien zu verstossen. Einem Hersteller oder Lieferant bereitet das grosse Schmerzen bei der entsprechenden Marktmacht von Aldi, wenn die ihn von jetzt auf gleich rausschmeissen und seine Produkte auslisten. Und das ist nur EIN Beispiel, wo ein Handelskonzern mir rabiaten Methoden eine recht stabile Produktqualität sicherstellt.
 
@FatEric: Da hilft es, nur von Amazon selber zu kaufen. Diese Fälle die Du beschreibst, kommen zu über 99% nur bei Marktplace Händlern vor. Und bei den meisten ist das anhand des "Firmensitzes" sogar schon abzusehen.

Was ich als Original bisher von Amazon gekauft habe, war auch Original und das ist nicht wenig!
 
USB 3.1 ist ja ganz toll, dass man es einstecken kann wie man will, aber dieser Kabelmist ist kein gutes "Marketing" für USB 3.1. (Ja, so Kabelmist wird es auch bei USB 2.0 & anderen Kabeln geben, aber die sind ja wohl etwas "solider" als USB 3.1.)
 
@Blubbsert: Ich glaube das Problem ist eher, dass bei USB 3.1 höhere Ströme fließen können und somit die Hardware eher in Mitleidenschaft gezogen werden kann.
 
@Blubbsert: Dieser Kabelmist ist kein gutes Marketing für Amazon und die Hersteller von diesem Schrott. Der USB 3.1 Standard selber kann ja kaum was dafür, wenn andere zu doof zum Löten sind ;-)
 
@Blubbsert: Da hat die Verwirrung um die Neuerungen bei USB auch bei dir Erfolg gehabt. Der verdrehsichere Anschluss hat nichts mit USB 3.1 zu tun, sondern ist nur der neue USB-C Anschluss.
Aus USB C kann man nicht auf USB 3.1 und umgekehrt schließen.
 
@Hoodlum: Stimmt! Habs vorhin in der Eile vertauscht. Sorry. Aber gibt es überhaupt Typ C Kabel mit USB 2.0? Also von USB 2.0 Typ C auf USB 2.0 Typ C. Scheinbar gibt es derzeit doch eh nur USB 3.1 mit Typ C.
 
@Blubbsert: Nein, da gibt es noch mehr. Eine ordentliche Aufstellung findet man hier: http://www.heise.de/ct/hotline/FAQ-USB-3-1-und-Typ-C-2841822.html
 
@CrasherAtWeb: Dort wird nichts davon gesagt, ob es auch mit USB 2 geht, wie gefragt wurde. Lediglich dass neben USB auch andere Arten unterstützt werden, wird genannt (z.B. PCIe, DisplayPort u.a.).

Ich habe geschaut und kann nirgendwo ein USB 2.0 Typ-C Kabel finden. Diese sind alle USB 3/3.1!
 
@Scaver: Ein Beispiel, dass USB-C nicht 3.1 Speed impliziert: "The N1 is the first tablet on the market to use the new reversible USB Type-C connector; although the new design is part of the updated USB 3.1 specification, the N1 only supports USB 2.0 speeds." --https://en.wikipedia.org/wiki/Nokia_N1

EDIT: http://www.computerbase.de/2016-02/usb-typ-c-stecker-viele-moeglichkeiten-wenig-durchblick/
 
@Blubbsert: USB 3.1 bedeutet nicht zwingend, dass es sich um einen verdrehsicheren USB Typ C-Anschluss handelt und umgekehrt.
 
@Blubbsert: Wie FelixB schon schrieb ist USB 3.1 nicht für den verdrehsicheren Anschluss ausschlaggebend sondern eher für seine, mit bis zu 10Gbit/s, doppelt so schnelle Datenübertragung gegenüber USB 3.0 (5Gbit) sowie Tunderbolt 3 ähnlichen Features.
 
No shit, billigste China-Frickeleien könnte also Probleme verursachen. Gut, dass das jemand mal erklärt hat.
 
@Slurp: Es gibt eben immer noch eine ganze Menge Leute, die sich mit sowas nicht auseinandersetzen. Sonst wären Marken wie LC-Power, Rhombutech etc. auch schon längst Pleite.
 
@TomW: ohhhhhja die guten alten LC-Knall dinger. :D aber mal im ernst lc-wundertüte hat dazu gelernt und die premium netzteile bzw. teureren sind wirklich gut geworden.
 
Polarität vertauschen bei der Spannungsversorgung killt natürlich nahezu jedes angeschlossene Gerät. (Rote u. schwaze Ader vertauscht am Stecker _ und dazu wohl nur auf einer Seite des Kabels, wären die Adern an beiden Steckern an den Enden vertauscht hätte es wieder gepasst.) Das ist einfach ein No-Go.
Bei einem solch grob fahrlässigen Fehler müsste sogar der Hersteller des Kabels für entstandene Schäden haften, würde ich mal sagen. Den aber vor ein Gericht zu zerren dürfte schwierig bis unmöglich werden. Da hilft wohl nur ein Verkaufsverbot.
 
"USB 3.1 Type-C SuperSpeed Kabel " - Unser Kabel killt Ihre Hardware mit SuperSpeed *schlapplach*
 
@McClane: Der kam so flach, daß jetzt mir mein Zeh weh tut.
 
Was ich an dem USB-C immer noch nicht verstehe, warum sich das Steckerchen um ein hauchdünnes Platinchen schmiegen muss. MicroUSB hat schon schnell zu Wackelkontakten geneigt und ich gehen nun wirklich nicht schlecht mit meinen Geräten um (Mein Smartphone ist nach über 5 Jahren noch immer Kratzerfrei ganz ohne Bumper oder Schutztasche).

Was die Stecker angeht, finde ich persönlich den Lightning Anschluss von Apple wesentlich robuster in der Konstruktion. Warum zum Teufel hat man das bei USB-C nicht einfach auch mit Kontakten an den Außenseiten des Steckers gelöst?
 
Wenn ich es mir zur Lebensaufgabe machen würde (immerhin hat er es sich ja auf die Fahne geschrieben schlechte Kabel zu suchen) die Qualität von Kabeln zu testen, hätte ich mir als erstes einen Durchgangsprüfer gekauft. Oder eine Prüfstation selbst gebastelt. Erst wenn dieser Test bestanden würde
, hätte ich die Kabel an meine teure Hardware lassen.
Zumindest der Fehler verdrehter oder fehlender Adern würde dann schon mal ausgeschlossen sein und weitere Tests wären unnötig. Er hat natürlich ein Fehlerhaftes Kabel gefunden was offensichtlich Handgelötet war. Dieser Fehler kann bei allen handgelöteten ohne anschliessendes QM passieren.

Ich sage dazu: eigene selberschuld, der scheint ein wenig zu viel von sich selbst eingenommen zu sein. Und jetzt sucht er einen schuldigen um von eigenen Unzulänglichkeiten abzulenken.
 
@wieselding: Als Moderator schätzt du es sicher Wert ein Feedback zu erhalten. Vor daher: Du fügst dem Beitrag keinerlei Information hinzu und leitest mit einem "Was wäre wenn" ein.
 
@erso: was für Informationen soll ich hinzufügen? Und was hat meine persönliche Meinung mit meiner Funktion zu tun?
 
warscheinlich hat er das ding selbst schnell zusammen gebaut wäre nicht der erste betrug bei googel
 
Welches Kabel empfielt der Typ?
 
Masse nicht Erdung.

Am kabel sieht man nicht nur das einfach Plus und Masse vertauscht wurden ist sondern auch RX und TX.
 
Wer erwartet ernsthaft Qualität von einem Ramschladen wie Amazon? Die verkaufen auch TOS-Link Kabel mit Ferriten, das sagt doch schon alles.
 
Welcher teure Markenartikelvertreiber versucht da jetzt Angst und Schrecken vor guenstigen, generischen Kabeln zu verbreiten?
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