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Mittwoch, 30. Juli 2008   

Handynutzung kann bei Schwangeren Kind schaden

Forschung & WissenschaftDie häufige Nutzung von Mobiltelefonen während der Schwangerschaft kann offenbar später zu Verhaltensstörungen beim Kind führen. Wissenschaftler haben dafür in einer Untersuchung ein erhöhtes Risiko festgestellt.

"Das Ergebnis sollte nicht überinterpretiert werden, es zeigt aber auf, dass hier eine weitere Forschung notwendig ist", sagte Leeka Kheifets von der School of Public Health der Universität von Kalifornien. Mobiltelefone seien eine tolle Technologie, die mehr und mehr eingesetzt wird. "Wir müssen uns aber auch anschauen, wie sich dies auf die Gesundheit auswirken kann und wie man Risiken reduziert", so Kheifets weiter.

Die Daten erhielt ihr Forscherteam aus einer größeren Studie, für die bereits vor einigen Jahren die Mütter von 13.159 Kindern registriert und zum Verhalten in der Schwangerschaft befragt wurden. Nun, da die Nachkömmlinge das Alter von sieben Jahren erreicht haben, wurde eine zweite Befragung zum Verhalten und der Gesundheit der Kinder durchgeführt.

Nach der Bereinigung um verschiedene andere Einflüsse ergab sich, das Kinder zu 80 Prozent häufiger zu Verhaltensauffälligkeiten neigen, wenn ihre Mütter während der Schwangerschaft intensiv ihr Handy nutzen. Die Betroffenen wiesen emotionale Störungen, Hyperaktivität oder ein unnormales Sozialverhalten auf, so die Studie.

Wie Kheifets ausführte sind die elektromagnetischen Felder von Handys zwar relativ schwach, andere Untersuchungen hätten jedoch bereits gezeigt, dass Kinder deutlich empfindlicher auf sie reagieren als Erwachsene. Auf einen Fötus könnte der Einfluss noch einmal größer sein.

Eine andere Erklärung könnte allerdings auch darin liegen, dass Mütter, die häufig mit dem Handy telefonieren, mehr soziale Kontakte haben und ihrem Kind dadurch weniger Aufmerksamkeit zukommen lassen können. Eine schwächere Bindung zur Mutter ist als Ursache für Verhaltensauffälligkeiten bereits länger nachgewiesen. Eine genauere Untersuchung über die Auswirkungen der Handy-Strahlung seien daher notwendig, so Kheifets.
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Autor Autor: Christian Kahle RSS Feed RSS & ATOM Feeds
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