Qualcomm Snapdragon Wear 3100:
Endlich brauchbare Smartwatches?
Endlich ist es soweit: Qualcomm bringt seine neue Plattform für Android-basierte Smartwatches auf den Markt. Der Qualcomm Snapdragon Wear 3100 ist erneut ein vierkerniger Low-End-SoC, der dank neuer Stromsparmaßnahmen eine längere Laufzeit für "smarte" Uhren mit Googles Wear OS ermöglichen soll.
Qualcomm zufolge verbindet man bei der neuen Plattform drei verschiedene Chips, die eng zusammenarbeiten sollen. Neben dem MSM8909w, dem vierkernigen ARM-SoC, der auch schon bei den Vorgängermodellen zum Einsatz kam, wird nun der Co-Prozessor QCC1110 in das Paket gesteckt, welcher mit einem eigenen unabhängigen Betriebssystem dann laufen kann, während die "Smart Features" von Wear OS nicht genutzt werden.
Compal liefert das Referenzdesign für den Snapdragon Wear 3100
Der MSM8909w ist eine Variante eines schon vor Jahren als Snapdragon 200 bzw. 210 vermarkteten SoCs, der mit vier ARM Cortex-A7-Kernen mit 1,2 Gigahertz Maximaltakt und einer Adreno 304 Grafikeinheit daherkommt. Der Chip hat außerdem ein Snapdragon X5 LTE-Modem an Bord, das bis zu einem Gigabit/s im Downstream und 150 MBit/s Upstream bieten soll.
Hinzu kommen neben dem MSM8909w ein Digital Signal Processor (DSP) und der erwähnte QCC110, wobei Qualcomm hier von einer "Big"-, "Little"-, "Tiny"-Architektur spricht, weil der letztgenannte QSC110 ein nur wenige Millimeter kleiner separater Chip ist, der dank dem Betriebssystem RTOS auch nur für einige wenige Funktionen zur Verfügung steht, die die grundlegensten Funktionen auch dann zur Verfügung stellen, wenn der große ARM-SoC nicht läuft.
Auf diese Weise lässt sich die Laufzeit auf Wunsch enorm verlängern, da man im reinen Uhrenmodus auf die Modems und Wear OS komplett verzichten kann, während nur die Uhrzeit angezeigt wird. Je nach Nutzungsart soll so eine Laufzeit von bis zu einem Monat erzielt werden können. Der eigentliche SoC startet erst wenn es nötig ist und der Nutzer mit dem Wear OS interagieren will.
Interessanterweise erklärte Qualcomm während der ersten offiziellen Präsentation zum Snapdragon Wear 3100, dass man über den kleinen Zusatzchip bereits jetzt die Möglichkeit zur Erkennung von Sprachkommandos zum "Aufwecken" der Uhr bietet. Gleichzeitig war aber davon die Rede, dass man aktuell noch keine Unterstützung für die direkte Ansprache des Google Assistant von Wear OS "ankündigt". Man deutete aber auch an, dass neue Features der Plattform im Lauf der Zeit durch Softwareupdates nachgerüstet werden sollen.
Qualcomm verspricht unter anderem, dass GPS und Fitness-Tracking mit Hilfsmitteln wie dem häufig verbauten Herzfrequenzmesser durch neue Stromsparmaßnahmen künftig über einen Zeitraum von bis zu 15 Stunden genutzt werden können. In einem speziellen Fitness-Modus sollen die anderen Smartwatch-Funktionen dazu deaktiviert werden können.
Im normalen Betrieb mit voll nutzbarem Wear OS sollen je nach Intensität der Verwendung Laufzeiten von 1,5 bis 2,5 Tagen drin sein. Das Hauptziel des neuen Chips für Wear OS ist, Smartwatches mit mobiler Konnektivität endlich länger laufen zu lassen. Vor allem weil 95 Prozent der Zeit ohne aktive Nutzung der smarten Funktionen vergeht, hofft Qualcomm hier mit dem neuen Stromsparchip eine brauchbare Lösung gefunden zu haben.
Als erste Partner bringen, wie von uns bereits im Mai berichtet, die Luxus-Marken Mont Blanc, Luis Vuitton und Fossil eigene Smartwatches mit Wear OS und dem neuen Snapdragon Wear 3100 (SDW3100) auf den Markt. Diese sollen bereits ab Oktober erstmals auf den Markt kommen. Die erwarteten Google Pixel Watches gab es heute nicht zu sehen. Ob diese noch erscheinen, ist angesichts der kürzlich von Google getätigten Äußerungen allerdings fraglich.
Compal liefert das Referenzdesign für den Snapdragon Wear 3100
Der MSM8909w ist eine Variante eines schon vor Jahren als Snapdragon 200 bzw. 210 vermarkteten SoCs, der mit vier ARM Cortex-A7-Kernen mit 1,2 Gigahertz Maximaltakt und einer Adreno 304 Grafikeinheit daherkommt. Der Chip hat außerdem ein Snapdragon X5 LTE-Modem an Bord, das bis zu einem Gigabit/s im Downstream und 150 MBit/s Upstream bieten soll.
Hinzu kommen neben dem MSM8909w ein Digital Signal Processor (DSP) und der erwähnte QCC110, wobei Qualcomm hier von einer "Big"-, "Little"-, "Tiny"-Architektur spricht, weil der letztgenannte QSC110 ein nur wenige Millimeter kleiner separater Chip ist, der dank dem Betriebssystem RTOS auch nur für einige wenige Funktionen zur Verfügung steht, die die grundlegensten Funktionen auch dann zur Verfügung stellen, wenn der große ARM-SoC nicht läuft.
Auf diese Weise lässt sich die Laufzeit auf Wunsch enorm verlängern, da man im reinen Uhrenmodus auf die Modems und Wear OS komplett verzichten kann, während nur die Uhrzeit angezeigt wird. Je nach Nutzungsart soll so eine Laufzeit von bis zu einem Monat erzielt werden können. Der eigentliche SoC startet erst wenn es nötig ist und der Nutzer mit dem Wear OS interagieren will.
Interessanterweise erklärte Qualcomm während der ersten offiziellen Präsentation zum Snapdragon Wear 3100, dass man über den kleinen Zusatzchip bereits jetzt die Möglichkeit zur Erkennung von Sprachkommandos zum "Aufwecken" der Uhr bietet. Gleichzeitig war aber davon die Rede, dass man aktuell noch keine Unterstützung für die direkte Ansprache des Google Assistant von Wear OS "ankündigt". Man deutete aber auch an, dass neue Features der Plattform im Lauf der Zeit durch Softwareupdates nachgerüstet werden sollen.
Qualcomm verspricht unter anderem, dass GPS und Fitness-Tracking mit Hilfsmitteln wie dem häufig verbauten Herzfrequenzmesser durch neue Stromsparmaßnahmen künftig über einen Zeitraum von bis zu 15 Stunden genutzt werden können. In einem speziellen Fitness-Modus sollen die anderen Smartwatch-Funktionen dazu deaktiviert werden können.
Im normalen Betrieb mit voll nutzbarem Wear OS sollen je nach Intensität der Verwendung Laufzeiten von 1,5 bis 2,5 Tagen drin sein. Das Hauptziel des neuen Chips für Wear OS ist, Smartwatches mit mobiler Konnektivität endlich länger laufen zu lassen. Vor allem weil 95 Prozent der Zeit ohne aktive Nutzung der smarten Funktionen vergeht, hofft Qualcomm hier mit dem neuen Stromsparchip eine brauchbare Lösung gefunden zu haben.
Als erste Partner bringen, wie von uns bereits im Mai berichtet, die Luxus-Marken Mont Blanc, Luis Vuitton und Fossil eigene Smartwatches mit Wear OS und dem neuen Snapdragon Wear 3100 (SDW3100) auf den Markt. Diese sollen bereits ab Oktober erstmals auf den Markt kommen. Die erwarteten Google Pixel Watches gab es heute nicht zu sehen. Ob diese noch erscheinen, ist angesichts der kürzlich von Google getätigten Äußerungen allerdings fraglich.
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