Türkei: Erdogan droht mit Boykott von iPhone & anderen US-Produkten
Der türkische Präsident Erdogan hat im Handelsstreit mit den USA eine ungewöhnliche Maßnahme angekündigt: er will dafür sorgen, dass in der Türkei keine Elektronikprodukte aus den Vereinigten Staaten mehr genutzt werden. Er rief zu einem Boykott von Produkten wie Apples iPhone auf.
Wie die Nachrichtenagentur Associated Press berichtet, kündigte Erdogan jüngst einen landesweiten Boykott gegen US-Elektronikprodukte an. Offenbar hat er dabei vor allem Apple im Visier, denn er erwähnte ausdrücklich das von Apple gefertigte iPhone. Wie Erdogan den von ihm angedrohten Boykott umsetzen und vor allem unter den türkischen Bürgern durchsetzen will, ließ er offen.
Konkret sprach Erdogan davon, dass man nicht auf US-Elektronikerzeugnisse angewiesen sei. Die USA hätten das iPhone, andererseits gäbe es hingegen Geräte von Samsung. Die Türkei selbst habe mit Vestel ebenfalls einen Hersteller von Elektronikgeräten im eigenen Lande. Vestel fertigt neben Smartphones vor allem Fernseher und andere Unterhaltungselektronik, bietet aber auch "Weiße Ware" an.
Zwar hat sich der Kurs der türkischen Lira mittlerweile wieder stabilisiert, er hat jedoch seit Jahresbeginn rund 45 Prozent an Wert gegenüber dem US-Dollar eingebüßt. In der Türkei kam Apples iPhone laut Schätzungen von Analysten zuletzt auf einen Marktanteil von rund 15 Prozent, womit Apple zu den führenden Anbietern gehört.
Erdogan warb bei seinem Auftritt auch für die Verwendung von Geräten aus der von Vestel gefertigten Smartphone-Serie mit dem Namen Venus. Dabei handelt es sich um vergleichsweise günstige Modelle, die laut der Website des Herstellers zu Preisen von umgerechnet rund 88 bis 336 Euro zu haben sind.
Konkret sprach Erdogan davon, dass man nicht auf US-Elektronikerzeugnisse angewiesen sei. Die USA hätten das iPhone, andererseits gäbe es hingegen Geräte von Samsung. Die Türkei selbst habe mit Vestel ebenfalls einen Hersteller von Elektronikgeräten im eigenen Lande. Vestel fertigt neben Smartphones vor allem Fernseher und andere Unterhaltungselektronik, bietet aber auch "Weiße Ware" an.
Auseinandersetzung mit Trump
Hintergrund der Äußerungen von Erdogan, die dieser vor einem Publikum von Anhängern seiner Regierungspartei tätigte, ist der Verfall der türkischen Lira vor dem Hintergrund der von US-Präsident Trump verhängten Strafzölle bei der Einfuhr von türkischem Stahl in die USA. Außerdem wurde in der Türkei kürzlich ein amerikanischer Pastor angeklagt und unter Hausarrest gestellt, dem man Spionage und Terrorismus fördernde Taten vorwirft.Zwar hat sich der Kurs der türkischen Lira mittlerweile wieder stabilisiert, er hat jedoch seit Jahresbeginn rund 45 Prozent an Wert gegenüber dem US-Dollar eingebüßt. In der Türkei kam Apples iPhone laut Schätzungen von Analysten zuletzt auf einen Marktanteil von rund 15 Prozent, womit Apple zu den führenden Anbietern gehört.
Erdogan warb bei seinem Auftritt auch für die Verwendung von Geräten aus der von Vestel gefertigten Smartphone-Serie mit dem Namen Venus. Dabei handelt es sich um vergleichsweise günstige Modelle, die laut der Website des Herstellers zu Preisen von umgerechnet rund 88 bis 336 Euro zu haben sind.
Erdogan nutzte FaceTime und iPhone
Als Erdogan im Jahr 2016 kurzfristig das Land verließ, um sich vor einem Putschversuch des Militärs zu retten, meldete er sich per Videotelefonat aus dem Ausland und wandte sich über das Fernsehen an das türkische Volk. Er nutzte dazu FaceTime von Apple - auf einem iPhone.
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Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
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