Bisher schärfste Aufnahme:
Das Zentrum unserer Galaxie zeigt sich
Technische Fortschritte sorgen auch in der Astronomie für neue Möglichkeiten, die atemberaubende Ergebnisse liefern können. Jetzt konnte mit dem neuen Radioteleskop "Meerkat" die bisher schärfste Aufnahme des Zentrums der Milchstraße erstellt werden - und das, obwohl die Anlage in Südafrika noch gar nicht ihren vollen Betrieb aufgenommen hat.
Der bisher klarste Blick auf das Zentrum unserer Galaxie (SARAO Meerkat)
"Meerkat" hat erst am vergangenen Freitag offiziell seinen Dienst aufgenommen, das 283 Millionen Euro teure Radio-Teleskop mit 64 Satellitenschüsseln ist aktuell noch nicht im vollen Betrieb. Um die jetzt veröffentlichte Aufnahme zu erstellen, mussten nach Aussage der Ingenieure auch einige Herausforderungen überwunden werden: "Technisch haben wir die Limits ausgereizt", so der verantwortliche Chefingenieur Willem Esterhuyse gegenüber News24. "Zum Beispiel haben wir Probleme mit der Firmware in den Netzwerkswitches gefunden, die dem Lieferanten nicht bekannt waren, einfach weil wir die Switches (im Bezug auf die Datenrate) voll ausgelastet hatten."
Ein Blick, den wir so noch nie auf das Zentrum werfen konnten
Theoretisch können sich Wissenschaftler vielen Dingen annähern, ohne dass sie diese im realen Leben unbedingt direkt beobachten müssen. So war auch vor jeder direkten Beobachtung durch entsprechende Berechnungen nahegelegt worden, dass sich im Zentrum der Milchstraße ein supermassereiches Schwarzes Loch befindet. Da für normale Teleskope Gas- und Staubwolken den Blick auf diese Region versperren, setzt man bei der Beobachtung auf Radioastronomie. Mithilfe des neuen Radioteleskops "Meerkat" aus Südafrika wurde jetzt die bisher schärfste Aufnahme des Zentrums der Milchstraße angefertigt.
Der bisher klarste Blick auf das Zentrum unserer Galaxie (SARAO Meerkat)
"Meerkat" hat erst am vergangenen Freitag offiziell seinen Dienst aufgenommen, das 283 Millionen Euro teure Radio-Teleskop mit 64 Satellitenschüsseln ist aktuell noch nicht im vollen Betrieb. Um die jetzt veröffentlichte Aufnahme zu erstellen, mussten nach Aussage der Ingenieure auch einige Herausforderungen überwunden werden: "Technisch haben wir die Limits ausgereizt", so der verantwortliche Chefingenieur Willem Esterhuyse gegenüber News24. "Zum Beispiel haben wir Probleme mit der Firmware in den Netzwerkswitches gefunden, die dem Lieferanten nicht bekannt waren, einfach weil wir die Switches (im Bezug auf die Datenrate) voll ausgelastet hatten."
Die Zukunft sieht noch klarer aus
Für Farhad Yusef-Zadeh, einen der weltweit führenden Experten für die Phänomene rund um das Zentrum unserer Galaxie, ergibt sich dank "Meerkat" ein ganz neuer Blick auf sein Forschungsgebiet. "Das Meerkat-Bild bringt eine solche Klarheit mit sich. Es zeigt Dinge, die bisher unentdeckt geblieben sind", so Yusef-Zadeh. Besonders begeistert zeigt sich der Forscher von der detailreichen Abbildung der länglichen Filamente rund um das Zentrum. Nach seiner Meinung könnte die Aufnahme "der Schlüssel zur Lösung dieses drei Jahrzehnte andauernden Rätsels sein".
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