Kompletter Provider wurde jetzt isoliert und aus dem Internet geworfen

Schach, Niederlage, Schachmatt, Verloren Bildquelle: Pixabay
Die großen Transit-Provider und eine Reihe von großen Internet-Knoten haben sich zusammengeschlossen und einen kompletten Backbone-Betreiber isoliert und damit quasi aus dem Internet ausgeschlossen. Denn dieser ist in den letzten Jahren einfach zu oft mit Aktivitäten aufgefallen, die der Gemeinschaft rund um das globale Netzwerk schaden. Bei dem fraglichen Unternehmen handelt es sich um das aus Portugal stammende Bitcanal. Das Unternehmen betreibt Datenzentren und Backbone-Verbindungen und dürfte aufgrund der nun durchgeführten Isolations-Politik der anderen Carrier komplett seiner Geschäftsgrundlage verlustig gehen. Betreiber wie BICS, GTT, Cogent, Meerfarbig, Hurricane Electric und IPTelecom haben die Verbindungen zu den Portugiesen abgeschaltet.

Aber auch bei den großen europäischen Internet-Knoten - DE-CIX (Frankfurt am Main), LINX (London), AMSIX (Amsterdam) und ESPANIX (Madrid) wurden die Stecker gezogen. Manche der genannten haben sich schon vor Monaten von Bitcanal distanziert, der große Wurf folgte nun aber auf eine Nachricht aus der NANOG-Mailingliste, auf der sich Vertreter von Carriern und Providern rund um den Nordatlantik über ihre Arbeit austauschen, in der noch einmal alle vorliegenden Vorwürfe und Beweise zusammengefasst wurden.

Kooperation mit Spammern

Im Kern geht es dabei um immerhin 130 Fälle von BGP-Attacken. Dabei handelt es sich um Angriffe über das Border Gateway Protokoll, über das Router an den Netzwerkknoten Informationen über Routen weitergeben. Falsche Angaben an dieser Stelle sorgen dafür, dass IP-Pakete auf neue Bahnen gelenkt werden.

In den meisten Fällen handelt es sich bei solchen Zwischenfällen schlicht um Fehler. Der bekannteste Fall ist dabei wohl das falsch konfigurierte BGP eines Providers in Pakistan, der so kurzzeitig den gesamten YouTube-Traffic weltweit in sein Netz umlenkte und darunter schlicht zusammenbrach. Die Angriffe finden manchmal aber auch bewusst statt, um beispielsweise den Traffic eines bestimmten Netzbereiches über die eigenen Systeme zu leiten und sie dort einsehen zu können.

Bei Bitcanal soll es wohl vor allem darum gegangen sein, IP-Adressen, die sich unter der Kontrolle anderer Provider befinden, für eigene Zwecke nutzbar zu machen. Diese sollen dann an Spammer vermarktet worden sein, um den Anschein zu erwecken, dass deren Nachrichten zu den jeweiligen Netzen gehören und nicht direkt in den Filtern hängenbleiben.

Siehe auch: BGP-Attacke: Russen kaperten IP-Traffic von Microsoft, Apple & Co. Schach, Niederlage, Schachmatt, Verloren Schach, Niederlage, Schachmatt, Verloren Pixabay
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