Ungewöhnlich: Japanische Raumsonde kommt bei Würfel-Asteroid an

Weltall, DLR, Asteroid, Ryugu, Hayabusa2 Bildquelle: DLR
2014 war die japanische Raumsonde "Hayabusa2" mit der deutsch-französischen Landeeinheit "Mascot" an Bord zu dem Asteroiden Ryugu aufgebrochen. Jetzt hat man das vorläufige Ziel der Mission erreicht und kann zur Ankunft Ungewöhnliches vermelden: Ryugu hat eine besonders eckige Form.

Sehr kantige neue Eindrücke aus unserem Sonnensystem

Wie die japanische Raumfahrtagentur Jaxa am Mittwoch bestätigt, konnte "Hayabusa2" sein vorerst letztes Manöver auf seiner langen Reise erfolgreich ausführen und zu einem Rendevouz mit dem Asteroiden Ryugu einlenken, das über mehrere Wochen eingeleitet worden war. Aktuell hält die Sonde nun rund 20 km Abstand zu dem Zielobjekt, das wiederum 280 Millionen Kilometer von der Erde entfernt seine Bahnen um die Sonne zieht. "Die nötigen Triebwerksschübe waren früher an diesem Tag vorprogrammiert und dann automatisch ausgeführt worden", so die Wissenschaftler zu dem Vorgehen.

Wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mitteilt, zeigen sich die Forscher trotz der sorgfältigen Auswahl des Ziel Objekts überrascht von dessen äußerer Erscheinung. So hätte man nicht erwartet, dass der Asteroid eine solch eckige Form aufweist - auf den Bildern wirkt Ryugu auf jeden Fall wie ein narbiger Weltraumwürfel. "Die wissenschaftlich überraschende Form von Ryugu und seine vielen Krater werden die Auswahl eines geeigneten Landeplatzes für Mascot spannend, aber auch herausfordernd gestalten", sagt die Leiterin des Mascot-Landers, Dr. Tra-Mi Ho vom DLR-Institut für Raumfahrtsysteme in Bremen.

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Der hüpfende Lander

Das ungewöhnliche Zielobjekt wird mit dem Lander "Mascot" auch auf sehr außergewöhnliche Art erforscht werden. Nach aktueller Planung wird die 30 mal 30 mal 20 Zentimeter große Landesonde im Oktober von "Hayabusa2" ausklinken, um auf der Oberfläche des Asteroiden zu landen. "Dabei kann Mascot bis zu 70 Meter weit hüpfen und so erstmals an verschiedenen Orten auf einem Asteroiden Messungen vornehmen - eine Premiere für die internationale unbemannte Raumfahrt", zeigen sich die Entwickler stolz.

Für Muttersonde "Hayabusa2" ist währenddessen ebenfalls Spektakuläres vorgesehen. Bei einem sehr nahen Vorbeiflug soll Asteroidenmaterial eingesammelt werden, das dann nach Abschluss der Mission im Jahr 2020 zur Erde zurückgeführt werden soll. Weltall, DLR, Asteroid, Ryugu, Hayabusa2 Weltall, DLR, Asteroid, Ryugu, Hayabusa2 DLR
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