Knapp: Riesen Asteroid wird erst Stunden vor dem Vorbeiflug entdeckt

Weltall, Teleskop, Asteroid, Komet Bildquelle: ESO/M. Kornmesser
Am letzten Wochenende ist ein Asteroid der Erde so nahe ge­kommen, wie schon seit 16 Jahren nicht mehr - und fast wäre der Vorbeiflug unbemerkt geblieben. Erst 21 Stunden vor dem für astro­nomische Verhältnisse sehr nahen Besuch konnten Wissenschaftler das Objekt entdecken.

Ganz nah und trotzdem unsichtbar

Das Weltuntergangsszenario ist bekannt: Die Menschen entdecken einen Asteroid mit Kurs auf die Erde und schmieden einen Plan, wie das Objekt vom Kurs abgebracht werden kann. Der Asteroid mit der Bezeichnung 2018 GE3, der der Erde am Wochenende sehr nah kam, zeigt einmal mehr, dass es uns bisher schon an einer wirklich zuverlässigen Methode fehlt, in einem solchen Szenario das durchs All treibende Objekt frühzeitig zu entdecken.

2018 GE3 war in der Nacht von Samstag auf Sonntag mit einem Abstand von 192.000 Kilometern an der Erde vorbeigeflogen, was ungefähr der halben Entfernung zwischen Erde und Mond entspricht. Zuletzt war uns mit dem Asteroiden 2002 MN vor 16 Jahren ein Objekt dieser Art so nahe gekommen. Mit einem Durchmesser von bis zu 110 Metern zählt 2018 GE3 zu den sehr großen Asteroiden und ist von der Größe mit dem Objekt vergleichbar, das für das verheerende "Tunguska-Ereignis" verantwortlich gemacht wird, bei dem im Jahr 1908 2000 Quadratkilometer Land verwüstet worden waren.

Das Besondere an 2018 GE3: Trotz der relativen Größe und der Flugbahn, die sehr nah an der Erde vorbeiführt, konnte der Asteroid erst 21 Stunden vor seinem Vorbeiflug von Astronomen an der University of Arizona in Tucson entdeckt werden. Der österreichische Hobby-Astronom Michael Jäger konnte das Objekt dann bei seinem kurzen Besuch im Erde-Mond-System in einem Video festhalten - wir haben euch den kurzen Clip oben eingebunden.

NASA hatte ihn nicht auf dem Schirm

Ein Horrorszenario, wie es Hollywood beschreibt, wäre aber auch bei einer direkten Kollision mit 2018 GE3 nach allen bisherigen Erkenntnissen wohl ausgeblieben. "Wenn 2018 GE3 die Erde getroffen hätte, hätte es keine weltweiten, aber regionale Schäden gegeben. Er wäre außerdem möglicherweise beim Eintritt auseinandergebrochen", berichtet SpaceWeather.com. "Trotzdem handelt es sich um einen bedeutenden Asteroiden, der zeigt, dass uns sogar richtig große Weltraum-Brocken immer noch überraschen können." Weltall, Teleskop, Asteroid, Komet Weltall, Teleskop, Asteroid, Komet ESO/M. Kornmesser
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