Amazon "ernährt" sich von Microsoft - wirbt reihenweise Mitarbeiter ab
Der weltgrößte Online-Händler Amazon nutzt seinen Standort in der Nähe des Hauptquartiers von Microsoft offenbar, um in großem Stil Mitarbeiter des Softwarekonzerns für seine eigenen Vorhaben abzuwerben. Dies geht aus Erhebungen eines Karriereberatungs-Unternehmens hervor.
Amazon hat allein in der Zeit zwischen 2015 und 2017 mehr als 30 Mitarbeiter von Microsoft abgeworben, die dort zuvor einen Posten als "Director" oder höher innehatten. In vielen Fällen arbeiten die früheren "Microsofties" nun bei Amazon sogar an den gleichen Technologien, wobei es oft um die Themen Cloud- und Endkunden-Produkte geht, so das Karriereportal Paysa.
Auch der über 20 Jahre für Microsoft tätige Charlie Kindel, der für die Netzwerkfunktionen von Windows XP, das Windows Media Center und später auch das App-Ökosystem von Windows Phone zuständig war, landete nach einer Pause im Alexa-Team von Amazon, auch wenn er sich inzwischen anderen Aufgaben zugewandt hat.
Mit Dave Treadwell angelte sich Amazon auch noch einen weiteren hochrangigen Microsoft-Manager. Treadwell war zuletzt Corporate Vice President und arbeitete an Windows 10, der Xbox und diversen anderen Microsoft-Produkten über mehr als zwei Jahrzehnte mit. Heute leitet er die Abteilung für eCommerce-Dienste bei Amazon. Auch der Hauptverantwortliche hinter dem Surface Hub, Dirk Didascalou, ist mittlerweile bei Amazon - als Vice President in der für IoT-Produkte zuständigen Abteilung.
Die Gründe dafür, dass so viele frühere Microsoft-Mitarbeiter zu Amazon wechseln, sind vielfältig. Im Fall des Alexa-Teams zieht der Erfolg der Plattform viele Entwickler an. Außerdem hat Microsoft in den letzten Jahren laut CNBC die Vergütung für seine Mitarbeiter schrittweise immer weiter reduziert, während Amazon mit ordentlichen Bonuszahlungen lockt.
Ein Hauptfaktor ist aber auch der Umstand, dass Amazon wie Microsoft in der US-Westküstenmetropole Seattle beheimatet ist. Die von Microsoft abgeworbenen Mitarbeiter müssen also nicht umziehen, um einen für sie attraktiveren Job bei Amazon zu bekommen. Ein weiterer Grund ist möglicherweise auch, dass Microsoft sich zunehmend von Endkunden-orientierten Produkten abwendet, während sich Amazon immer stärker engagiert.
Alexa wird zum Gutteil von früheren Microsoft-Mitarbeitern entwickelt
Amazon warb unter anderem Ruhi Sarikaya von Microsoft ab, der als Spezialist für die Verarbeitung von Daten zu natürlichen Spracheingaben ursprünglich an Cortana mitarbeitete. Heute ist Sarikaya hingegen der Chef eines gut 200 Mann starken Teams, das Amazons Sprachassistent Alexa die Fähigkeit verpasst, die Anfragen der Nutzer zu verarbeiten und Dialoge zu führen.Auch der über 20 Jahre für Microsoft tätige Charlie Kindel, der für die Netzwerkfunktionen von Windows XP, das Windows Media Center und später auch das App-Ökosystem von Windows Phone zuständig war, landete nach einer Pause im Alexa-Team von Amazon, auch wenn er sich inzwischen anderen Aufgaben zugewandt hat.
Mit Dave Treadwell angelte sich Amazon auch noch einen weiteren hochrangigen Microsoft-Manager. Treadwell war zuletzt Corporate Vice President und arbeitete an Windows 10, der Xbox und diversen anderen Microsoft-Produkten über mehr als zwei Jahrzehnte mit. Heute leitet er die Abteilung für eCommerce-Dienste bei Amazon. Auch der Hauptverantwortliche hinter dem Surface Hub, Dirk Didascalou, ist mittlerweile bei Amazon - als Vice President in der für IoT-Produkte zuständigen Abteilung.
Die Gründe dafür, dass so viele frühere Microsoft-Mitarbeiter zu Amazon wechseln, sind vielfältig. Im Fall des Alexa-Teams zieht der Erfolg der Plattform viele Entwickler an. Außerdem hat Microsoft in den letzten Jahren laut CNBC die Vergütung für seine Mitarbeiter schrittweise immer weiter reduziert, während Amazon mit ordentlichen Bonuszahlungen lockt.
Ein Hauptfaktor ist aber auch der Umstand, dass Amazon wie Microsoft in der US-Westküstenmetropole Seattle beheimatet ist. Die von Microsoft abgeworbenen Mitarbeiter müssen also nicht umziehen, um einen für sie attraktiveren Job bei Amazon zu bekommen. Ein weiterer Grund ist möglicherweise auch, dass Microsoft sich zunehmend von Endkunden-orientierten Produkten abwendet, während sich Amazon immer stärker engagiert.
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Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
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