Domain-Raub: Täter wollte Umschreibung mit Schusswaffe erpressen

Gericht, Gesetz, Urteil, Hammer Bildquelle: Dumfries Museum
Zuweilen ist die Justiz auch im digitalen Bereich mit erstaunlich altmodischen Formen der Kriminalität konfrontiert. Während früher Täter noch versuchten, ihren Opfern mit vorgehaltener Schusswaffe Geld oder Schmuck abzupressen, sollte es in einem Fall, der jetzt vor Gericht verhandelt wurde, eine Domain sein. Die Sache dürfte vor allem bei jenen Stirnrunzeln hervorrufen, die bei Fällen der illegalen Verbreitung von Kopien noch betonten, dass Raubkopierer die falsche Bezeichnung sei, da im digitalen Bereich der Definition nach gar kein Raub möglich sei. Dass es auch anders geht, musste ein ehemaliger Techniker des Registrars GoDaddy erleben.

Dieser hörte vor einiger Zeit, wie sich ein Fremder Zugang zu seinem Haus verschaffte. Dieser bedrohte ihn mit einer Waffe und zwang ihn, seinen Rechner anzuschalten. Anschließend wurde von dem Opfer gefordert, dass eine bei GoDaddy registrierte Domain auf einen anderen Kunden-Account umgeschrieben wird, wie es aus den Gerichts-Unterlagen hervorgeht.

Die Lage eskaliert

Allerdings lief die Sache dann ziemlich aus dem Ruder. Denn der Angreifer hatte offenbar nicht hinreichend bedacht, dass für die Registrierung einer Domain verschiedene Angaben gemacht werden müssen. Als der Techniker nach einer E-Mail-Adresse und einer Telefonnummer fragte, die mit dem Konto verbunden sein sollen, geriet der Täter außer sich. Er schlug sein Opfer mehrfach mit der Pistole, packte auch noch einen Elektroschocker aus und verpasste ihm Stromstöße. Letztlich kam es zum Handgemenge, bei dem sich Schüsse lösten. Das Opfer wurde einmal ins Bein getroffen, der Täter sogar mehrfach in die Brust.

Bei der Auseinandersetzung ging es um die Domain Doitforstate.com, die zu einem Meme passte, das zur Tatzeit an der Iowa State University umging. Der aus Sicht des Täters reichlich unglückliche Ausgang der Sache war noch nicht genug. Wieder halbwegs genesen musste er vor Gericht antreten und wird nun die kommenden 20 Jahre im Gefängnis verbringen müssen. Gericht, Gesetz, Urteil, Hammer Gericht, Gesetz, Urteil, Hammer Dumfries Museum
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