Trump-Kim-Gipfel: Aufregung um einen USB-Ventilator für Journalisten

Heute fand in Singapur das Treffen von Donald Trump und Kim Jong Un statt und die vereinbarten auf dem Friedensgipfel irgendetwas, was, wird sich in den nächsten Monaten und Jahren zeigen. Oder auch nicht. Journalisten vor Ort rätselten indes über einen USB-Mini-Ventilator, der ihnen geschenkt wurde. Das Gipfeltreffen zwischen Donald Trump und Kim Jong Un findet in Singapur statt und wie jeder Südostasienkenner weiß, kann es in der Gegend schon mal ganz warm werden. Deshalb wird sich so mancher Journalist, der vom historischen Treffen zwischen den beiden Egomanen Friseuropfern Staatsführern berichtet, über einen USB-betriebenen Mini-Ventilator gefreut haben. Denn dieser könnte auch zu Hause praktisch sein, schließlich wären Trump und Kim nicht die ersten Politiker, die heiße Luft von sich geben.


Der Ventilator lag der offiziellen Pressemappe bei, neben dem USB-Windmacher bekamen Journalisten eine Flasche Wasser und einen lokalen Reiseführer geschenkt. Als erster tweetete ein niederländischer Reporter darüber, Harald Doornbos freute sich über diese kleine Aufmerksamkeit.


Alarmglocken

Doch bei seinem US-amerikanischen Kollegen Barton Gellman, der sich mit den Themen Privatsphäre und Überwachung auskennt, schrillten die Alarmglocken (via BetaNews) und er warnte die Gipfelteilnehmer, den Mini-Ventilator an den Computer zu stecken: "Steckt ihn nicht an. Behaltet ihn nicht. Schmeißt ihn in einen öffentlichen Abfalleimer oder schickt ihn an einen Sicherheitsforscher."

Auch der Ars Technica-Reporter Cyrus Farivar warnte eindringlich, den USB-Ventilator zu verwenden. Grund ist hier natürlich die theoretische Möglichkeit, ein vermeintlich harmloses USB-Gadget als Möglichkeit zu verwenden, Schadsoftware in einen Computer zu schmuggeln. Freilich: Es ist denkbar oder sogar wahrscheinlich, dass das tatsächlich nur eine harmlose Aufmerksamkeit war. Dennoch sollte man im Zweifelsfall die Finger von solchen Geschenken lassen.
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