Bundesnetzagentur geht gegen SMS-Werbung für Porno-Seiten vor

Mobilfunk, Vodafone, Bundesnetzagentur, E-Plus, T-Mobile Bildquelle: Bundesnetzagentur
Gleich gegen mehrere Gesetze verstößt eine SMS-Abofalle, die derzeit ihr Unwesen in Deutschland treibt. Dabei werden Nutzer per SMS unter Vortäuschung falscher Versprechen, zum Beispiel für einen Gewinn, auf Webseiten gelockt, die für Abos von pornografischen Inhalten werben.
Die Bundesnetzagentur hat nun kurzfristig gehandelt und die Abschaltung von insgesamt 220 Mobilfunkrufnummern angeordnet, über die solche Werbe-SMS versandt wurden. Verbraucher hatten sich in den letzten Wochen immer wieder bei der Bundesnetzagentur gemeldet und ganz unterschiedliche SMS und Versender gemeldet. Mehrere hundert Verbraucherbeschwerden über die Werbe-SMS kamen so zusammen. Vorrangig ging es in den SMS um vermeintlich persönliche Nachrichten, die Absender gaukelten vor, aus dem Bekanntenkreis zu sein. Andere SMS hatten Gewinnversprechen oder Kreditangebote zum Inhalt. Alle SMS enthielten aber immer einen Link zu einer Porno-Webseite, auf der der Nutzer dann aufgefordert wurde, ein kostenpflichtiges Abo für bis zu 4,99 Euro pro Woche für das Herunterladen von pornographischen Filmen und Bildern abzuschließen. Infografik: Jeder dritte Internetnutzer war schonmal Opfer von IdentitätsklauJeder dritte Internetnutzer war schonmal Opfer von Identitätsklau

Unerlaubte Werbung

Solche SMS-Werbung ist gesetzlich verboten, wenn der Adressat dem vorher nicht ausdrücklich zugestimmt hat, unterstreicht die Bundesnetzagentur. Beim Fehlen einer Einwilligung handelt es sich um unerlaubte Werbung, die gegen das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb verstößt.

In diesen Fällen unterstützen dann die Verbraucherzentralen alle Nutzer, die durch diese SMS unbeabsichtigt einen Abo-Vertrag abgeschlossen haben, um gegen die Verträge vorzugehen.

"Verbraucher sollten auf Werbe-SMS von unbekannten Absendern nicht reagieren. Das gilt auch für vermeintlich persönliche Inhalte oder Gewinnversprechen", mahnt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. "Wir werden auch weiterhin gezielt Maßnahmen anordnen, um die Menschen vor telefonischer Belästigung zu schützen."

Verbraucherschutz hilft

Verbraucher werden gebeten, alle ungewollten Werbe-SMS bei der Bundesnetzagentur zu melden. Möglich ist das zum Beispiel bei www.bundes­netzagentur.de/­rufnummernmissbrauch, dort findet man auch einen Überblick über Rufnummern, deren Abschaltung von der Bundesnetzagentur angeordnet wurde.

Siehe auch:

Großer Mobilfunk-Vergleichs-Rechner
Mobilfunk, Vodafone, Bundesnetzagentur, E-Plus, T-Mobile Mobilfunk, Vodafone, Bundesnetzagentur, E-Plus, T-Mobile Bundesnetzagentur
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