Amazons Forschungs-Etat lässt alle andere Firmen im Staub zurück
Amazon gilt zwar schon länger als grundsolides Unternehmen, doch das enorme Wachstum des Konzernwertes hat dann doch schon für verwunderte Gesichter gesorgt. Allerdings ist die massive Steigerung nicht nur durch den Geschäftsbetrieb begründet, sondern eben auch dadurch, dass in großem Stil nach neuen Verfahren und Ideen gesucht wird.
Amazon gibt in der IT-Branche inzwischen mit Abstand das meiste Geld für den Bereich Forschung und Entwicklung aus. Im vergangenen Jahr summierten sich die Ausgaben hier auf einen Betrag von 22,6 Milliarden Dollar. Da ist es dann kaum verwunderlich, dass immer wieder auch Dienste, Anwendungen und Methoden herausfallen, mit denen die Einnahmen weiter ausgebaut werden können.
Um die Investitionen einordnen zu können, muss man sie in Verbindung zu Konkurrenten betrachten. Das Forschungs-Budget von Alphabet/Google ist das zweithöchste der Branche - und lag mit 16,6 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr erheblich niedriger als bei Amazon. Die anderen großen IT-Konzerne, die für umfangreiche Entwicklungs-Arbeiten bekannt sind, liegen noch weit niedriger.
Aber auch im klassischen Amazon-Geschäft wird nach neuen Wegen gesucht - wie die intensive Arbeit an Einzelhandels-Filialen zeigt, die kein Kassenpersonal mehr benötigen, weil die Kunden komplett von Sensoren dabei getrackt werden, welche Produkte sie aus den Regalen nehmen.
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Um die Investitionen einordnen zu können, muss man sie in Verbindung zu Konkurrenten betrachten. Das Forschungs-Budget von Alphabet/Google ist das zweithöchste der Branche - und lag mit 16,6 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr erheblich niedriger als bei Amazon. Die anderen großen IT-Konzerne, die für umfangreiche Entwicklungs-Arbeiten bekannt sind, liegen noch weit niedriger.
| Tech-Forschungs-Etats 2017 | |
|---|---|
| Amazon | 22,6 Milliarden Dollar |
| Alphabet | 16,6 Milliarden Dollar |
| Intel | 13,1 Milliarden Dollar |
| Microsoft | 12,3 Milliarden Dollar |
| Apple | 11,6 Milliarden Dollar |
| 7,8 Milliarden Dollar | |
Kassenloser Laden bis Mega-Cloud
Mit den Forschungsgeldern wurden bei Amazon unter anderem natürlich diverse Technologien vorangetrieben, die den riesigen Cloud-Sektor des Unternehmens effizienter gestalten. Das Spektrum reicht hier von neuen Algorithmen bis zu besseren Datenzentrums-Systemen. Das bildet letztlich eine Grundlage dafür, dass Amazons Cloud-Business im letzten Jahr mit 17,4 Milliarden Dollar gleich mal 43 Prozent Umsatzwachstum verbuchte.Aber auch im klassischen Amazon-Geschäft wird nach neuen Wegen gesucht - wie die intensive Arbeit an Einzelhandels-Filialen zeigt, die kein Kassenpersonal mehr benötigen, weil die Kunden komplett von Sensoren dabei getrackt werden, welche Produkte sie aus den Regalen nehmen.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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