Das rätselhafte Voynich-Manuskript könnte durch KI geknackt werden

Roboter, Künstliche Intelligenz, Ki, Menschen Bildquelle: Public Domain
Dank moderner KI-Algorithmen könnte in absehbarer Zeit vielleicht sogar das Geheimnis des Voynich-Manuskripts gelüftet werden. Das 240 Seiten starke Dokument stellt inzwischen schon seit gut hundert Jahren Forscher vor ein Rätsel. Niemand hat es bisher geschafft, auch nur annähernd herauszufinden, mit welcher Sprache und welchem Code man es hier zu tun haben könnte. Frühere Analysen der Schriftensammlung liefen aufgrund der Illustrationen darauf hinaus, dass die Dokumente um das Jahr 1500 herum entstanden sein könnten. Das wurde inzwischen auch durch mehrere Radiokarbonanalysen in etwa bestätigt, die es allerdings sogar auf ein noch etwas höheres Alter schätzen. Worum es in den Schriften allerdings geht und ob sie überhaupt einen sinnvollen Inhalt haben, ist derzeit noch unklar. Es gibt durchaus Theorien, wonach der Verfasser des Voynich-Manuskripts sich einen Scherz erlaubt und einfach sinnfrei Phantasie-Zeichenfolgen zu Papier gebracht hat.

Nun allerdings könnte es einen neuen Ansatz geben, das Dokument zu knacken. Was diverse Code-Knacker und Kryptographie-Experten nicht schafften, könnte jetzt einer KI gelingen. Denn solche Algorithmen sind in Sachen Mustererkennung wesentlich leistungsfähiger als jeder Mensch. Und genau das könnte den Schlüssel zum Verständnis der Texte liefern.

Voynich-ManuskriptVoynich-ManuskriptVoynich-ManuskriptVoynich-Manuskript

Um Hinweise darauf zu erhalten, mit welcher Sprache man es hier überhaupt zu tun haben könnte, trainierte man an der University of Alberta ein neuronales Netz auf die Muster aller möglicher Sprachen der Welt. Die textliche Grundlage dafür lieferte die "Allgemeine Erklärung der Menschenrechte" auf dem Jahr 1948. Denn es dürfte kaum einen anderen Text geben, der in ähnlich viele Sprachen übersetzt wurde: Das Dokument ist in 380 verschiedenen Idiomen jeweils mit gleichem Inhalt niedergeschrieben.

Es gab Ergebnisse

Und die KI kam hier zu einem etwas überraschenden, wenn auch nachvollziehbaren Ergebnis: Sie ist der Ansicht, dass aufgrund der Wortmuster Hebräisch als Sprache in Frage kommt. Davon ausgehend konnten die Forscher mit anderen Thesen weiterarbeiten, die aufgrund der vermuteten Herkunft bereits zur Diskussion standen - unter anderem jene, dass die Wörter in Form von Alphagrammen verschlüsselt wurden. Alphagramme sind eine besondere Form des Anagramms, bei der alle Buchstaben eines Wortes einfach in ihrer alphabetischen Reihenfolge notiert werden. "text" würde hier also "ettx" lauten.

Und obwohl völlig unbekannte Buchstaben eingesetzt wurden, ließen sich auf Basis dieser Annahme kleine Teile des Manuskriptes tatsächlich in Sätze mit einer Bedeutung übertragen. Ob diese allerdings wirklich dem Niedergeschriebenen entsprechen oder nur zufällig einen Sinn ergeben, wird sich erst noch zeigen müssen. Denn es handelt sich nicht gerade um ein korrektes Hebräisch dieser Zeit - was aber auch durch einen nichtmuttersprachlichen Autor erklärt werden könnte. Klar ist derzeit nur, dass weitere Forschung nötig ist. Roboter, Künstliche Intelligenz, Ki, Menschen Roboter, Künstliche Intelligenz, Ki, Menschen Public Domain
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