Drei neue Unterseekabel:
Google baut Infrastruktur kräftig aus
Google/Alphabet wird seine globale Infrastruktur in den kommenden Monaten deutlich ausbauen. Den Kern dessen stellt der Bau drei neuer Unterseekabel dar, an denen das Unternehmen maßgeblich beteiligt ist. Weiterhin werden mehrere neue Cloud-Regionen mit neuen Datenzentren in Betrieb genommen.
Was die Unterseekabel angeht, treibt Google mit seinen Investitionen maßgeblich drei Pojekte voran: Curie wird von Chile nach Los Angeles verlaufen und so eine schnelle Anbindung von Kunden in ganz Südamerika an die Google-Infrastruktur gewährleisten. Weiterhin wird eine neue Trasse von den USA über Irland nach Dänemark verlegt, was ebenfalls der Anbindung von Datenzentren dient. Drittens baut man am Hong Kong-Guam Cable-System (HK-G) mit. Hier soll ein neues Kabel wichtige Knotenpunkte des Internet-Backbones im asiatischen Raum miteinander verbinden.
Durch die neuen Kabel will Google die Kapazitäten der eigenen Infrastruktur deutlich ausbauen. Schon heute würden rund 25 Prozent des Internet-Traffics über Kabel laufen, die von Google finanziert oder mitfinanziert sind. Dazu gehören auch die Verbindungen, die viele verschiedene andere Unternehmen nutzen - eines der wichtigsten ist hier der Payment-Dienst PayPal, der Milliarden von Transaktionen weltweit koordinieren muss.
Für Google ist der Ausbau außerdem eine wichtige Verhandlungsposition, um die großen Netzbetreiber vieler Länder zu einem gleichberechtigten Peering zwingen zu können. Denn nur das sorgt letztlich dafür, dass die Kunden seiner Cloud-Dienste sehr kurze Wege zu den Nutzern bekommen - ebenso wie die zahlreichen Dienste aus dem Alphabet-Konzern. Was schlechtes Peering ausmachen kann, mussten hierzulande zahlreiche Telekom-Kunden lange bei der Nutzung von YouTube erdulden.
Durch die neuen Kabel will Google die Kapazitäten der eigenen Infrastruktur deutlich ausbauen. Schon heute würden rund 25 Prozent des Internet-Traffics über Kabel laufen, die von Google finanziert oder mitfinanziert sind. Dazu gehören auch die Verbindungen, die viele verschiedene andere Unternehmen nutzen - eines der wichtigsten ist hier der Payment-Dienst PayPal, der Milliarden von Transaktionen weltweit koordinieren muss.
Eigener Ausbau ist zwingend
Im Google-Management sieht man keine Möglichkeit, anders als mit eigenen Infrastrukturen richtig voranzukommen. Das zeigt sich beispielsweise an Curie recht deutlich. Es wird das erste Unterseekabel, das seit 20 Jahren auf der Strecke von Nordamerika nach Chile gebaut wird. Entsprechend wird es nach der Fertigstellung auch die schnellste Verbindung sein, die die südamerikanische Region an den starken Backbone Nordamerikas hat.Für Google ist der Ausbau außerdem eine wichtige Verhandlungsposition, um die großen Netzbetreiber vieler Länder zu einem gleichberechtigten Peering zwingen zu können. Denn nur das sorgt letztlich dafür, dass die Kunden seiner Cloud-Dienste sehr kurze Wege zu den Nutzern bekommen - ebenso wie die zahlreichen Dienste aus dem Alphabet-Konzern. Was schlechtes Peering ausmachen kann, mussten hierzulande zahlreiche Telekom-Kunden lange bei der Nutzung von YouTube erdulden.
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